Internet-Rechtsschutz: Stiftung Warentest untersucht auf Tauglichkeit

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21. April 2017
Internet-Rechtsschutz: Stiftung Warentest untersucht auf Tauglichkeit
Versicherungssummen reichen oft nicht aus

Rechtsschutzversicherungen werden vor allem in Bezug auf das Surfen im Internet immer beliebter. Die Stiftung Warentest hat untersucht, was die einzelnen Internet-Rechtsschutzversicherungen überhaupt taugen.

Wer im Internet surft, kann sich schnell Ärger einhandeln. Was, wenn man wegen eines Facebook-Eintrags den Job verliert? Wenn der Sohn Tausende von Musiktiteln illegal runterlädt ("Filesharing")? Oder wenn man von rassistischen Beschimpfungen oder Verleumdung betroffen ist?

Versicherungssumme reicht nicht aus

Internet-Rechtsschutzversicherungen versprechen Hilfe. Die Stiftung Warentest hat sich die drei zurzeit verfügbaren Versicherungen angesehen, die pro Jahr zwischen 60 und 240 Euro kosten und unterschiedliche Leistungen anbieten: DEVK Identitätsschutz plus, Arag Web@aktiv Plus und BNP Paribas Cardif Digital Life Protect. Wie Stiftung Warentest mitteilt, übernehmen sie zum Beispiel bei Abmahnungen wegen Filesharing bis zu 1.000 Euro für anwaltliche Hilfe.

Wie die Stiftung in einer Pressemitteilung weiter mitteilt, reichen die Versicherungssummen jedoch oft nicht aus, um die Anwaltskosten des Mandanten zu decken.

Wenig Schutz bei Filesharing

Wie Stiftung Warentest weiter mitteilt, ist eine spezielle Internet-Rechtschutzversicherung nicht nötig. Eine ganz normale Rechtsschutzversicherung mit Privat- und Berufsrechtsschutz decke die meisten Fälle ab. Wer beim Filesharing erwischt wird, hat aber oft keinen oder nur wenig Schutz durch seine Rechtsschutzversicherung, schreibt Finanztest. So übernehme der Premium-Rechtsschutz der DAS-Versicherung bis zu 1.000 Euro und gehörte im Test zu den besten, mit einer Jahresgebühr von rund 290 Euro.

Weitere Informationen zu Internet-Rechtsschutzversicherungen gibt es in der aktuellen Ausgabe von Finanztest. dzw

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