"Schneller und bequemer als Zahnseide"

Drei Viertel der Tester sind mit dem Philips Sonicare AirFloss Ultra zufrieden und würden ihn auch weiterhin in der Praxis verwenden.
15. Dezember 2015
"Schneller und bequemer als Zahnseide"
Prophylaxe: Der DZW-Lesertest zum AirFloss Ultra von Philips ist abgeschlossen

Bis Mitte September 2015 konnten 25 DZW-Leser den Sonicare AirFloss Ultra von Philips  (Hamburg) ausgiebig testen. Das Ergebnis: Das neue Gerät zur Reinigung der Zahnzwischenräume ist eine gute Alternative zum Goldstandard Zahnseide.

Um gingivale Infektionen in den Zahnzwischenräumen sowie Approximalkaries zu vermeiden, sei sowohl eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung (PZR) als auch die häusliche Zahnzwischenraumreinigung (ZZR) nicht nur Kür, sondern Pflicht. Alleiniges Zähneputzen reiche dafür nicht aus. Laut Philips entfernt der Sonicare AirFloss Ultra Plaque-Biofilm im Zahnzwischenraum mittels Micro-Burst-Technologie. Ein Gemisch aus Luft und Mikrotröpfchen schieße mit etwa 70 km/h durch den Approximalraum und entferne damit effektiv den Plaque-Biofilm.

ZZR ja, aber noch nicht jeden Tag

80 Prozent der Teilnehmer des DZW-Lesertests sind Zahnärzte. Für die Reinigung der Interdentalräume während einer PZR hält ein Großteil von ihnen an den Standards fest und benutzt vor allem Pulver-Wasserstrahlgeräte, Zahnzwischenraumbürsten sowie Handinstrumente (Skaler und Küretten) oder Zahnseide. Aber auch der Sonicare Airfloss Ultra wird – ergänzend – von gut einem Drittel der Tester eingesetzt, so Philips. Beim Thema häusliche Mundhygiene gab es leider niemanden, der bestätigen konnte, dass seine Patienten tatsächlich jeden Tag Zahnzwischenraumreinigung betreiben.


Hier geht es zu unserer Videoreportage über die Kölner Studie zum Philips Sonicare AirFloss Ultra.


Zahnseide: zu unbequem und zeitaufwendig

Bequemlichkeit sowie ein hoher Zeitaufwand hindern viele Patienten noch am Gebrauch der empfohlenen Hilfsmittel. Oft mangele es zudem am Bewusstsein. Das bestätigen 14 der 25 Tester. Außerdem werde die ZZR von den Patienten als zu kompliziert empfunden, gibt knapp die Hälfte der ausgewählten DZW-Leser an.

Dieses Ergebnis stützt die Erkenntnisse von Prof. Dr. Michael Noack, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Paradontologie des Klinikums der Universität zu Köln: Die Probanden seiner aktuellen AirFloss-Ultra-Studie, die Anfang November auch auf dem Deutschen Zahnärztetag vorgestellt wurde, beanstandeten einen höheren Zeitaufwand zum Beispiel beim Verwenden von Zahnseide. Mit dem Philips-Gerät brauchten die Tester nur maximal 30 Sekunden für die ZZR.

Wenn Hilfsmittel an ihre Grenzen stoßen

Zahnseide wirke dann günstig, wenn sie von dem Benutzer perfekt angewendet werde: "Bei falschem Gebrauch kann das Zahnfleisch sogar verletzt werden", erklärt Studienleiter Noack. Im Rahmen seiner Studie gaben drei von vier Testern an, die Anwendung sei angenehm – bei der Zahnseidegruppe sagte das nicht einmal jeder Zweite. DZW-Leserin Dilek Elizabeth Dams von der Zahnarztpraxis Riedel & Kollegen aus Brandenburg empfiehlt vor allem ihren Paro-Patienten den Sonicare AirFloss Ultra zur Interdentalreinigung, denn interdentale Reinigungsbürstchen könnten bei unsachgemäßer Handhabung Papille und Gingiva verletzen. Auch ein Zahnarzt aus Wardenburg bestätigt in seinem Kommentar zum Leser-Test: "Das Gerät bringt noch einmal eine Verbesserung in Ergänzung zu herkömmlichen Hilfsmitteln beziehungsweise für Patienten, die mit Zahnzwischenraumbürsten nicht zurechtkommen."

Gute Ergänzung zur täglichen Mundhygiene

In der Regel empfehlen Zahnärzte für die häusliche Mundhygiene ergänzend zum Zähneputzen bisher vor allem Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten. Allerdings gibt die Hälfte der Test-Teilnehmer an, ihren Patienten den Sonicare AirFloss Ultra"„ans Herz zu legen". Beata Maria Kusch, Zahnärztin aus Soest, ist zum Beispiel überzeugt, dass das Philips-Gerät für Patienten mit Zahnspangen eine deutlich bessere Möglichkeit biete, die Hygiene der Zahnzwischenräume sicherzustellen.

Sie ist außerdem begeistert vom dreifachen Sprühstoß, der auch bei vielen anderen Testern großen Zuspruch findet. Lysann König, zahnmedizinische Prophylaxeassistentin der Zahnarztpraxis Georgia Hübler aus Dresden, ist der Meinung, dass der Sonicare AirFloss Ultra die tägliche Mundhygiene ergänzen kann, da sich damit größere Speisereste gut entfernen ließen.

Regelmäßige ZZR nur mit schneller und einfacher Technik

Ebenfalls bestätigen die DZW-Leser, dass eine schnellere und zugleich einfachere Technologie einem Drittel der Patienten helfen würde, ihre Zahnzwischenräume regelmäßiger zu reinigen. Dabei sei der Sonicare AirFloss Ultra eine Alternative für alle, die bisher mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürste nicht zurechtgekommen sind, bestätigt Dr. Darius Moghtader aus Oppenheim. "Die Benutzung ist schneller und bequemer als Zahnseide", schreibt Zahnarzt Dieter Semmler aus Borken. Und Nicolas Senghaas aus der Zahnarztpraxis Dr. Schöfer in München lobt den "Plug and Play-Charakter".

Auch im Prämolaren- und Molarenbereich ohne akuten Engstand beziehungsweise ohne akute Sensibilität sei das Philips-Gerät gut einsetzbar, betont eine zahnmedizinische Fachhelferin der kieferorthopädischen Praxis Dr. med. dent. Frank Schau aus Forst.

"Test bestanden"

Wie es Zahnarzt Dr. Alexander Junk aus München so nett in seinem Kommentar zusammenfasst, "Sich beim Fädeln nicht mehr grämen, sondern lieber AirFloss nehmen", ist das Philips-Gerät zur Zahnzwischenraumreinigung für die meisten Teilnehmer des DZW-Lesertests eine geeignete Alternative zum Goldstandard Zahnseide. Insbesondere für Patienten, welche die Anwendung dieses Hilfsmittels als zu kompliziert oder zu aufwendig empfinden, sei der Sonicare AirFloss Ultra eine ideale Ergänzung zur täglichen Mundhygiene. Benutzerfreundlichkeit, Frische- und Reinigungsgefühl sowie Gesamteindruck des Geräts schneiden durchgängig gut ab. Insgesamt sind rund drei Viertel der Tester zufrieden mit dem Philips Sonicare AirFloss Ultra und würden ihn auch weiterhin in der Praxis verwenden.

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