Studie: Deutsche träumen von Route 66

Route 66
17. März 2017
Studie: Deutsche träumen von Route 66
Jeder Vierte liebäugelt mit Kauf eines Motorrads

Einmal über die Route 66 zu fahren, ist für viele ein Traum. Welchen Promi deutsche Biker mit auf Tour nehmen würden und wie Angela Merkel abschneidet zeigt eine Studie.

Jeder vierte Biker will mit seinem Motorrad durch die USA fahren. Genauer: Die Route 66 ist für 43 Prozent der deutschen Motorrad-Liebhaber das Traumziel. 25 Prozent der Befragten streben nicht in die Ferne, sondern in ein Nachbarland Deutschlands: Sie würden gern die Provence per motorisiertem Zweirad entdecken. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Umfrage „Motorrad-Trends 2017“ der Creditplus Bank. 

Demnach reizen die Biker auch Neuseeland, Kanada und Skandinavien. Je 24 Prozent der Befragten sehen sich dort über die Straßen brausen. Immerhin 23 Prozent finden zudem eine Tour über die Alpen sehr reizvoll. Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage möglich.

Auf dem Bike mit Trump

Auf solch einer Fahrt wären die Deutschen am liebsten mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin unterwegs. Jeder Vierte gab das an (42 Prozent). Fast jeder Fünfte würde aber eher den Liebsten oder die Liebste zu Hause lassen und sich mit dem Kumpel oder der besten Freundin auf den Weg machen (19 Prozent). Fünf Prozent der Befragten könnten sich für eine Tour mit der gesamten Familie begeistern. 

Mit prominenten Beifahrern möchte hingegen kaum jemand auf große Fahrt gehen. Allenfalls Schlagersängerin Helene Fischer können sich fünf Prozent an ihrer Seite vorstellen. Bemerkenswert: Mit US-Präsident Donald Trump würden immerhin zwei Prozent auf große Fahrt gehen, mit SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ein Prozent – aber niemand mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Kleine Krafträder bevorzugt

Generell schwirrt 40 Prozent der Deutschen der Kauf eines Motorrads im Kopf herum. Feste Pläne haben diesbezüglich bereits sieben Prozent gemacht. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Jahr 2016.
Die deutschen Motorradliebhaber und –interessierten haben als Kaufobjekt dabei eher Roller, Mopeds, Mokicks und Quads als Allrounder und große amerikanische Modelle vor Augen.

Grübelten im Vorjahr noch zehn Prozent der Befragten, ob sie sich ein Quad zulegen, waren es in diesem Jahr 16 Prozent. Auf denselben Wert kommen Motorroller, Mopeds und Mokicks. „Bei Rollern kann man von einer kleinen Renaissance sprechen“, sagt  Jan W. Wagner, Vorstandsvorsitzender der Creditplus Bank.

"Denn im Jahr 2013 wollten noch 27 Prozent der Befragten ein Motorroller, Moped oder Mokick kaufen. Und die Beliebtheit ging stetig zurück." Nach vier Jahren sei nun erstmals wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen. Chopper und Cruiser kommen bei den Deutschen hingegen nicht mehr ganz so gut an: Das Interesse sank im Vergleich zum Vorjahr deutlich – um fünf Prozentpunkte auf elf Prozent. Allrounder und Sporttourer verlieren bei der Kundschaft leicht: Nur noch elf Prozent der Motorrad-Fans würden sich für diese Zweiräder entscheiden. Das bedeutet ein Minus von einem Prozentpunkt.
 
Zur Kreditaufnahme bereit

Die Mehrheit der Deutschen, die sich mit dem Kauf eines Kraftrads beschäftigt, bewegt sich im unteren Preissegment: 86 Prozent der potenziellen Käufer würden nicht mehr als 10.000 Euro ausgeben. Das sind vier Prozentpunkte weniger als im Jahr 2016. Über der 10.000-Euro-Marke finden sich hingegen mehr Interessenten als zwölf Monate zuvor. 2017 wollen acht Prozent der möglichen Käufer 10.000 bis 15.000 Euro ausgeben (2016: sechs Prozent), vier Prozent zwischen 15.000 und 20.000 Euro (2016: zwei Prozent). Die deutschen Motorradfans zeigen also die Tendenz, mehr Geld für ihr Hobby in die Hand zu nehmen. "Die Wirtschaft in Deutschland brummt", sagt Wagner. "Und das wirkt sich positiv auf die Konsumlaune der Verbraucher aus."

Die Bereitschaft, die Anschaffung über einen Kredit zu finanzieren, ist auf dem Niveau des Vorjahres: 43 Prozent der kaufwilligen Biker würden für ein neues Motorrad ein Darlehen aufnehmen. Neun Prozent von ihnen würden es sogar vollständig so finanzieren. Auch dieser Wert ist gemessen am Vorjahr unverändert. dzw

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