Tipps zur häuslichen Mundhygiene

31. März 2015
Tipps zur häuslichen Mundhygiene
Mundspülungen als Teil der täglichen Dreifachprophylaxe

Um einen nachhaltigen Schutz vor Karies und Parodontalerkrankungen zu gewährleisten, ist die Kontrolle des dentalen Biofilms eine wichtige Voraussetzung. Eine grundlegende Rolle spielt die tägliche Dreichfachprophylaxe: Hierbei wird die mechanische Zahnreinigung mithilfe von Zahnbürste und Interdentalbürste oder Zahnseide durch die Anwendung einer antibakteriellen Mundspülung sinnvoll ergänzt, schreibt Johnson & Johnson in einer Presseinfo.

Studien belegen laut Mitteilung, dass die Verwendung von Listerine-Mundspülungen den pathogenen Biofilm reduziert und zur Erhaltung von gesundem Zahnfleisch beiträgt. Obwohl Mundspülungen ein zentraler Bestandteil der täglichen Mundpflegeroutine seien, machten sich viele Patienten die Prophylaxe-Vorteile von Mundspülungen noch nicht zunutze. Dentalexperten könnten über die Wichtigkeit des zusätzlichen Verwendens von Mundspülungen aufklären und ihre Patienten so zu einer verbesserten Pflege des gesamten Mundraums anleiten. Praktische Informationen für die Prophylaxe-Beratung gibt es laut Presseinfo auf www.listerineprofessional.de/initiative-3-fach-prophylaxe.

Zur Kontrolle des dentalen Biofilms und zum Schutz der Patienten vor Karies und Parodontalerkrankungen ist die häusliche Dreifachprophylaxe von zentraler Bedeutung. Die Zahnreinigung mithilfe von Zahnbürste und Interdentalbürste oder Zahnseide bildet die unerlässliche Basis einer gründlichen Mundhygiene. Allerdings erreicht die mechanische Reinigung nicht den gesamten Mundraum, da Zähne nur 25 Prozent des Mundraums ausmachen, darauf weist die in Neuss ansässige deutsche Tochter des global agierenden Konzerns in der Mitteilung hin.

Nach Zähneputzen und Interdentalreinigung sei oftmals noch Plaque vorhanden. Sogar motivierte Patienten könnten schwer zugängliche Bereiche im hinteren Teil des Mundes oder nahe der Zahnfleischlinie verfehlen. Im Rahmen der Prophylaxe-Beratung können Patienten mithilfe folgender Fakten aufgeklärt werden, wie sie die tägliche Pflegeroutine durch die Anwendung einer antibakteriellen Mundspülung optimieren könnten, schlägt der Hersteller vor:

1.  Mundspülungen mit ätherischen Ölen wirkten antibakteriell und verbesserten die Kontrolle des dentalen Biofilms. Antibakterielle Mundspülungen von Listerine unterstützten die tägliche mechanische Biofilmkontrolle und seien einfach in die häusliche Mundhygiene zu integrieren. Die antibakterielle Wirkung von Listerine basiere auf der speziellen Kombination von Inhaltsstoffen, die die bakterielle Zellmembran durchdringen und Bakterien effektiv bekämpfen würden [1]. Die in Listerine-Mundspülungen enthaltenen lipophilen ätherischen Öle (Eukalyptol, Thymol, Menthol und Methylsalizylat) würden den Biofilm durchdringen [2] und die Keimzahl deutlich reduzieren [3]. Werde eine Mundspülung zusammen mit Zahnbürste und Zahnseide angewandt, verringere sie den Plaqueindex signifikant und trage dazu bei, die Entfernung von Plaque durch Zahnbürste und Zahnseide zu verbessern [4].  Eine Studie belegt laut Presseinfo: Bei zweimal täglicher Anwendung von Listerine ging die Plaquebildung innerhalb von sechs Monaten um 56 Prozent zurück und es trat 70 Prozent weniger Zahnfleischbluten auf als bei Personen, die die Mundspülung nicht verwendeten [5]. Eine weitere Untersuchung über sechs Monate habe gezeigt: Auch Zahnbelag, der eine Hauptursache für Zahnfleischentzündungen darstelle, werde durch zweimalig tägliches Spülen mit Listerine um 36 Prozent reduziert [6]. 

2. Mundspülungen mit ätherischen Ölen seien für die dauerhafte und regelmäßige Anwendung geeignet. Entscheidend für eine bedenkenlose Langzeitanwendung seien die Inhaltsstoffe der Mundspülung: Mundspülungen, die den Wirkstoff Chlorhexidin enthielten, könnten bei langfristiger Anwendung zu Verfärbungen im Mundraum führen und seien nur für den zeitlich begrenzten Einsatz geeignet, beispielsweise zur Plaquekontrolle bei akuten Entzündungen. Es sei nicht bekannt, dass Listerine-Mundspülungen mit ätherischen Ölen Zähne oder Zahnfleisch verfärbten – das gelte auch für die Langzeitanwendung. Auch das natürliche Gleichgewicht der Mundflora werde durch das langfristige Spülen mit Listerine nicht beeinträchtigt [7, 8].

3. Für geschmacksensible Patienten gebe es Mundspülungen in alkoholfreier Formulierung. Der von geschmackssensiblen Patienten als zu scharf beurteilte Geschmack mancher Mundspülungen könne sich als Hemmschwelle für die Einbindung in die tägliche Pflegeroutine erweisen. Als Prophylaxe-Alternative für geschmackssensible Patienten sei Listerine Zero entwickelt worden: Die Mundspülung sei nachweislich entschärft im Geschmack und bringe die in Listerine enthaltenen ätherischen Öle ganz ohne Alkohol in eine stabile Lösung. Das Wirkspektrum der Öle bleibe dabei erhalten. Listerine Zero eigne sich daher auch für Patienten, die auf alkoholhaltige Mundspülungen verzichten möchten. Aufgrund ihres hohen Fluoridgehalts (220 ppm; NaF) empfehle sich die Mundspülung für Patienten mit erhöhtem Fluoridierungsbedarf. Auch Kinder ab sechs Jahren könnten die Mundspülung anwenden.

4. Für eine optimale Mundhygiene der Patienten ist kontinuierliche Beratung notwendig. 50 Prozent der Erwachsenen litten trotz der verbesserten Möglichkeiten in der Mundhygiene an Parodontitis [9], ein Anzeichen dafür, dass noch immer Optimierungsbedarf bestehe.

Literatur

1. Ouhayoun J-P. Penetrating the plaque biofilm: impact of essential oil mouthwash. J Clin Periodontol 2003;30(5):10-12.

2. Fine DH et al. Effect of an essential oil containing antiseptic mouthrinse on plaque and salivary streptococcus mutans levels. J Clin Periodontol 2000;27: 157-161.

3. Fine DH et al. Comparative antimicrobial activities of antiseptic mouthrinses against isogenic planktonic and biofilm forms of Actinobacillus actinomycetemcomitans. J Clin Periodontol 2001;28(7):697-700.

4. Sharma N et al. Adjunctive benefit of an essential oil-containing mouthrinse in reducing plaque and gingivitis in patients who brush and floss regularly: a six-month study. JADA 2004;135:496-504.

5. Charles CH, McGuire JA, Sharma NC et al. Comparative efficacy of an antiseptic mouthrinse and an antiplaque/antigingivitis dentrifice. JADA 2001; 132:670-675.

6. Overholser CD et al. Comparative effects of 2 chemotherapeutic mouthrinses on the development of supragingival dental plaque and gingivitis. J Clin Periodontol 1990;17:575-579.

7. Stoeken JE et al. The long-term effect of a mouthrinse containing essential oils on dental plaque and gingivitis: a systematic review. J Clin Periodontol 2007;78:1218-1228.

8. Minah GE et al. Effects of 6 months use of an antiseptic mouthrinse on supragingival dental plaque microflora. J Clin Periodontol 1989;16:347-352.

9. Institut der Deutschen Zahnärzte (Hrsg.). Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV). Deutscher Ärzte-Verlag, 2006:17-21.