Tchibo-Zähne: Zahnarzt trägt allein Verantwortung und entscheidet über Eingliederung

17. Juli 2013
Tchibo-Zähne: Zahnarzt trägt allein Verantwortung und entscheidet über Eingliederung
Zahnersatz ist Vertrauenssache – KZBV-Vorstand Fedderwitz zur ZahnersatzCard bei Tchibo

Auch der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, kommentiert die ZahnersatzCard-Aktion von Tchibo und Novadent: „Zahnersatz ist Vertrauenssache. Die Herstellungskosten von Zahnersatz sind in Südostasien in der Tat deutlich günstiger als in Deutschland. Daher hat sich hier ein Markt entwickelt, auf dem Novadent mit vielen Wettbewerbern konkurriert. Auch eine Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen hat schon Erfahrungen mit preisgünstigem Zahnersatz von ausländischen Laborpartnern gesammelt. Dennoch schätzen die meisten Zahnärzte die vertrauensvolle Kooperation mit einem wohnortnahen Labor höher ein“, so Fedderwitz.

Dr. Jürgen FedderwitzEr weist aber auch auf die medizinisch-fachliche Position und Verantwortung des Zahnarztes hin: „Letztlich trägt der Zahnarzt die volle Verantwortung für den einzugliedernden Zahnersatz – auch für den Teil, der im Labor gefertigt und in die Praxis geliefert wird. Denn allein der Zahnarzt entscheidet, ob der angelieferte Zahnersatz eingesetzt werden kann. Auch kann kein Zahnarzt verpflichtet werden, mit Novadent oder einem anderen Anbieter zu kooperieren“, so Fedderwitz. Diese Verantwortung erkläre, warum Zahnärzte häufig über viele Jahre in gewachsenen Strukturen mit ihren Laborpartnern zusammenarbeiteten. „Die Kolleginnen und Kollegen wissen, je individueller und komplexer die prothetische Versorgung ausfällt, desto sinnvoller ist die qualitätsgesicherte und wohnortnahe Fertigung durch ein praxisnahes Labor“, so der KZBV-Chef.

Foto: KZBV/Fedderwitz

 


Kommentar von Dr. Marion Marschall:

Wer als Zahnärztin oder Zahnarzt nur oder überwiegend mit deutschen Laboren arbeitet, muss dafür bei den Patienten mitunter Überzeugungsarbeit leisten. Hinweise, wie man vorgehen und argumentieren kann, hat der Dortmunder Zahnarzt Sebastian Knop in einem Beitrag für den Informationsdienst "Privatliquidation aktuell" des IWW Instituts und Verlags zusammengestellt. Zu finden (frei zugänglich) unter http://www.iww.de/pa/recht/zahnersatz-aus-meisterhand-ueberzeugen-sie-ihre-patienten-von-zahnersatz-made-in-germany-n67823


 

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