Chance Praxis - Das Fachmagazin für Praxisgründer

25. November 2010 |  DigitalMedia

Medizinische Fachwelt setzt auf Web 2.0 sowie auf Social Media

Umfrage zeigt: Medizinische Fort- und Weiterbildung wird online geplant –

 

Die Wefra-Werbeagentur Frankfurt hat die neue interaktive Fach-Community zur medizinischen Fort- und Weiterbildung www.my-medical-education.com gelauncht – mit zahlreichen neuen Funktionen, Tools und Services. In die entsprechenden Bahnen gelenkt wurde der Launch durch eine Online-Umfrage unter 206 Allgemeinmedizinern und Fachärzten, denn: „Für uns stellte sich die Frage, welche Erwartungen, Bedürfnisse und Anforderungen haben die User im Social-Media-Zeitalter ?“, erklärt Matthias Haack, geschäftsführender Gesellschafter der Wefra.

Bei der Recherche und Auswahl geeigneter Fortbildungen und Kongresse spielen fachlich-inhaltliche Aspekte die größte Rolle.

Das Internet wird auch für Ärzte immer bedeutender: Mehr als 80 Prozent aller Ärzte suchen aktiv im Web nach passenden Fortbildungsveranstaltungen, so ein Ergebnis der Umfrage. Neben Google sowie den Homepages von Fachgesellschaften und Ärztekammern (beide ca. 60 Prozent) nannten 38 Prozent der Befragten vor allem fachspezifische Portale wie www.my-medical-educa tion.com beziehungsweise die Vorgänger-Plattform www.medizinische-kongresse.de als präferierte Informationsquellen.

Bei der Recherche und Auswahl geeigneter Fortbildungen und Kongresse spielen vornehmlich fachlich-inhaltliche Aspekte eine Rolle: Neben dem medizinischen Fachgebiet (35 Prozent) suchen rund 32 Prozent der Befragten auch nach bestimmten Themen, für die sie sich besonders stark interessieren. Aber auch die regionale Recherche nach Veranstaltungsorten (18 Prozent) oder Veranstaltungen innerhalb bestimmter Zeitfenster (16,5 Prozent) sind von Bedeutung.
Hohe Anforderungen bestehen ebenso an die von den Portalen bereitgestellten Informationen: Neben einem detaillierten Programm (78,2 Prozent) und Angaben zu CME-Punkten (42 Prozent) begrüßen rund 35 Prozent der Befragten Abstracts, Präsentationsslides und Hintergrundinformationen zu Veranstaltungen zum anschließenden Download. Die hinterlegten Informationen sollten, so die Befragten, möglichst gut strukturiert, übersichtlich und informativ sein. Auch die organisatorische Planung sollte möglichst unkompliziert sein: Rund zwei Drittel der Ärzte wünschen sich Anmeldeformulare zum Download. Etwa 33 Prozent befürworten die Unterstützung bei Hotelrecherche und -buchung sowie Auskünfte zur Anreise durch das Portal.

Personal Relations: Ärzte setzen auf Informations- und Meinungsaustausch


„Die Online-Umfrage hat uns gezeigt, dass bei der Organisation und Realisierung medizinischer Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen die Vernetzung und Kommunikation der User untereinander im Social-Media-Zeitalter immer mehr an Bedeutung gewinnt“, erläutert Haack. Die Umfrage-Ergebnisse bestätigen: Besonders hoch im Kurs sind auch bei den Ärzten klassische Community-Module wie Facebook und XING, die einen intensiven Meinungs- und Informationsaustausch ermöglichen.

Etwa 57 Prozent der Ärzte stimmen sich schon bei der Planung ihrer individuellen Fortbildungsmaßnahmen im Vorfeld mit Kollegen ab. So würden 44 Prozent gerne von einer Weiterempfehlungsfunktion Gebrauch machen. Ebenfalls als sehr hilfreich befinden 54 Prozent der Befragten die Möglichkeit, Veranstaltungen zu bewerten. In diesem Sinne betont Haack: „Wir haben die Services auf unserem medizinischen Fachportal noch stärker in Richtung Social Network ausgebaut, da Personal Relations auch in der Fachkommunikation ein entscheidender Draht zur Zielgruppe sind.“

Laut Umfrage von www.my-medical-education.com besäßen etwa 38 Prozent ein SmartPhone, 75 Prozent ließen sich von einem Navigationssystem steuern, und 25 beziehungsweise 30 Prozent seien Mitglied bei XING oder Facebook. „Und das nicht etwa nur in der jüngeren, als besonders internetaffin antizipierten Kollegengruppe“, so Haack weiter: 82 Prozent der befragten Ärzte seien zwischen 40 und 69 Jahre alt.    

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