
Webbaukästen ja – aber bitte für Zahnärzte
Wer heute einem Zahnarzt noch Standardwebbaukästen empfiehlt, der glaubt sicher auch noch an den Erfolg von Edelstahl- oder Blattimplantaten. Eigentlich sollte jedem klar sein, dass inhaltslose Webseiten von Allroundern tabu sind. Es gibt jedoch noch aktuelle Veröffentlichungen für die Zahnärzteschaft, in denen genau diese Lösung – eine Standardhomepage „ohne komplexe Seitenstrukturen“ – vorgeschlagen wird.
Wenn ein Fachmedium für Zahnärzte den Sinn von Spezialangeboten – eben speziell für Zahnärzte – nicht versteht, oder diese Angebote nicht kennt, ist das bedenklich. Wenn jedoch vorschnell auch Marketingempfehlungen ausgesprochen werden, kann dies für die Praxisstrategie gefährlich und für das Praxisimage schädlich werden.
Das darf nicht passieren: Die Empfehlung, mit Standardwebbaukästen für Jedermann zu arbeiten, reduziert die Zahnarztpraxis auf Gewerbeniveau. Das wird dem Anspruch der Zahnmedizin in keiner Weise gerecht! Für die Komplexität moderner Zahnheilkunde sind nur komplexe, individuell auf das Leistungsportfolio einer Zahnarztpraxis zugeschnittene Homepages angemessen.
Patienten sind keine Dummies
Soll ein Zahnarzt sich wirklich seinen Praxisauftritt mit dem gleichen Webbaukasten gestalten, mit dem das Nagelstudio, die Sonnenbank oder der Pizzaservice online sind? Diese Baukastenhomepage wird mit Allgemeinplätzen glänzen. Ihnen fehlt detaillierte, zahnmedizinische Kenntnis. Dementsprechend gehen Texte völlig an der Relevanz informationssuchender Patienten vorbei. Welche Inhalte, Seitenstrukturen oder Bildmaterialien soll ein Zahnarzt in einem Standardsystem (für die Kosmetikerin bis hin zum Metzger) zu Themen wie Sinuslift, Parodontologie oder 3-D-Diagnosik erwarten?
Besser beraten sein
Die Wahl eines exakt auf die Belange der Zahnheilkunde zugeschnittenen Systems ist die bessere Empfehlung. Wenn Sie wissen möchten, ob ein Webseiten-Anbieter Sie im World Wide Web wirkungsvoll unterstützen kann, prüfen Sie doch einfach, ob sein Webbaukasten in diesem auftaucht. Geben Sie bei Google die beiden Suchbegriffe „Webbaukasten Zahnarzt“ ein. Wer auf der ersten Seite erscheint, ist vielversprechend.
Webbaukästen, deren Inhalte speziell auf die einzelnen Fachgebiete zugeschnitten sind: Zahnheilkunde (www.dentisthost.de, www.zfv-online.de), Oralchirurgie (www.oralchirurgiehost.de), Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (www.mkghost.de). Einige Dentalhersteller arbeiten in ihren Serviceprogrammen mit eigenen Systemen. So bietet Straumann für jedes Fachgebiet – Zahnärzte/Chirurgen und Techniker – mit www. dentalpilot.de eine Homepage mit mehr als 120 Designvarianten mit bis zu 82 Seiten zur freien Auswahl.
Patienten erreichen
Fakt ist: Nur gute Homepages führen Patienten in die eigene Praxis. Auch die Homepage des Webbaukastens muss auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten sein, emotional ansprechen und vertrauenerweckend wirken. Sie soll Angst vor einem zahnmedizinischen Eingriff nehmen und die Vorteile einer Behandlung verdeutlichen. Was müssen Webbaukästen leisten, um eine Erfolgsgarantie im World Wide Web versprechen zu können?
Erfolgskriterien eines Websystems
Wie sieht das Endergebnis, die Homepage aus? Die Homepage soll die Positionierung der Praxis unterstützen, das Leistungsportfolio vorstellen und Patienten zur Kontaktaufnahme motivieren. Verständliche Navigationsstruktur, überzeugendes Design sollten selbstverständlich sein. Nur wenn die Homepage Patienten mit einer hochwertigen Gestaltung anspricht und relevante Informationen liefert, ist der Internetauftritt erfolgreich. Zeitgemäß ist die Möglichkeit einer barrierefreien Darstellung der Homepage.
Welche Materialien – verschiedene Texte, Bilder – werden angeboten? Die angebotenen Texte (zu allen Themen der Zahnmedizin) müssen patientengerecht formuliert sein. Zwingend ist ein Bildarchiv mit indikationsspezifischen Bildern und Illustrationen. Fehlen in einem Baukasten diese Texte und das Bildmaterial, mit dem die Leistungen der modernen Zahnheilkunde visualisiert werden, verschwenden Sie Ihre Zeit. Nur Webbaukästen mit patientengerechtem, vollständigem Bildarchiv, mit erklärenden Illustrationen und ästhetisch ansprechenden Bildern ermöglichen eine ansprechende Gestaltung. Ein Manko des Standardwebbaukastens: Es fehlt inhaltlich das zahnmedizinische Know-how. Erfahrungsgemäß wird das Arbeiten mit solch einem Webbaukasten zu einer langwierigen Prozedur. Patientenspezifisches Formulieren kostet wertvolle Zeit. Besser ist, ein Webbaukasten liefert zu jedem Fachgebiet zwei Textvorschläge, und der Nutzer hat im Bedarfsfall die Möglichkeit, diese zu verändern oder zusätzlich mit eigenen Texten arbeiten zu können. Ein virtueller Praxisrundgang, eine animierte Behandler- und Teamvorstellung sind ebenso selbstverständlich wie die Google-Maps-Anbindung und die eigene Top-Level-Domain beziehungsweise eigene E-Mail-Adresse.
Welcher Service wird Ihnen angeboten? Kostenfreie Beratung und telefonische Betreuung, Rückrufservice, keine kostenpflichtigen Telefonnummern, kein langes Aufhalten in Warteschleifen, kostenfreie Bildbearbeitung: Wer diesen Service bietet, ist ein geeigneter Kandidat. Bilder und Logos müssen vom Webanbieter/Baukasten kostenfrei überarbeitet und für den Onlineauftritt optimiert werden. Gute Websysteme bieten flexible Hilfe bei der Formulierung der Texte und bei der Bildauswahl. Ein besonderer Service einiger Websysteme ist der kostenlose Bezug von redaktionell geprüften Veröffentlichungen/News auf der Homepage. Ein Webbaukasten muss über frei definierbare Navigationsbereiche verfügen, um Alleinstellungsmerkmale der Praxis aufführen zu können. Die speziellen Websysteme für Zahnärzte bieten eine kostenfreie Unterstützung bei der Pflege und der Implementierung dieser individuellen Besonderheiten.
Wie können Sie mit dem System umgehen? Gestaltung ohne Programmierkenntnisse: Auch als „normaler“ Computernutzer sollen Sie alle Möglichkeiten des Baukastens nutzen können. Einfache Funktionalität und Handhabung sind Voraussetzung, um die Homepage flexibel auf die individuellen Leistungen der Praxis anzupassen. Sie sollten aus unterschiedlichen, hochwertigen Designvarianten ein für Sie passendes Layout auswählen und dies auch farblich auf Ihre Praxis anpassen können. Texte und ganze Themenblöcke müssen verändert sowie Navigationsbereiche entsprechend ihrer Bedeutung verschoben werden können.
Suchmaschinenoptimierung: Standardwebbaukästen sind Alleskönner, die an der Oberfläche kratzen. Für die Zahnheilkunde entwickelte Websysteme sind in der Regel suchmaschinenoptimiert und verfügen über vordefinierte, variable Keywords zur Zahnmedizin. Bei diesen Websystemen lassen sich ein Google Verify Tag und eine Description einfügen. Sie ermöglichen erfahrenen Nutzern, einen Code in den Bodybereich und Headerbereich zu hinterlegen.
Herbert Kogel, Aachen
(Artikel gekürzt)
Den vollständigen Artikel lesen Sie in der DZW 25/11 auf Seite 16.
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