Chance Praxis - Das Fachmagazin für Praxisgründer

30. März 2011 |  DigitalMedia

Günstig surfen – auch unterwegs

Mit den neuen Smartphones macht das Surfen Spaß: Tausende Apps, viele Spielereien und auch nützliche Infos locken. Doch oft vergeht die Freude am neuen Handy, wenn die erste Rechnung kommt. Mit günstigen Handy-Flatrates ab 7,50 Euro bleibt der Spaß beim Surfen erhalten. Das Magazin test hat solche Daten-Flatrates getestet.

Mit einem alten, teuren Volumentarif müssen Handy-Surfer richtig zahlen: etwa 19 Euro für nur ein übertragenes Megabyte! Wer mit Spaß und Ausdauer die neuen Möglichkeiten des Handys ausprobieren möchte, sollte eine Flatrate buchen. Der Vorteil: Er tappt nicht in die Kostenfalle. Mit einer Flatrate können Nutzer so oft und lange ins Netz wie sie wollen. Für Spontansurfer gibt es Flatrates, die tages- und wochenweise buchbar sind, für Vielsurfer lohnen sich Monatsflats.
Die Flatrates sind in zwei Versionen zu haben: als Kombitarif, der Telefonieren und Surfen abdeckt, oder als Datenoption fürs Internet, die zum bestehenden Handysprachtarif hinzugebucht wird. Wer zusätzlich zum Tarif von discoplus die Internet-Flatrate abschließt, kann schon für 7,50 Euro im Monat telefonieren und surfen. Bei Fonic, freenetMobile, klarmobil, Tchibo, absolute mobil, Base, Conrad und O2 gibt es das Surfvergnügen für rund zehn Euro.

Tarife mit eingebauter Bremse

Doch Vorsicht: Die Bezeichnung Flatrates ist irreführend. Die Anbieter setzen der versprochenen Freiheit Grenzen. So drosseln sie das Tempo der Internetverbindung nach einem bestimmten Datenvolumen. Bei manchen ist schon nach 200 Megabyte Schluss mit dem schnellen Netz. Dann geht es den Rest des Monats nur noch im Schneckentempo ins Netz – mit einer Datenrate bis zu 54 Kilobit pro Sekunde. Damit lassen sich dann zwar noch E-Mails lesen und einfache Internetseiten ansehen, Videos anschauen ist so aber kaum noch möglich.

Wer größere Datenmengen verbraucht und ausdauernd das Internet nutzt, der sollte deshalb tiefer in den Geldbeutel greifen. Aldi Talk für knapp 15 Euro und blau.de für knapp 20 Euro drosseln die Geschwindigkeit erst ab einem Datenvolumen von fünf Gigabyte. Auch bei den Laufzeiten unterscheiden sich die Flatrates: Während Kunden sich bei manchen Tarifen nur für einen Monat binden, sind es bei absolut mobil, Base T-Mobile/iPhone und Vodafone zwei Jahre.

Kostenfalle Ausland

Die Flatrates gelten auch nur innerhalb Deutschlands, im Ausland kann telefonieren und surfen mit einem deutschen Tarif deshalb richtig teuer werden. In Extremfällen erhielten Kunden nach ihrem Urlaub astronomisch hohe Rechnungen im fünfstelligen Bereich. Die EU hat dem nun einen Riegel vorgeschoben. Für Reisende ins EU-Ausland greift seit zwei Monaten automatisch eine Schutzfunktion. Mehr als 59,50 Euro dürfen die Anbieter nicht mehr für die Internetverbindungen kassieren. Nur wenn Kunden vorher zustimmen, darf weiter gesendet werden. Ansonsten müssen die Anbieter sie informieren, sobald 80 Prozent des Limits erreicht sind. Bei 100 Prozent wird die Verbindung dann gekappt. Da die Preise für Datendienste selbst aber nicht reguliert sind, können Kunden die knapp 60 Euro schon erreichen, indem sie nur ein paar Urlaubfotos versenden.    

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