
„Kollegialität“ im Blickpunkt
„Silberne Ehrennadel“ der Bundeszahnärztekammer an Dr. Friedrich-Karl Noack –
Ein schönes Zusammentreffen wie dieses ist selten in der Zahnmedizin: Professor Dr. Michael Noack (Köln) war einer der beiden wissenschaftlichen Leiter des 24. Berliner Zahnärztetages am 15. und 16. Januar in Berlin, in dessen Rahmen sein Vater, Dr. Friedrich-Karl Noack, mit der Silbernen Ehrennadel der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) ausgezeichnet wurde. Überreicht wurde die Ehrennadel durch den Präsidenten der BZÄK, Dr. Peter Engel. Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer (ZÄK) Berlin, der diese Ehrung vorgeschlagen hatte, hielt die Laudatio.
Viele Gespräche und persönliche Erfahrungen des Vorstands der ZÄK Berlin zum Thema „Kollegialität“ waren Auslöser für die Ehrung. So soll die diesjährige Auszeichnung die heute von Wettbewerbsentwicklungen in Praxis und Hochschule belasteten Zahnärztinnen und Zahnärzte an die Bedeutung der Kollegialität und die Inhalte des Genfer Gelöbnisses als Grundpfeiler der Berufsausübung in freiberuflicher zahnärztlicher Tätigkeit erinnern.
Bei den Überlegungen der ZÄK Berlin, wer „Kollegialität“ am vorbildlichsten repräsentiere, gab es im Vorstand spontan Einigkeit: „Das kam wie aus einem Munde: Kalli Noack!“
Viele Vorstandsmitglieder konnten hier auch eigene Erfahrungen beitragen, denn sie hatten Noack selbst an der Klink während ihrer Ausbildung erlebt. Schmiedel betonte: „Er ist ausnahmslos allen, die bei ihm lernen durften, mit Freundlichkeit, Achtung und – man höre – mit Respekt begegnet“, er habe nie den „Oberlehrer markiert, nie hat er einen Studenten spüren lassen, dass dieser ihm nicht das Wasser reichen kann.“
Vieles an dieser seiner Haltung solle in Erinnerung gerufen werden, weil dies auch heute noch gelte: „Er war sich stets bewusst, dass er es mit Kolleginnen und Kollegen zu tun hatte – und den Ausspruch ‚man sieht sich immer zweimal im Leben‘ hat er beherzigt. Ein Mensch mit Herz eben.“ Geprägt sei diese innere Einstellung von Noack durch das Genfer Gelöbnis, welches er unablässig verinnerlicht und eingehalten habe, er habe „unseren Berufsstand auf diesem seinen Wege in vorbildlicher Weise nach innen und außen vertreten“.
Die Auszeichnung erfolge somit für langjähriges vorbildliches Wirken und auch vorbildliches Verhalten für das Ansehen des zahnärztlichen Berufsstands. „Alle, die wir hier versammelt sind“, so Schmiedel, „erfahren tagtäglich, dass in den rauen Zeiten schwieriger werdender Verteilungskämpfe die Kollegialität mehr und mehr auf der Strecke zu bleiben scheint, nein: bleibt.
Es ist bestimmt kein Zufall, und es sei der Bundeszahnärztekammer und ihrem Präsidenten Dr. Peter Engel gedankt, dass wir zurzeit intensive Überlegungen zur Entwicklung eines neuen ethischen Kodex oder Wertekanons anstellen, um unserem Berufsstand nach innen und in der breiten Öffentlichkeit wieder das Ansehen zu verschaffen, welches er wahrlich verdient hat! Und so bringe ich meine unerschütterliche Hoffnung zum Ausdruck, dass Menschen beziehungsweise Kollegen vom Schlage eines Kalli Noack eben nicht zu einer aussterbenden Spezies gehören.“
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