
PKV will mit Ärzten direkt verhandeln
Der Vorsitzende des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV), Reinhold Schulte, fordert im Nachrichtenmagazin Focus in dieser Woche das Recht, wie die gesetzlichen Krankenkassen direkt mit den Leistungserbringern verhandeln zu können: „Wir brauchen vom Gesetzgeber dringend das Mandat, sowohl mit Ärzteverbänden als auch mit der Pharmaindustrie direkt verhandeln zu dürfen, wie das bei gesetzlichen Kassen üblich ist“, so Schulte.
Vereinbarungen über exakte Qualitätsmaßstäbe wirkten sich am Ende günstig auf die Kosten aus.
Schulte kündigte zudem an, dass man PKV-Versicherte intensiver bei der Auswahl von Medizinern beraten wolle. „Wenn uns ein Versicherter anruft und einen guten Arzt sucht, nennen wir ihm mehrere Adressen. Das werden wir noch verstärken und dafür werben. Wir wollen aber niemandem vorschreiben, welchen Arzt er aufsuchen soll“, so Schulte im Focus. Der Versicherte behalte die freie Auswahl.
Schulte beklagte erneut, dass Ärzte über die PKV Verluste bei den gesetzlichen Kassen ausglichen. „Das ist ein nicht hinnehmbarer Zustand, den wir ohne Änderungen durch den Gesetzgeber nicht in den Griff bekommen.“ Sinkende Beiträge sieht Schulte aber auch damit nicht. Die Deutschen würden immer älter und diese längere Lebenserwartung koste eben Geld.
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