
Mehr Geld für Prophylaxe und Behindertenbehandlung in Vollnarkose
Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin (KZV Berlin) und die AOK Nordost stärken gemeinsam die zahnmedizinische Versorgung für Kinder. Die AOK Nordost stellt dafür ab diesem Jahr zusätzliche Finanzmittel für die Behandlung von Kindern bis zum 12. Lebensjahr zur Verfügung. Außerdem wird die Versorgung behinderter Menschen in Vollnarkose verbessert, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
„Mit sechs Jahren bekommen Kinder ihre ersten bleibenden Zähne. Was hier bei der Pflege versäumt wird, wirkt sich auf das gesamte künftige Leben aus. Deswegen muss besonders die Zahngesundheit dieser Altersgruppe gefördert werden“, sagt Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungsmanagement bei der Gesundheitskasse. „Ab 2011 stellen wir dafür einen erheblichen Mehrbeitrag in der Gesamtvergütung für die Berliner Zahnärztinnen und Zahnärzte zur Verfügung.“
„Wir freuen uns sehr, dass die AOK Nordost das möglich macht, denn viele Zahnerkrankungen sind durch kontinuierliche Vorsorge vermeidbar“, betont der Vorsitzende des Vorstands der KZV Berlin, Dr. Jörg-Peter Husemann. „Für die jungen Versicherten der AOK Nordost können Zahnärztinnen und Zahnärzte die erforderlichen Leistungen unter Berücksichtigung einer angemessenen Honorierung erbringen.“
Nach AOK-Angaben können Kinder im Alter vom 30. Lebensmonat bis zum 17. Lebensjahr Prophylaxemaßnahmen auf Kosten der Krankenkasse in Anspruch nehmen. Dazu gehören beispielsweise Früherkennungsuntersuchungen, die Fluoridierung der Zähne oder eine Anleitung für die richtige Putz- und Pflegetechnik.
Auch die Betreuung von AOK-versicherten Behinderten in Vollnarkose wird ab diesem Jahr stärker gefördert. „Damit können wir uns intensiver um die Betreuung von Behinderten kümmern“, so Dr. Jörg-Peter Husemann. Zurzeit wird laut KZV Berlin in 26 Zahnarztpraxen und verschiedenen Krankenhäusern in Berlin die Behandlung von Behinderten unter Vollnarkose durchgeführt.
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