
Herausragender Einsatz in der Kinderzahnheilkunde
Ein Lebenswerk, das aller Ehren wert ist: Prof. Dr. Klaus Pieper hat Herausragendes für die Kinderzahnheilkunde in Deutschland geleistet – das belegen eindrucksvoll mehrere hundert Publikationen, Buchbeiträge, Monographien, Poster und wissenschaftliche Vorträge in mehr als 35 Berufsjahren.
Nach diversen Auszeichnungen erhielt er jetzt mit der Tholuck-Medaille 2011 des Vereins für Zahnhygiene e.V. (VfZ) eine besondere Ehrung für seinen außerordentlichen Einsatz. „Professor Pieper zählt zu den ganz Großen in der Kinderzahnheilkunde. Seine Leistung für die Mundgesundheit in Deutschland ist enorm und kann kaum hoch genug eingeschätzt werden“, betonte VfZ-Geschäftsführer Dr. Matthias Lehr bei der Ehrung im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung der LAGZ Bayern am 4. November 2011 im Kloster Irsee.
Als Direktor der Abteilung Kinderzahnheilkunde im Medizinischen Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Philipps-Universität Marburg ist der Preisträger bis heute engagiert. Bereits seit Beginn seiner Tätigkeit Mitte der 1970er-Jahre forscht, lehrt und veröffentlicht Pieper mit weitreichender Wirkung: 93 Publikationen, 29 Buchbeiträge, 11 Monographien und mehr als 150 wissenschaftliche Poster und Vorträge dokumentieren seinen unermüdlichen Einsatz. Mit seinen Arbeitsgruppen führte er wichtige Forschungen durch und plante Prophylaxekonzepte mit nachhaltigem Vorbildcharakter.
Zu den Schwerpunkten seiner wissenschaftlichen Arbeit zählen neben der Entwicklung und Evaluation von Präventionsprogrammen und neuen Diagnoseverfahren in der Kariologie umfassende epidemiologische Studien zur Mundgesundheit, Langzeituntersuchungen über Füllungsmaterialien sowie die Versorgungsforschung in der Kinderzahnheilkunde. Dabei legte Pieper gezielt das Augenmerk auf die Karies- und Gingivitisprophylaxe in Risikogruppen etwa bei behinderten oder sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Seine aktive Mitgliedschaft in vielen Fachgesellschaften macht die enorme Bandbreite seines beruflichen Schaffens komplett. Mehrere seiner Arbeiten wurden mit renommierten Auszeichnungen und Preisen gewürdigt.
Mit der Tholuck-Medaille erhielt er eine besonders anerkannte Ehrung. Sie ist nach dem Frankfurter Obermedizinalrat in Ruhe Dr. Hans-Joachim Tholuck benannt. Verliehen wird sie seit 1973 an Persönlichkeiten, die sich um die zahngesundheitliche Aufklärung und Erziehung verdient gemacht haben. Der Jury gehören Vertreter des Arbeitskreises Zahnmedizinische Information, der Bundeszahnärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, des Bundesverbands der Zahnärzte, des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege und des Vereins für Zahnhygiene an.
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