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17. Oktober 2011 |  letzte Meldung

Der Anfang vom Ende

Nachdem die BKK vor Ort ihr Fusionsangebot an die BKK für Heilberufe (Düsseldorf) am 7. Oktober 2011 überraschend zurückgezogen hatte (die DZW berichtete) und es zunächst hieß, die BKK für Heilberufe werde „kurzfristig weitere Optionen prüfen“, hat der BKK-Bundesverband jetzt das Anhörungsverfahren zur Schließung der BKK eingeleitet, so die Ärzte Zeitung am vergangenen Freitag.

Damit habe für die Rettung der Kasse eine zweiwöchige Frist begonnen, innerhalb derer ein möglicher Fusionspartner gefunden werden muss. Zuletzt hatte die AOK Rheinland/Hamburg Interesse an einer Vereinigung signalisiert. Der Geschäftsführer des BKK Bundesverbands, Heinz Kaltenbach, bestätigte laut Ärzte Zeitung, dass parallel zum Schließungsverfahren Fusionsverhandlungen mit der AOK geführt werden sollen. Eine Kassenschließung halte er jedoch für die sinnvollste Lösung, denn die BKK für Heilberufe sei „nicht mehr überlebensfähig“. Die Schließung, über die das Bundesversicherungsamt entscheidet, solle „so schnell wie möglich“ abgewickelt werden.

Vonseiten der betroffenen BKK hieß es, für die Kundinnen und Kunden bestehe kein unmittelbarer Handlungsbedarf, denn bei einer Fusion würde die Mitgliedschaft automatisch in die neue Kasse übergehen. „Bei einer Schließung ist eine Kündigung bei der BKK für Heilberufe nicht erforderlich.

Die Mitgliedschaft endet dann automatisch mit dem Schließungstag. Die Mitglieder können von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und zum Folgetag nach der Schließung eine neue Krankenkasse wählen. Jede geöffnete gesetzliche Krankenkasse wird ohne Wenn und Aber die Mitgliedschaft durchführen“, so Ulrich Rosendahl, Unternehmenssprecher der BKK für Heilberufe vergangene Woche.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach geht allerdings davon aus, dass es für Versicherte der insolventen BKK für Heilberufe zu Schwierigkeiten beim Kassenwechsel kommen wird. „Das wird nicht problemlos laufen“, sagte Lauterbach der Saarbrücker Zeitung. „Bei den aufnehmenden Kassen wird es wieder so sein, dass man sich zuerst darum bemüht, die Jungen und Gesunden zu versichern“, kritisierte Lauterbach in der Saarbrücker Zeitung. Zuletzt würden die Älteren und Kranken versichert.

Mit seiner Kritik widersprach Lauterbach auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), der den Betroffenen der insolventen BKK für Heilberufe einen reibungslosen Wechsel zugesichert hatte.

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