
Zahnarztpatienten bewerten ihre Ärzte besonders gut
Patientenzufriedenheit in Bayern und Saarland besonders hoch –
Die deutschen Zahnärzte haben die zufriedensten Patienten. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Patientenbarometers 1/2012 des Arztempfehlungsportals Jameda (München). Zahnärzte erhalten von den Patienten auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 die Durchschnittsnote 1,4 und liegen damit im Ärzte-Ranking auf Platz 1.
87 Prozent der Zahnarztpatienten sind sehr zufrieden mit der Qualität der Behandlung, heißt es. Das deckt sich mit den Ergebnissen der Studie, die das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) vor kurzem mit dem Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt hat (siehe DZW 4/12).
Die Hausärzte belegen in der Umfrage des Portals mit einer Durchschnittsbewertung von 1,6 den zweiten Platz. Schlusslicht in der Patientenzufriedenheit bilden die Hautärzte. Sie schneiden mit einer Durchschnittsnote von 2,4 um eine ganze Note schlechter als die Zahnärzte ab. Nur 57 Prozent der Hautarztpatienten geben die Note „Sehr gut“ für die Zufriedenheit mit der Behandlung.
Im Bundesländervergleich liegt Bayern an erster Stelle der Befragung. Hier sind die Patienten besonders zufrieden und beurteilen ihre Ärzte im Durchschnitt mit einer 1,66. Die saarländischen Ärzte sind den Bayern dicht auf den Fersen: Sie erhalten von ihren Patienten eine 1,69. Den letzten Platz im Bundesländer-Ranking belegen die Ärzte in Bremen mit einer Patientenbewertung von 1,95 im Mittelwert.
Sehr erfreulich zeigt sich laut Jameda die Gesamttendenz der Patientenzufriedenheit in Deutschland: Die deutschen Ärzte erhalten im Durchschnitt eine 1,78 von den Patienten. Etwas schlechter als die Gesamtbeurteilung fällt das Urteil der Patienten zu den Wartezeiten aus. Während die Wartezeit auf einen Termin noch insgesamt ein „Gut“ erhält, wird die Wartezeit im Wartezimmer mit einer 2,5 nahe eines „Befriedigend“ bewertet. Besonders unzufrieden mit den Wartezeiten beim Arzt sind Thüringens Patienten. Sie geben eine deutlich unterdurchschnittliche 2,6.
Auch eine Analyse der Bewertungen im Empfehlungspool der Stiftung Gesundheit (Hamburg) brachte insgesamt gute Bewertungsnoten für die Mediziner. Die Patienten in Deutschland seien mit ihren Ärzten zufrieden. Rund 80 Prozent der Nutzer geben die Schulnote Eins oder Zwei zu der Frage: „Würden Sie die Praxis weiterempfehlen?“
Vor allem Frauen bewerteten Arztpraxen, so die Analyse: Rund drei Viertel der User sind weiblich. Dabei geben Männer tendenziell sogar noch bessere Noten: 68,2 Prozent benoten ihre Praxis mit einer Eins, 18,9 Prozent mit einer Zwei. Die Schulnote Sechs vergeben nur 2,8 Prozent der männlichen Nutzer.
Privatversicherte seien im Empfehlungspool im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung leicht überrepräsentiert, mehr als 80 Prozent der Nutzer seien gesetzlich versichert, etwa 20 Prozent privat. Der Gesamtanteil der Privatversicherten in Deutschland liegt bei circa 10 Prozent.
Der Empfehlungspool wurde 2008 von der Stiftung Gesundheit gegründet. Teilnehmende Krankenversicherer und Gesundheitsportale nutzen die Arztbewertungen ihrer User gemeinsam. Zum Empfehlungspool gehören unter anderen der vdek-Arztlotse des Verbands der Ersatzkassen, die DAK Gesundheit, die KKH-Allianz, der BKK Bundesverband, Onmeda.de, Netdoktor.de, Topmedic.de sowie die Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit (www.arzt-auskunft.de).
Das Jameda-Patientenbarometer erhebt jedes Quartal die Stimmung der Patienten in Deutschland. Nach Angaben des Unternehmens suchen zwei Millionen Patienten monatlich auf dem Portal www.jameda.de nach einem Arzt und nutzen dafür die Empfehlungen anderer Patienten, die von den Ärzten bereitgestellten Informationen sowie zahlreiche Filtermöglichkeiten. Datenbasis seien derzeit bundesweit rund 250.000 Ärzte. Das Portal ist eine 100-prozentige Tochter der börsennotierten Tomorrow Focus AG mit Hubert Burda Media als Hauptaktionär.
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