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18. Januar 2012 |  Politik aktuell

GOZ-Kommentierung breit aufstellen

Dr. von Lennep, ZA eG, zu Plänen der BZÄK für einen „Kommentar der Deutschen Zahnärzteschaft“ –

 

Der von der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) Ende November veröffentlichte Kommentar zur GOZ 2012 soll in Zusammenarbeit mit den Landeszahnärztekammern weiterentwickelt werden, wie adp-medien meldet.

Hierzu plane die BZÄK die Einberufung einer Koordinierungskonferenz der GOZ-Referenten der Zahnärztekammern für Mitte Februar. „Ziel sei es – so der Wortlaut in einem BZÄK-Schreiben vom 12. Januar 2012 – die vorliegende Ausarbeitung in einen ‚Kommentar der Deutschen Zahnärzteschaft‘ zu überführen. Eine Einbindung von Berufsverbänden oder zahnärztlichen Genossenschaften in diesen Prozess ist offenbar nicht vorgesehen“, berichtet adp-medien.

Dr. Daniel von Lennep, Vorstandsmitglied der ZA – Zahnärztliche Abrechungsgenossenschaft eG, kritisiert ebendort diesen geplanten Weg: Um einen „Kommentar der deutschen Zahnärzteschaft“ aufzulegen, sollte berücksichtigt werden, dass die tägliche Anwendung der GOZ und die Auseinandersetzung mit den Kostenerstattern in besonders großer Frequenz auch in der ZA stattfindet, so von Lennep.

„Wenn wir eine Abrechnungsempfehlung geben, stehen wir in der Pflicht, sie auch gegebenenfalls gegen die Kostenerstatter durchzusetzen. Im Vergleich dazu sind die Kammern wie die Priester, die von der Ehe reden: zölibatäre Theoretiker.“

Es wäre fatal, so von Lennep, wenn die BZÄK bei der Fortschreibung ihres Kommentars auf dieses Erfahrungswissen und diese Kompetenz verzichten würde.

Er verwies dabei auf Nordrhein, wo eine enge Abstimmung von Körperschaften,  Verbänden und Abrechnungsgenossenschaft bereits gelebt werde. Von Lennep: „Dieses Modell sollte bundesweit Schule machen. Im Interesse der gesamten deutschen Zahnärzteschaft.“

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