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30. August 2010 |  Praxismanagement und Praxismarketing

Biofilm-Verkeimung von Wasser in Zahnarztpraxen

Lösung mit Garantieversprechen schafft dauerhaft Abhilfe und schützt Personal und Patienten –

 

Der ursprünglich klare und durchsichtige Plastikschlauch in der Behandlungseinheit nimmt schon nach wenigen Wochen einen gelblichen Ton an, der im weiteren Verlauf in ein immer dunkler werdendes Braun übergeht. Und das, obwohl er nur klares Wasser führt. Wenn solche dunklen Verfärbungen in wasserführenden Schläuchen aber erkennbar sind, sieht es auch mit der Hygiene des darin transportierten Wassers finster aus.

Die Referenten auf der Vortragsveranstaltung (v. l.) Jan Papenbrock, Dr. Susie Vogel, Dr. Jürgen Gebel und Moderator Dieter Seemann

Der Biofilm, so lernten Teilnehmer der Fortbildungsveranstaltung „Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis“ Ende Juni 2010 im Bonner Kameha Grand Hotel, der diese Verfärbungen verursacht, sorgt dann für eine ständige Verkeimung des Wassers und kann zu gefährlichen Erkrankungen führen. Betroffen davon sind der Zahnarzt und sein Personal genauso wie die Patienten.

Eine Lösung dieses Problems liefert die Trustwater-Technologie, die in Deutschland von dem jungen Unternehmen K+P aus Münster vertrieben wird. Das Verfahren beruht auf weltweiten Patenten, wobei mittels einer in der Praxis aufgestellten Anlage aus Wasser, Salz und Strom eine Desinfektionslösung erzeugt wird.

Diese Lösung wird dem Wasser ab dem Eintrittspunkt in die Praxis in einer trinkwasserrechtlich konformen Menge zugefügt und sorgt nach einer vorangegangenen Grundreinigung bei Einhaltung der individuell erstellten Spülpläne für eine dauerhafte und resistenzfreie Reduktion der Keime auf oder unter den gesetzlich vorgeschriebenen Wert von maximal 100 koloniebildenden Einheiten in einem Milliliter Wasser (KBE/ml).

Jan Papenbrock, Geschäftsführer von K+P erklärte dazu in Bonn: „Wir garantieren für die erfolgreiche Wirkung unseres Systems. Es entfernt – wie internationale Studien belegen – die Biofilm- und damit auch die Keimbildung dauerhaft, ohne jedoch gleichzeitig der Korrosion der Geräte Vorschub zu leisten.“  Die Garantie bedeutet im Klartext: Verschwindet das Biofilmproblem unter der Anwendung der Trustwater-Technologie nicht, erstattet K+P dem Kunden den Kaufpreis der Anlage zurück.

Die Vorteile für den Zahnarzt: Er erhält keimarmes Trinkwasser und die vollständige Entfernung von Biofilm, ohne jemals wieder Chemikalien zukaufen zu müssen. Bei den Kosteneinsparungen fallen künftig Technikerarbeiten im Zusammenhang mit von Biofilm verstopften Instrumenten und Magnetventilen genauso weg wie die regelmäßige Entkeimung der Dentaleinheiten (und die Arbeitszeit, die das Praxispersonal für die Desinfektion aufbringen muss). Winkelstücke verstopfen nicht mehr, und neben dem Infektions- und Arbeitsschutz für Patient und Zahnarzt gibt es eine Rechtssicherheit bei Überprüfungen etwa durch das Gesundheitsamt.

Diese besonderen Vorzüge scheinen nicht überall in der Dentalbranche gut anzukommen. Denn Papenbrock berichtete am Rande der Veranstaltung in Bonn, ein Dentaldepot, mit dem über den Vertrieb der Anlagen gesprochen wurde, möchte die Trustwater-Technologie nicht vertreiben, weil damit absehbar die lukrativen Wartungsarbeiten oder Neuanschaffungen – etwa von Winkelstücken – entfallen. Und das, obwohl etliche Kundenpraxen des Depots das Keimproblem nicht in den Griff bekommen.

Dieses Problem hatte auch Dr. Susie Vogel, Zahnärztin und Leitende Ärztin für Hygiene an der Clinic Rheinauhafen in Köln. Trotz Neubaus, einer aufwendigen Wasserentkalkungsanlage und nagelneuen Geräten stellte sich nach relativ kurzer Zeit eine Wasserverkeimung der gesamten Praxis heraus, die bei einer Zufallsmessung entdeckt wurde.

Mit den Ratschlägen und Hilfsmitteln der Hersteller sei dem Problem nicht beizukommen gewesen. In Zusammenarbeit mit Prof. Kistemann aus Bonn und mit der Trustwater-Technologie hat die Clinic Rheinauhafen ihr Problem inzwischen in den Griff bekommen. „Wir waren zunächst ziemlich erschüttert und geschockt. Aber jetzt haben wir endlich eine Lösung, auf die wir uns, wie laufende Tests bestätigen, voll und ganz verlassen können.“

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Dr. Jürgen Gebel vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn die Behandlungseinheit als Gefahrenquelle durch Biofilm-Kontamination identifiziert und darauf hingewiesen, dass sich dieser Zustand schon aus Gründen der Rechtssicherheit nicht einfach ignorieren lässt. Sein Institut hat die Wirkweise der Trustwater-Technologie geprüft und deren Wirksamkeit bestätigt.

Die Sicherheit von Trustwater ist durch den TÜV Rheinland zertifiziert. Trustwater ist auch in Deutschland gemäß allen technischen Regelwerken und Rechtsnormen ein für die Aufbereitung von Trinkwasser zugelassenes Verfahren.

Weiterführende Informationen gibt es für Interessenten auf der Webseite www.kplusp.de oder unter der kostenfreien Telefonnummer (0800) 43786350.

Markus Brakel, Düsseldorf   

(Artikel gekürzt)

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der DZW 35/10 auf Seite 13.

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