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26. Februar 2010 |  Assistenten

„Ohne ein solides Fundament wird kein Haus gebaut“

Dr. Nicolai Boehme aus Emstek über seine Praxisneugründung –

 

Wer eine Praxis gründet, hat viele Fragen. Welches Behandlungskonzept passt zu mir, in welchem regionalen Umfeld siedle ich mich an, wie finanziere ich die Existenzgründung – und wie führe ich sie konkret durch? Dies und anderes will überlegt sein, wenn man entscheidet, ob für einen selbst eine Praxisübernahme oder eine Neugründung das Richtige ist.

In diesen Praxisräumen finden sich die Patienten schnell zurecht – der erste Schritt, um sich wohlzufühlen. – (Foto: Boehme)

Im folgenden Interview kommt Dr. Nicolai Boehme, Emstek, zu Wort. Er entschloss sich nach mehrjähriger Berufserfahrung, den Weg in die Selbstständigkeit anzutreten und einen Praxisneubau in Angriff zu nehmen. So wollte er die Fundamente dafür schaffen, Zahnmedizin solide und kompromisslos nach eigenen Vorstellungen zu verwirklichen: hochwertig, digital, mit modernsten Verfahren und Geräten. Wie ihm die Umsetzung gelang, war bereits in der Zeitschrift Chance Praxis – Das Fachmagazin für junge Zahnmediziner Ausgabe 4/2009 nachzulesen.

? Dr. Boehme, wer Ihre Homepage besucht, kann Sie rückwirkend durch die Bauphasen Ihrer Praxis begleiten. Vorher, so sagen Sie, „wogen wir das Für und Wider gegeneinander ab, ob wir tatsächlich eine Praxis neu gründen und bauen wollten“. Was war letztlich für Ihre Entscheidung zur Neugründung ausschlaggebend?

Dr. med. dent. Nicolai Boehme: Vor allem vier Gründe sprachen aus meiner Sicht dafür: Erstens brauchte ich keine Ablöse zu zahlen, zweitens würde ich die Räume ohne Rücksicht auf Vorhandenes strukturieren können. Grund drei war für mich, dass ich mit keinem Vermieter einig werden musste, ob ein Umbau in seiner oder meiner Verantwortung lag – und ich war auf diese Weise frei, mein eigenes Team zusammenzustellen, entsprechend meinem Behandlungskonzept. Weitere Vorteile sehe ich bei einer Neugründung auf eigenem Grundstück. Denn so lassen sich mögliche Erweiterungen in die Planung einbeziehen. Die Praxis ist dadurch von vornherein zukunftsfähig, im wahrsten Sinne des Wortes „ausbaufähig“.

? Welche Konsequenzen haben sich aus dieser Entscheidung für Sie ergeben?

Boehme: Das Wichtigste: Man muss Zeit in die Realisierung investieren. Das habe ich aber gern getan; erst recht aus der Rückschau hat es sich gelohnt. Die Zeit war in meinem Fall vor allem im Vorfeld der Entscheidungen aufzuwenden, weniger ab dem ersten Spatenstich. Ein Bauplatz musste ausgesucht werden, es waren Verhandlungen mit der Gemeinde und dem Bauunternehmer zu führen, mit dem Architekten habe ich den Grundriss geplant, auch war die Inneneinrichtung einschließlich der Geräte und Softwarelösungen zu bestimmen. Will man ein solches Projekt zum Erfolg führen, ist die Konsequenz, dass man genaue Aufträge vergibt. Man muss sich daher über seine Vorstellungen im Klaren sein.

? Was sagen Sie jetzt nach einem Jahr in den eigenen Räumen: Ist das Projekt „Neubau einer Zahnarztpraxis“ zu Ihrer Zufriedenheit abgelaufen?

Boehme: Wenn ich zurückdenke, dass ich erst letztes Jahr im Oktober bei Null angefangen habe, kann ich nur sagen: Mein Konzept ist aufgegangen. Ich verzeichne eine gute Auslastung und Patientenzuwächse. Mittlerweile kommen ganze Familien zu mir – die Kinder, die Eltern, bis hin zu den Großeltern. Nicht nur die Allgemeinzahnmedizin, auch die Implantologie ist in diesem ersten Jahr gut angelaufen.

? Was war für Sie das Schönste an dem gesamten Projekt, und was war Ihre tiefstprägende Erfahrung?

Boehme: Das Schönste ist, zu sehen, wie sich mein Konzept mit Leben füllt. Ich stehe vor meiner Immobilie und sie ist so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Ästhetik, die ich meinen Patienten geben möchte, ist nach außen getragen. Die Entscheidung, eine Praxis ganz neu zu bauen und kompromisslos einen Neuanfang zu wagen, war für mich die richtige.

(Artikel gekürzt)

Das vollständige Interview mit Dr. Nicolai Boehme lesen Sie in der DZW 9/10 auf der Seite 15.

Sie wollen die Zeitschrift Chance Praxis – Das Fachmagazin für junge Zahnmediziner testen? Mailen Sie einfach ihren Wunsch an Leserservice@dzw.de.Die Chance Praxis erscheint viermal im Jahr. Die nächste Ausgabe hat den Themenschwerpunkt Einrichtung und ist ab dem 1. März 2010 erhältlich.

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