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28. Juni 2010 |  Ankündigungen

Implantologie exklusiv

DGOI bietet ab Juli neues Basisseminar Implantologie für Frauen –

 

Nürnberg, den 16. und 17. Juli 2010: Obwohl Frauen in der Zahnmedizin seit Jahren auf dem Vormarsch sind, gilt die Implantologie noch als Männerdomäne. So verzeichnet die Deutsche Gesellschaft für Orale Implantologie (DGOI) bei den Teilnehmern ihres „Curriculum Implantologie 8 + 1“ im Durchschnitt einen weiblichen Anteil von nur 25 Prozent. Damit sich mehr Frauen diesem Tätigkeitsschwerpunkt zuwenden, ruft die Fachgesellschaft jetzt ein neues Basisseminar Implantologie speziell für Zahnärztinnen ins Leben.

Mitte Juli startet in Nürnberg das erste Seminar im Internationalen Fortbildungszentrum für zahnärztliche Implantologie (IFZI). Die beiden Referentinnen Dr. Lara Müller, Landsberg am Lech, und Dr. Anna Greskowski, Nürnberg, werden den Kolleginnen sehr praxisorientierte Einblicke in die implantologische Praxis geben – vom Beratungsgespräch über die Behandlungsplanung bis zur Eingliederung verschiedener prothetischer Konstruktionen am Phantom. Damit richtet sich das Seminar sowohl an junge wie auch erfahrene Zahnärztinnen, die ihr implantatprothetisches Wissen ergänzen möchten und den Einstieg in die Implantatchirurgie suchen.

„Auf vielen implantologischen Fortbildungen fällt mir auf, dass sich immer noch wesentlich weniger Frauen als Männer an die Implantatchirurgie heranwagen“, so Müller. Deshalb stellt das Seminarkonzept vor allem den Praxisbezug in den Vordergrund, sodass Teilnehmerinnen viele praktische Erfahrungen mit in ihre Praxis nehmen. Beispielsweise dient das Operieren an Implantationssimulatoren vor allem dazu, sich wie am „echten“ Patienten zu fühlen. Auch die prothetische Versorgung von Implantaten wird vom Abutment bis zur Abformung an Phantomköpfen geübt. Eine Live-OP an einer Patientin mit Teilprothese im Oberkiefer, die nach Extraktion der OK-Restzähne sechs Sky-Implantate inseriert bekommt, komplettiert das praxisnahe Programm. Die Patientin erhält zusätzlich per präfabrizierter Bohrschablone vier bis fünf Mini-Sky-Implantate gesetzt, auf die im Anschluss nach Nahtverschluss eine bereits gefertigte Kunststoffbrücke eingesetzt wird. „Die Patientin kommt also mit Prothese und geht mit festsitzender Kunststoffbrücke“ erklärt Müller.

Ein zweites Seminar ist für den 10. und 11. September 2010 ebenfalls in Nürnberg geplant. Die Seminare beginnen jeweils am Freitagmittag und enden Samstagnachmittag. „Uns geht es in erster Linie darum, dass jede Zahnärztin nach dem Kursus in der Lage ist, das Spektrum der Implantologie anzubieten. Dafür muss sie nicht selbst operieren, sie sollte die Beratung durchführen können und später die prothetische Versorgung. Die chirurgische Komponente kann natürlich später ebenfalls erlernt werden“, beschreibt Müller das Konzept.

Alle Teilnehmerinnen des Seminars erhalten ein Zertifikat. Informationen und Anmeldung gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Orale Implantologie, Kraichtal, oder im Internet unter www.dgoi.info.    

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