Chance Praxis - Das Fachmagazin für Praxisgründer

18. Juli 2011 |  Ankündigungen

Curriculum Endodontologie

Die Endodontologie, die Lehre vom Zahninneren und den damit zusammenhängenden Strukturen, hat in den vergangenen Jahren eine Renaissance erlebt wie kein anderes zahnmedizinisches Fachgebiet. Zahnerhaltende Maßnahmen nehmen wieder einen respektablen Stellenwert ein, in der zahnmedizinischen Wissenschaft ebenso wie in der Bevölkerung – und damit auch in der zahnärztlichen Praxis.

Endodontische Maßnahmen schaffen wichtige Voraussetzungen für die langfristige und nachhaltige Zahnerhaltung. Mit evidenzbasierten Erfolgsraten bei lege artis durchgeführten Behandlungen von bis zu 85 Prozent hat die Endodontologie längst wieder einen festen Platz im Therapieangebot vieler Zahnarztpraxen und gewinnt  – gerade im Hinblick auf eine immer älter werdende Bevölkerung – auch immer mehr an Bedeutung.

Der beeindruckende wissenschaftliche und technologische Fortschritt der Endodontologie hat die Chancen zur langfristigen Zahnerhaltung immens gesteigert und stellt sie in den Fokus einer präventiv-konservierend arbeitenden Zahnarztpraxis.

Dementsprechend richtet sich das Curriculum Endodontologie der Haranni Academie (Herne) auch an Zahnärztinnen und Zahnärzte, die endodontische Behandlungen ebenso erfolgreich wie problemlos in ihren Praxisalltag integrieren wollen. „Unsere neue Kursserie ermöglicht ihnen sowohl den fachlichen Einblick in die Fülle neuer Techniken und Materialien wie auch in  praxisbewährte Verfahren“, betont  der wissenschaftliche Leiter der curricularen Fortbildung, Prof. Dr. Rudolf Beer. Gemeinsam mit einem hochqualifizierten Referententeam ist es sein Ziel, den Kursteilnehmern nicht nur den aktuellen Wissensstand der Endodontologie zu vermitteln, sondern ihnen auch einen „Praxisführer“ für die praktische Umsetzung an die Hand zu geben. Dabei profitieren sie sowohl vom umfangreichen Wissen und den Praxis-Erfahrungen der Referenten als auch vom einmaligen Konzept des Herner Fortbildungsinstituts: Neben Problemdiskussionen mit den Experten ermöglicht die Haranni Academie ihren Kursanten zusätzlich eine kostenfreie Hospitation in der Haranni Clinic.

Neue Möglichkeiten

Das aktuelle Spektrum der konservierenden Therapie umfasst die manuelle oder maschinelle Wurzelkanalaufbereitung, effiziente Spülverfahren bei der Desinfektion sowie moderne Instrumente und Materialien zur Obturation. Welche neuen Möglichkeiten sich für die Endo bieten, zeigte nicht zuletzt die IDS 2011 im vergangenen März: Mit ausgereiften Instrumenten- und Werkstoffsystemen können Läsionen des Wurzelkanals heute nicht nur besser diagnostiziert, sondern auch minimal-invasiv therapiert werden: Bildgebende Verfahren erlauben die genaue Visualisierung des Wurzelkanals und ermöglichen sowohl eine Endometrie bis hin zum Apex als auch die exakte Kontrolle der Feilenposition während der Aufbereitung. Hochauflösende Intraoralkameras gewinnen ebenso an Bedeutung wie digitales Röntgen und die digitale Volumentomographie.

Bei der maschinellen Wurzelkanalaufbereitung sorgen neue Feilengenerationen für mehr Sicherheit und Effizienz. Moderne Materialien wie Nickel-Titan- oder Titan-Niob-Legierungen haben die Belastbarkeit rotierender Aufbereitungs- und Revisionsfeilen stark verbessert und die endodontischen Behandlungsmöglichkeiten geradezu revolutioniert. Selbst bei stark gekrümmten Wurzelkanälen ermöglichen sie eine gleichmäßig konische Aufbereitung. Leistungsfähige, elektronisch gesteuerte Antriebseinheiten mit Drehmomentkontrolle sorgen dabei für einen weitestgehend frakturlosen Einsatz der Maschinenfeilen.

Die Bestimmung der Arbeitslänge geschieht entweder röntgenologisch oder mithilfe moderner elektrometrischer Messmethoden. Die häufig erfolgsentscheidende Wurzelkanalspülung erfolgt mittels effektiver chemischer Präparate, die durch ultraschallgestützte oder hydrodynamische Verfahren in ihrer Wirkung verstärkt werden können. Zur bakteriendichten Obturation stehen moderne Sealer-Adhäsive und -Zemente auf Kompositbasis als Alternativen zu klassischen Verfahren, in erster Linie Guttapercha-Techniken, zur Verfügung. Auch hier gibt es bedeutende Fortschritte: Beispielsweise sorgen neue Gerätesysteme zur warmen vertikalen Kondensation für eine höhere Adaption der thermisch plastifizierten Guttapercha an die Kanalwände. Gerade Lupensysteme oder OP-Mikroskope erlauben eine minimal-invasive Endodontologie. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.haranni-academie.de

Die Termine zu dieser Veranstaltung finden Sie in der DZW 29/11 auf Seite 13.

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