
Tag der offenen Tür in der Vita-Akademie: Noch mehr Praxis- und Kundennähe
„Bundesweit bereit!“ – so lautete am 1. Juli 2011 das Motto der Vita-Zahnfabrik. Anlass war der Tag der offenen Tür in der Vita-Akademie im südhessischen Langen, in dessen Rahmen das Bad Säckinger Unternehmen sein neues Fortbildungskonzept vorstellte. Zahlreiche Vita-Kunden und Gäste waren angereist, um sich bei einem abwechslungsreichen Nachmittagsprogramm über die „Vita-News“ zu informieren und ein eigenes Bild von den modern ausgestatteten Räumen und Gerätschaften zu machen.
Vertriebsleiter Michael Brielmann hielt seine Eröffnungsrede im reichhaltig ausgestatteten Schulungsraum der Akademie. „Ziel ist es, die Attraktivität unseres Kursangebots weiter zu steigern und es noch kundenfreundlicher zu gestalten“, so Brielmann zur Neugestaltung des Vita-Schulungskonzepts. „Vor allem steht noch mehr Kundennähe auf unserer Agenda: Wir wollen dahin gehen, wo die Kunden sind.“ In der Vita-Akademie Langen und Bad Säckingen werde es ein vielfältiges und anspruchsvolles Fortbildungsprogramm geben – darunter praxisnahe Trainings und Kurse ebenso wie Zukunftsseminare, After-Business-Veranstaltungen und Erlebnis-Events. Parallel dazu bieten die Trainingscenter regionale Seminare und Workshops an – auf Wunsch auch direkt bei Vita-Kunden vor Ort im Labor.
Nach der Eröffnungsrede standen dann Vorträge von Fachreferenten auf dem Programm. Den Auftakt machte Dr. Constanze Olms von der Universität Leipzig. Ihr Thema war „Die analoge und digitale Farbbestimmung“. Die Zahnärztin erläuterte, welche bedeutende Rolle die Auswahl der Zahnfarbe und die zahntechnische Umsetzung für eine erfolgreiche Behandlung in der restaurativen Zahnmedizin spielen. Olms ging dazu detailliert auf die physikalischen Grundlagen der Farbbestimmung ein und erläuterte, mit welchen Parametern Vita eine Zahnfarbe beschreibt. Sie stellte aber auch dar, welche Umgebungseinflüsse bei der Farbnahme – angefangen beim Farbensehen selbst über die Kleidung des Farbnehmenden bis hin zur Praxisenrichtung – das Ergebnis verfälschen kann. Ihr Résumé: „Die digitale Farbbestimmung mit dem Farbmessgerät Vita Easyshade Advance lässt eine objektive, benutzerunabhängige und schnelle Messung zu“.
Der Schweizer Unternehmensberater Rudolf Weiper referierte über das „Dentallabor der Zukunft“ vor dem Hintergrund der aktuellen technischen Entwicklungen. Der lebhafte Vortrag traf den Nerv der Zuhörer und sorgte für rege Kommunikation. Weiper legte dar, wie CAD/CAM den deutschen Prothetikmarkt in den vergangenen zehn Jahren verändert hat und welche Konsequenzen sich daraus kurz- und mittelfristig für das Dentallabor ableiten lassen. Sein Fazit: „Dem mit der Industrialisierung einhergehenden Geschäftsverlust können gewerbliche Labore nur mit stärkerem Wachstum begegnen“, so Weiper. Zwar höre man immer wieder das Zauberwort „Nischen besetzen“, aber dies könne keine Lösung für die Masse der Labore darstellen, denn, so Weiper, „eine Nische zeichnet sich dadurch aus, dass sie erstens klein ist und dass man zweitens alleine darin ist“. Für die Labore bedeuteten diese Veränderungen kurzfristig eine Verschärfung des Verdrängungswettbewerbs durch forciertes Marketing, technologische Aufrüstung oder Wachstum durch Übernahmen anderer Labore.

- Zahlreiche Vita-Kunden und Gäste machten sich ein Bild von den modern ausgestatteten Räumen und Gerätschaften der Vita-Akademie. - Fotos: DZW
Es folgte ein Rückblick auf die historische Entwicklung des CAD/CAM-Bereichs durch die Referentin Marianne Höfermann. Sie stellte in ihrem Vortrag beispielhaft die Evolution von der ersten Cerec-Generation bis zum heutigen Stand der Technik vor und machte deutlich, dass die Entwicklung allein der Maschine zwar schon für sich genommen eine gewaltige Leistung darstelle, das Gesamtsystem aber erst mit den entsprechende Materialien funktioniere. Vervollständigt wurde ihr Vortrag durch praktische Tipps zum heutigen Umgang mit CAD/CAM-Systemen.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete eine praxisnahe Präsentation von ZTM Wolfgang Weisser zum Thema „Dentale digitale Fotografie“. In seinem Fokus stand die Mund- und Sachfotografie. Der Referent stellte neben den wichtigsten Hardware-Voraussetzungen – Kamera und spezielles Blitzlichtgerät – sein Konzept anhand zahlreicher Beispiele in Theorie und Praxis vor, geprägt durch seine langjährige Erfahrung in der Dental-Fotografie. Dabei wurden Themen wie die Bildoptimierung und das Farbmanagement ebenso besprochen wie Fragen zum LAB-Farbraum sowie der Helligkeit und Sättigung einer Aufnahme. Tipps für die Farbanalyse rundeten seinen gelungenen Vortrag ab.
Weitere Informationen zu den Fortbildungsangeboten der Vita-Akademie gibt es unter www.VITA-Kurse.de.
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