
2. Frühjahrskongress der Zahnärzte Bayerwald – Kritik an Standespolitik
Fachliche Fortbildung und standespolitischer Austausch an der zahnärztlichen Basis sind die Ziele der Zahnärzte Bayerwald e.V. (ZAB). Für Anfang April lud der Verein zur zweitägigen Frühjahrsfortbildung zum Thema „State of Art in Adhesive Restorations“ an einen ganz besonderen Ort ein.
Mit Dr. Didier Dietschi hatte man einen der weltweit Besten auf dem Gebiet der adhäsiven Rekonstruktion gewinnen können, so der Tagungsbericht. Zugleich wollte man hoch hinaus – als Veranstaltungsort für den theoretischen Kursteil wählten die ZAB die Eisensteiner Hüttn, das höchstgelegene Restaurant Niederbayerns auf dem Großen Arber (1.457 Meter), dem König der Bayerwaldberge. Dietschi referierte hier vor vollem Auditorium über die dentinadhäsive Rekonstruktion auf „High-End-Niveau“, so der Bericht.
Für die vergnügliche Abendveranstaltung in Zwiesel engagierte man die bayernweit bekannte Entertainerin Gloria Gray. Am Ende der Show organisierte man zusammen mit der Künstlerin eine spontane Autogrammstunde, bei der man dann zahlreiche Spenden für den lokalen Verein der „Lebenshilfe“ sammelte.
Der praktische Kursteil fand am nächsten Tag in Zwiesel statt. Hier setzten die Kursteilnehmer das am Vortag erlernte theoretische Wissen begeistert in die Praxis um. Für die Kollegen, die nach zwei Tagen immer noch nicht genug hatten, bot der Vorsitzende der Zahnärzte Bayerwald, ZA Roman Bernreiter MSc, MSc, eine von ihm selbst geführte Skitour auf den Großen Arber an.
Große Unterstützung habe man für die Veranstaltung durch die Firma Coltène Whaledent und das Dentaldepot mdf Rosenheim erfahren, „beiden Firmen gebührt unser außerordentlicher Dank“, so der ZÄB-Vorsitzende.
Die Zahnärzte Bayerwald e.V. verstehen sich als zahnärztlicher Basisverein, der sich für die Kollegen in der Region Südostbayern durch verschiedene Aktionen und Fortbildungen, aber auch standespolitisch im Sinne der Kollegenschaft einbringt. ZÄB-Fortbildungen seien mittlerweile über Niederbayerns Grenzen hinaus bekannt. „So reisten zum diesjährigen Frühjahrskongress auch zahlreiche Kollegen bis aus München und Erlangen an“, so Bernreiter.
Vieles im Gesundheitswesen, aber auch in der Standespolitik, laufe derzeit aus dem Ruder. Zahlreiche langjährige Standespolitiker seien von der zahnärztlichen Basis mittlerweile weit entfernt. „Daher ist es künftig nötig, dass sich die zahlreichen zahnärztlichen Basisvereine zunehmend in die Standespolitik im Rahmen einer konstruktiven Sachpolitik einbringen. Das Thema GOZ und Öffnungsklausel sei hier als aktuell brennendes Beispiel genannt, wie schlecht Standespolitik derzeit läuft“, so der ZAB.
„Es tut schon weh! – Während sich Basiskollegen auf hohem Niveau fortbilden, manifestieren unsere standespolitischen Verhandlungsführer die schlechtbezahlteste zahnärztliche Gebührenordnung in ganz Westeuropa für unter Umständen weitere 25 Jahre“, so Bernreiter.
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