
Erfahrungsaustausch, Informationsvermittlung und mehr
Interview mit Dr. Ulrich Baumheuer, Münster, einem der regionalen Meinungsbildner des Unternehmens 3M Espe –
Seit jeher verfolgt das Unternehmen 3M Espe (Seefeld) das Ziel, mit seinen Produkten zu optimierten Arbeitsabläufen in Praxis und Labor beizutragen. Um dies zu ermöglichen, arbeitet der Konzern eng mit ausgewählten Zahnärzten aus ganz Deutschland zusammen. Zur Förderung der Kommunikation der regionalen Meinungsbildner untereinander sowie mit den Mitarbeitern von 3M Espe findet einmal jährlich ein Treffen statt. Anlässlich der diesjährigen Veranstaltung, zu der das Unternehmen am 16. und 17. April 2010 nach Starnberg einlud, sprachen wir mit einem der Teilnehmer, Dr. Ulrich Baumheuer, der in eigener Praxis in Münster niedergelassen ist.
? Herr Dr. Baumheuer, Sie sind regionaler Meinungsbildner des Unternehmens 3M Espe. Seit wann sind Sie in dieser Funktion tätig und welche Aufgaben beinhaltet diese?
Dr. Ulrich Baumheuer: Ich bin seit zwei Jahren regionaler Meinungsbildner für 3M Espe. Bereits seit meiner Niederlassung im Jahr 1987 bin ich ein Fan von Espe-Produkten, da ich von deren Qualität überzeugt bin. Impregum-Abformmaterialien habe ich sogar schon vor dieser Zeit an der Universität Münster verwendet.
Das Angebot, an einer intensiveren Form der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Praxis teilzuhaben, habe ich, ohne zu zögern, angenommen. In dieser Funktion teste ich Produkte, die neu eingeführt werden sollen oder optimiert wurden, und sorge durch mein Feedback sowie meine Anregungen dafür, dass die Materialien und Geräte auch im klinischen Alltag funktionieren.
Zudem kann ich im Rahmen meiner Vortragstätigkeit meine Kollegen über Produkte des Unternehmens informieren und mit meinen Tipps zu einer Erleichterung ihres Praxisalltags beitragen. Erwähnen möchte ich, dass mir nicht von Mitarbeitern von 3M Espe vorgegeben wird, für ihre Produkte zu werben. Ich empfehle nur, was mich selbst begeistert.
Ein Beispiel hierfür ist die Verwendung des automatischen Mischgeräts Pentamix für das Anmischen von Abformmaterialien. Ich bin überzeugt davon, dass der Einsatz dieses Geräts eine homogenere Materialmischung sichert und zu einer deutlichen Zeiteinsparung bei gleichzeitig besseren Abformergebnissen führt.
?Welche Vorteile bringt Ihnen die Zusammenarbeit mit 3M Espe?
Baumheuer: Für mich bedeutet dies, dass ich die Möglichkeit habe, die Produktentwicklung zu beeinflussen und beispielsweise Materialien zu testen, bevor sie offiziell vertrieben werden. So kann ich mir früh meine eigene Meinung bilden. Zusätzlich stehe ich in direktem Kontakt mit der Industrie und erhalte dadurch – beispielsweise im Rahmen von Veranstaltungen wie dem diesjährigen Treffen – früher als andere Kollegen Informationen über die aktuellen Entwicklungen.
Dieses Know-how kann ich auch für meine Referententätigkeit nutzen: In Starnberg erfuhren wir viel über Neuigkeiten bei 3M Espe sowie die Zukunftsstrategie des Unternehmens. Gemeinsam wurde in der Gruppe ausgearbeitet, welche Entwicklungen für praktizierende Kollegen von Bedeutung sind und in welcher Form diese effektiv durch uns kommuniziert werden können. Und nicht zuletzt profitiere ich vom Erfahrungsaustausch mit engagierten Kollegen.
?Können Sie dies bitte näher erläutern?
Baumheuer: Während der Meetings der regionalen Meinungsbildner und Referenten kann ich Pläne bezüglich zukunftsorientierter Investitionen in der Gruppe ansprechen und diskutieren, erhalte beispielsweise Informationen von Anwendern neuer Geräte und kann so gezielter Entscheidungen treffen.
Zudem nutze ich das Event als Plattform, um über aktuelle Probleme und Fragestellungen zu sprechen und beispielsweise nach einer Lösung zu suchen, wie ich es erreichen kann, dass meine Patienten das Angebot qualitativ hochwertiger Behandlungen annehmen. In diesem Jahr hat mich dabei nicht nur die Diskussion mit Kollegen, sondern auch der Kurs „Professionelle Kommunikation mit Patienten“ unterstützt. Hier wurden von der Kursleiterin Prof. Dr. Dorothee Heckhausen aus Berlin Kommunikationstechniken vermittelt und Bespiele für den sinnvollen Aufbau eines Patientengesprächs präsentiert. Der interaktive Charakter der Fortbildung sowie das erfrischende, lebendige Miteinander haben mir besonders gefallen.
?Sie sprachen an, dass Sie das Gespräch mit Kollegen auch nutzen, um eigene Investitionsentscheidungen fundierter zu treffen. Können Sie uns ein Beispiel hierfür nennen?
Baumheuer: Ein aktuelles Beispiel ist die Integration eines Lava Chairside Oral Scanner C.O.S. in meine Praxis. Ich beobachte die Entwicklung des Geräts bereits seit längerem und bin begeistert von der hochentwickelten Technologie des Systems. Jedoch wollte ich vor der Investitionsentscheidung abwarten, ob sich der Intraoralscanner auch im klinischen Alltag bewährt. Nach umfangreichen Diskussionen mit Kollegen sowie den praxisnahen sowie informativen Vorträgen zweier Anwender bei der diesjährigen Veranstaltung habe ich entschieden, im Herbst 2010 oder spätestens im Frühjahr 2011 einen Lava C.O.S. in meiner Praxis zu installieren.
?Was gefällt Ihnen insgesamt an den Treffen der regionalen Meinungsbildner besonders?
Baumheuer: Die Veranstaltungen bieten stets eine gelungene Mischung aus wissenschaftlichen Informationen, Austausch mit Kollegen und geselligem Zusammensein. Die Meetings sind von A bis Z perfekt organisiert, und der Kontakt zwischen Unternehmen und Anwendern ist für beide Seiten äußerst fruchtbar.
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