Sicheres Auskommen im Alter – rechtzeitig planen für die Zeit „danach“
Die Apo-Bank, PremiumPartner des Deutschen Zahnärztetags, gibt Tipps und Hinweise – Risiken für die zahnärztliche Selbstständigkeit erkennen und vermeiden (2)
Früher war es einfach, für den Ruhestand vorzusorgen: Der Zahnarzt zahlte in den Jahren seiner Berufstätigkeit regelmäßig Beiträge an sein berufsständisches Versorgungswerk und sicherte sich auf diese Weise ein ordentliches Auskommen im Alter. Mit den Folgen des demographischen Wandels – immer weniger Jüngere müssen immer mehr Ältere finanzieren – geht diese Rechnung nicht mehr auf. Hinzu kommt, dass angesichts des Ärztemangels der für die Altersvorsorge eingeplante Erlös aus dem Praxisverkauf immer unsicherer wird. Wer seinen Lebensstandard im Alter halten und Versorgungslücken verhindern möchte, sollte deshalb rechtzeitig aktiv werden. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apo-Bank), PremiumPartner des Deutschen Zahnärztetags, greift dieses Thema im folgenden Beitrag auf.
Welcher „Risikotyp“ sind Sie?
Der Aufbau eines Vermögens ist eine individuelle Angelegenheit. Wenn man Menschen fragt, was ihnen bei der Geldanlage wichtig ist, werden oft hohe Rendite, geringes Risiko und kurzfristige Verfügbarkeit des Geldes in einem Atemzug genannt. Leider sind diese Ziele nicht ohne Kompromisse miteinander vereinbar. Das „Magische Dreieck der Vermögensanlage“ (siehe Grafik) veranschaulicht die Konflikte.
Zum einen besteht ein Spannungsverhältnis zwischen Risiko und Rendite. Um einen möglichst hohen Grad an Sicherheit zu erzielen, muss eine tendenziell niedrigere Rendite in Kauf genommen werden. Umgekehrt sind hohe Renditen immer mit höheren Risiken verbunden. Zum anderen kann ein Zielkonflikt zwischen Liquidität und Rentabilität bestehen, da kurzfristig verfügbare Anlagen oft mit Renditenachteilen verbunden sind. Wie diese – teilweise konkurrierenden – Ziele letztlich zu gewichten und in eine Reihenfolge zu bringen sind, ist eine Frage der persönlichen Anlagewünsche und -ziele.
Grundsätzliche Tipps
Unabhängig von der persönlichen Risikoneigung sollte man einige Grundregeln der Geldanlage beachten. Wie schon erwähnt, lohnt es sich, frühzeitig zu beginnen. Zum einen verzinst sich nicht nur das eingezahlte Kapital, sondern auch die darauf bereits gezahlten Zinsen. Dadurch wird mit jedem Jahr die Basis für die jeweilige Zinszahlung immer größer (Zinseszinseffekt). Zum anderen fallen bei längerfristigen Wertpapieranlagen kurzfristig auftretende Schwankungen nicht so stark ins Gewicht. Eine ähnlich ausgleichende Wirkung hat die Streuung der Gelder über verschiedene Anlageklassen.
Darüber hinaus lässt sich das Risiko durch die Investition in Fonds weiter reduzieren, da hier das Geld automatisch über viele Einzelwerte verteilt wird. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Fonds möglichst breit aufgestellt ist, das heißt, sich nicht auf einzelne Branchen oder Länder spezialisiert. Denn mit dem Spezialisierungsgrad des Fonds steigt auch wieder das Risiko der Investition. Ein ganz wesentlicher Aspekt ist der Kaufzeitpunkt. So kann ein ungünstiger Einstiegskurs direkt einige Prozentpunkte an Rendite kosten. Wer dieses Risiko meiden will, schließt einen Fondssparplan ab. Auf diese Weise kauft man mal günstiger und mal teurer ein, sodass sich der durchschnittliche Kaufkurs auf einen langfristigen Mittelwert einpendelt. Zahlt der Anleger regelmäßig eine gleich- bleibende Summe ein, kann er zudem vom Cost Average Effect (Durchschnittskosteneffekt) profitieren: Durch den Erwerb von mehr Anteilen bei niedrigen Kursen beziehungsweise weniger Anteilen bei höheren Kursen verfügt er mittel- bis langfristig über mehr Anteile im Depot als ein Anleger, der regelmäßig – aber zu unterschiedlichen Preisen – eine immer gleiche Anzahl an Anteilen erwirbt.
Nicht zuletzt spielt bei der Gestaltung des privaten Vermögensaufbaus auch die Lebensphase, in der sich der Heilberufsangehörige befindet, eine wichtige Rolle. Wer viele private Verpflichtungen (Familie, Praxisfinanzierung, Hausbau etc.) hat, sollte vorsichtiger kalkulieren als ein Single mit minimalen Fixkosten. Darüber hinaus ist auch das Lebensalter von Bedeutung. Junge Menschen haben noch mehr Zeit als ältere, eventuell auftretende Verluste im Rahmen ihrer langfristigen Vermögensplanung auszugleichen. Eine Faustformel für den prozentualen Aktienanteil lautet deshalb: „100 minus Lebensalter“.
Professionelle Unterstützung: die Vermögensverwaltung
Wie man unschwer erkennt, ist das Thema Geldanlage komplex. Die Anlagemöglichkeiten werden immer differenzierter, und um erfolgreich zu investieren, bedarf es einer intensiven Marktbeobachtung. Dazu fehlt vielen Heilberufsangehörigen angesichts ihres stressigen Arbeitsalltags oftmals die Zeit. Da liegt die Entscheidung nah, die Vermögensverwaltung in die Hände von Experten zu geben. Erfahrene Portfoliomanager beobachten die globalen Kapital- und Wirtschaftsmärkte rund um die Uhr und lassen ihre Erkenntnisse in die täglichen Entscheidungsprozesse einfließen.
Zentrales Qualitätsmerkmal bei der Suche nach einer Vermögensverwaltung ist die Berücksichtigung der individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Kunden. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Berater einen Best-Advice-Ansatz verfolgen. Dies bedeutet, dass sie am Markt bei den unterschiedlichsten Anbietern nach geeigneten Produkten suchen und diese regelmäßig hinsichtlich ihrer Qualität überprüfen. Am Ende erhält der Anleger Wertpapierempfehlungen, die am besten seinen individuellen Zielen entsprechen und sich nicht auf die Produktpalette nur eines Anbieters beschränken.
Die Apo-Bank wurde für ihre Vermögensverwaltung bereits mehrfach ausgezeichnet. In ihrem diesjährigen Bankenvergleich bewerteten die Experten der Zeitschrift Focus Money und des Nachrichtensenders N-TV die Leistung des Instituts in diesem Zusammenhang als herausragend. Bei den von der Welt-Gruppe, dem ZertifikateJournal, Scoach und der Börse Stuttgart verliehenen „ZertifikateAwards 2010“ wurde die Apo-Bank als bester Vermögensverwalter beim Einsatz von Derivaten im Portfolio-Kontext ausgezeichnet.
Frühzeitige Planung der Praxisabgabe
Neben dem gezielten Aufbau eines privaten Vermögens ist für Heilberufler seit jeher die eigene Praxis ein wichtiger Baustein der Altersabsicherung. Diese Säule büßt gleichwohl immer mehr an Stabilität ein. Gegensteuern kann, wer den Verkauf schon frühzeitig in seine Praxisstrategie einbaut und die Praxis entsprechend aufstellt. Dazu gehört auch, über den eigenen Tätigkeitszeitraum hinaus Perspektiven für die Praxis zu entwickeln, auf denen der Nachfolger aufbauen kann.
Unbedingt nötig sind stetige Investitionen in die eigene Praxis. Abgesehen von den medizinischen Geräten, die stets auf dem aktuellen technischen Stand sein sollten, zählen dazu eine aktuelle EDV, die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter, eine regelmäßige Modernisierung der Räumlichkeiten und nicht zuletzt ein professionelles Praxismarketing.
Geht es an die konkrete Suche nach einem Nachfolger, spielen neben der Kassenzahnärztlichen Vereinigung persönliche Kontakte eine große Rolle. Wer sich diesbezüglich frühzeitig ein eigenes Netzwerk aufbaut, hat es später bedeutend einfacher. Ebenso hilfreich kann die Vermittlung eines potenziellen Käufers über die eigene Hausbank sein, wenn diese über eine Praxisabgabedatenbank verfügt.
Fazit: Eine gute finanzielle Versorgung im Alter ist nach wie vor gesichert. Neben der Rente des Versorgungswerks sollte jeder Zahnarzt zusätzlich ein privates Vermögen aufbauen. Darüber hinaus kann der Verkauf einer gut geführten eigenen Praxis nach wie vor zur Altersvorsorge beitragen.
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