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27. Januar 2010 |  Aus Wissenschaft und Praxis

„Minimal-invasive Implantologie“

Dr. medic. stom. Henriette Lerner über ein besonderes Curriculum –

 

Die größte Sensation dieses Curriculums an der Harranni Academie in Herne ist das reale OP-Erlebnis – und es findet im wahrsten Sinne des Wortes im Mund eines Patienten statt. Auch wenn Superlative in der Beschreibung einer curricularen Fortbildung eigentlich nichts zu suchen haben, in diesem besonderen Fall dürfen sie ausnahmsweise einmal zum Zuge kommen. Denn die Teilnehmer des Curriculums „Minimal-invasive Implantologie“ erlebten im vergangenen Jahr eine in der Tat spektakuläre Premiere.

Dr. medic. stom. Henriette Lerner

Als erstes Institut in Deutschland bot ihnen die Haranni Academie die Möglichkeit, ihre neu erworbenen oralmedizinischen Spezialkenntnisse unmittelbar am Patienten um- und ihrer erstes Implantat einzusetzen (siehe DZW 37/09).

Während in der gängigen Implantat-Fortbildung der Schweinekiefer als Operationsobjekt dient und Erfahrungen am Patienten als Hospitant in einer Implantologie-Praxis gesammelt werden, ermöglicht das Herner Fortbildungsinstitut seinen Kursanten, ihre erste Implantation in den Behandlungsräumen der Academie unter fachlicher Supervision und sozusagen als krönenden Abschluss des Curriculums durchzuführen. Die für ihre praxisnahe Fortbildung bekannte Academie erhöht mit diesem optimierten Konzept ihren eigenen Anspruch – und die Attraktivität dieses Curriculums: Die neu erworbenen theoretischen Kenntnisse können nunmehr von den teilnehmenden Zahnärzten praxisidentisch am Patienten umgesetzt werden. „Damit wollen wir vor allem dazu beitragen, die bei den meisten Zahnmedizinern vorhandene Hemmschwelle vor der ersten eigenständigen Implantation abzubauen“, betont Renate Dömpke, Geschäftsführerin der Haranni Academie.

Kooperations-Trio

Sie hat das neue Konzept für die curriculare Fortbildung „Minimal-invasive Implantologie“ gemeinsam mit dem Implantathersteller Imtec (3M Company) und der erfahrenen Implantologin Dr. Henriette Lerner (Baden-Baden) entwickelt. „Die minimal-invasive Implantologie ist heute das aktuellste Konzept der Oralen Implantologie. Es erfüllt die Patientenwünsche nach einer schnellen, schmerzfreien und sofort einsetzbaren Implantatversorgung“, betont Lerner, die auch das im April beginnende Curriculum wieder leitet und die Vorteile des MDI-Systems (minimal dental implant) kennt: „Durch seine besonderen Eigenschaften (Onepiece-Implantate) und die kleinen Durchmesser (1,8/2,1/2,4 und 2,9 Millimeter) hat man die Möglichkeit, die Implantate ohne Aufklappen oder durch einen Minilappen beziehungsweise eine Stanze in die virtuell geplante Position zu setzen und die Lücke sofort zu versorgen.“

Alle notwendigen Instrumente und Materialien werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Dazu gehört auch ein teilbezahntes Übungsmodell, mit dem während des Seminars gearbeitet wird.  

Bilder zum vergrößern anklicken!

Abb. 1: Situation nach Implantation von vier Miniimplantaten für die Stabilisierung einer Unterkieferprothese

Abb. 2: Adaptation der Gehäuse für die direkte Polymerisation in der Prothese

Abb. 3: Implantation Oberkiefer und Unterkiefer von sechs beziehungsweise vier Miniimplantaten. Situation direkt nach der OP

Abb. 4: Situation nach der Eingliederung der Prothese

Abb. 5: Unter fachlicher Supervision selbst implantieren

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