Bachelor auf dem Vormarsch
Bologna-Reform trägt zur Zunahme der bestandenen Prüfungen bei –
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben im Prüfungsjahr 2009 knapp 338.700 Studierende erfolgreich eine Hochschulprüfung abgelegt. Davon erwarben rund 72.000 Studierende einen Bachelorabschluss, das entspricht somit inzwischen einem Anteil von mehr als 21 Prozent. Im Jahr 2007 dagegen entfielen nur rund 8 Prozent aller abgelegten Abschlussexamen auf Bachelorprüfungen, im Jahr 2008 knapp 13 Prozent.
Die Mehrheit der 2009 erworbenen Abschlüsse waren mit Diplom oder Magister jedoch traditioneller universitärer Art. Bei den Frauen hat die Zahl der Bachelorabschlüsse mit etwa 37.200 die Zahl der Fachhochschulabschlüsse (30.200) bereits überholt. Bei den Männern stehen den ca. 34.800 Bachelor- noch 42.600 Fachhochschulabschlüsse entgegen.
Von den rund 72.000 Bachelorprüfungen wurden mit 40 Prozent die meisten in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften abgelegt. Auf die Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften entfielen 18 Prozent aller Bachelorabschlüsse, 16,6 Prozent auf Ingenieurwissenschaften und 16,2 Prozent auf Sprach- und Kulturwissenschaften.
Der Anstieg der Gesamtzahl der Absolventinnen und Absolventen um 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist der höchste Anstieg seit dem Jahr 1993, als erstmals gesamtdeutsche Hochschuldaten erhoben wurden. Zur Zunahme der bestandenen Prüfungen trägt die Bologna-Reform bei. Durch die Einführung der gestuften Studiengänge legen viele Studierende die Bachelor- und anschließend die Masterprüfungen ab.
Detaillierte Ergebnisse bietet die Fachserie 11, Reihe 4.2 Prüfungen an Hochschulen, die unter www.destatis.de/publikationen im Publikationsservice des Statistischen Bundesamts kostenlos abrufbar ist.
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