
Prof. Dr. Dr. h.c. Andrej Kielbassa: Von der Spree an die Donau
Nach fast elf Jahren erfolgreichen Wirkens an der Charité in Berlin wechselt Prof. Dr. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa an die Danube Private University (DPU) ins niederösterreichische Krems. Als Dekan der dort gegründeten Fakultät für Zahnmedizin und Direktor des Zentrums für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie gestaltet er seit dem 1. Juli 2011 den neuen Studiengang mit.
„Ich freue mich auf diese äußerst interessante Aufgabe und bin sicher, dass ich mit meinem neuen Team viel bewegen kann“, so Kielbassa. „Es ist sicher Herausforderung und Chance zugleich, wenn man einen Studiengang und eine Fakultät bereits bei den ersten Schritten begleiten darf. Im Gegensatz zu meiner vorherigen Tätigkeit kann ich in Krems das Arbeitsumfeld maßgeblich mitgestalten und mich bei sämtlichen Entscheidungen von Beginn an einbringen – bei Fragen zur Ausstattung und bei der Erstellung des modernen Lehrplans sowie der Etablierung von spannenden Forschungsprojekten. Das mir in Krems entgegengebrachte Vertrauen ehrt mich ganz besonders.“
In den Jahren 2000 bis 2011 war Kielbassa Direktor der Abteilung für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie des Charité-Centrums drei der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte lagen im Bereich der De- und Remineralisierung von Schmelz und Dentin, der Endodontologie, der Parodontologie und der Ästhetischen Zahnheilkunde inklusive der Implantologie. Unter seiner Leitung erhielt die Abteilung mehr als 20 Preise und Auszeichnungen, unter anderem den Innovationspreis E-Lehre der Charité, den Innovationspreis Berlin-Brandenburg sowie den William J. Gies Award der IADR. Vor Kurzem wurde Kielbassa als erstem deutschen Zahnmediziner für die Forschungsleistungen der vergangenen Jahre die Ehrendoktorwürde der Universität Victor Babeş in Temeschburg (Rumänien) verliehen.
Kielbassa blickt zurück auf mehr als zehn Jahre erfolgreiche Auf- und Ausbauarbeit des Lehrstuhls Zahnerhaltungskunde und Parodontologie an der Charité-Universitätsmedizin Berlin. An der Spree hat er mehr als 80 Doktoranden und Habilitanden erfolgreich gefördert und zu ihren akademischen Titeln geführt. Rund 450 internationale Original- und Übersichtsarbeiten in anerkannten Journals, Weiterbildungsartikel und Buchbeiträge, Patentschriften und Abstracts sowie erfolgreich eingeworbene Drittmittel in großer Höhe sind Beleg für seine Aktivitäten. Über die Jahre konnte der gebürtige Saarländer durch viele interessante Kooperationen und erfolgreich geförderte Projekte maßgeblich zur Verbesserung der Infrastruktur der Charité beitragen.
Mit Kielbassa wechseln auch einige seiner bisherigen Mitarbeiter von der Spree an die Donau. Der Studiengang an der DPU geht im Herbst in eine wichtige praktische Phase. Mit dem Phantomkurs der Zahnerhaltung werden die angehenden Zahnmediziner dann von Prof. Kielbassa und seinem Team in die Materie eingearbeitet.
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