Telekommunikationsgesetz

24/7 für Notrufe in Gebärdensprache

"Von nun an ist der 24-Stunden-Service gelebte Praxis."
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"Von nun an ist der 24-Stunden-Service gelebte Praxis."

Der Vermittlungsdienst, der Telefongespräche zwischen hörenden Menschen und Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen durch die simultane Übersetzung eines Gebärdensprachdolmetschers ermöglicht, steht ab sofort rund um die Uhr zur Verfügung. Die Initiative für den 24-Stunden-Service ging 2017 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aus. Bundeswirtschaftsminster Alt­maier: „Notsituationen können sich jederzeit ereignen. Und auch persönliche Kommunikationsbedürfnisse richten sich nicht nach der Uhrzeit. Sprach- und hörbehinderte Menschen müssen deshalb wie alle anderen in der Lage sein, rund um die Uhr im Notfall Hilfe zu rufen und zu telefonieren. Daher haben wir uns dafür eingesetzt, dass der Vermittlungsdienst jederzeit zur Verfügung steht. Von nun an ist der 24-Stunden-Service gelebte Praxis. Gemeinsam mit den Netzbetreibern und Diensteanbietern verbessern wir mit ihm die Notrufmöglichkeiten für sprach- und hörbehinderte Menschen deutlich und schaffen zusätzliche Sicherheit für die Menschen.“
In Deutschland gibt es etwa 80.000 Gehörlose und bis zu acht Millionen Menschen, die beim Sprechen und Hören teilweise sehr stark eingeschränkt sind. Auf Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums hat der Deutsche Bundestag 2017 das Telekommunikationsgesetz dahingehend geändert, dass für sie der telefonische Vermittlungsdienst 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht.

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