20. Juli 2010 |  Wirtschaft aktuell

Erfolgsfaktoren im Crossmedia-Marketing

1. DZW-Jahresfachtagung des Zahnärztlichen Fach-Verlags für Kunden und Agenturen in Herne –

 

Wer erfolgreich werben möchte, hat die Qual der Wahl: Neben traditioneller Werbung in Printmedien, mit Radio- oder Fernsehspots bietet das Internet heute eine Fülle von Optionen, seinen Kunden zu erreichen, sei es mit statischen Anzeigen, animierten Bannern, Werbespots etc. – die Welt der Markenkommunikation befindet sich im Umbruch.

Die hohe Kunst liegt darin, nicht auf einen Infokanal zu fokussieren, sondern crossmedial zu denken – und zu werben. Crossmedia als zeitgemäßes Werkzeug moderner Markenkommunikation war das Thema der 1. DZW-Jahresfachtagung, zu der der Zahnärztliche Fach-Verlag (Herne) Kunden aus Dentalindustrie und Verbänden, aber auch Vertreter von Agenturen Ende Juni nach Herne in die Haranni-Academie geladen hatte. Die Fragestellungen lauteten, wie sich die Print- und Online-Medien in einen crossmedialen Zusammenhang bringen lassen, um eine optimale Werbewirkung zu erzielen und gleichzeitig tatsächlich all diejenigen Adressaten anzusprechen, die man erreichen möchte.

Drei Fachreferenten boten den mehr als 60 Gästen mit multimedial aufbereiteten Präsentationen spannende Einblicke, wie sich Werbung in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat und wohin die Reise – auch hinsichtlich der nächsten Generation mobiler „Endgeräte“ wie Smartphones und Tablet-PCs – gehen wird. Dipl. Oec. Thomas Szasz, Gründer und Managing Director von Smartshop Strategies und ausgewiesener Spezialist für Onlinevermarktung, Online-Sales und Crossmedia, bot in seinem Vortrag „Erfolgreiche Wege zum Kunden mit crossmedialer Kommunikation“ zunächst einen Durchmarsch durch die Geschichte der Werbung. Dabei stellte er die Entwicklung aller wichtigen Medien wie Print, Rundfunk, Fernsehen und Internet vor und beleuchtete deren jeweilige Besonderheiten sowie Vor- und Nachteile.

Im zweiten Teil seiner Präsentation „What’s next? Mobile – die nächste große Herausforderung“ entwarf er ein Szenario, dessen Anfänge wir gerade miterleben: Den Siegeszug des mobilen Internets. Die sogenannten Smartphones wie Apples iPhone und andere machten es dem Anwender möglich, immer und überall online zu sein und Informationsangebote der Internetmedien mobil zu nutzen. Parallel zu immer leistungsfähigeren Geräten wachsen auch deren Anwendungsmöglichkeiten, so Szasz: Wenn mein Smartphone schon einen GPS-Empfänger hat, warum nutze ich diese Funktion nicht, um ein passendes Restaurant oder meinen Lieblingsladen zu finden oder mich in „Social Networks“ zu bewegen, zu orientieren und zu kommunizieren?

Seien die Leistungen dieser Smartphones schon beeindruckend, stehe mit der Geräteklasse der Tablet-PCs aber bereits die nächste Generation in den Startlöchern. Diese Tablet-PCs böten dem Benutzer aufgrund ihres Formats noch mehr Komfort bei der mobilen Nutzung des Internets, als es mit dem relativ kleinen Displays der Smartphones möglich ist, dafür sei man jedoch zurzeit noch auf schnelle Verbindungen über Drahtlosnetzwerke angewiesen – was sich nach Einschätzung von Szasz allerdings schon in Kürze ändern wird.

Mit den rasant wachsenden Fähigkeiten der mobilen Endgeräte wachsen selbstverständlich auch die Optionen, Inhalte klassischer Printmedien wie Zeitungen und Magazine online zu präsentieren und ganz neue Werbemöglichkeiten zu schaffen. Eindrucksvoll das Konzept des US-amerikanischen Sportmagazins Sports Illustrated, das Szasz vorstellte: Was auf den ersten Blick auf dem entsprechende Tablet-PC aussieht wie eine lediglich für die Web-Darstellung optimierte Version der Printausgabe, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als multimedial aufbereitete Informationsplattform: Das Titelbild ist in Wirklichkeit ein eingebetteter Filmclip, hinter den Teasern des Titels verbergen sich ausführliche Beiträge, die zudem mit einer Fülle relevanter Hintergrundinformationen ausgestattet sind, und zusätzlich hat der Leser beziehungsweise Anwender die Möglichkeit, auf ein umfangreiches Archiv zuzugreifen und sich alle gewünschten Informationen nach eigenen Vorgaben zusammenstellen zu können.

Wachsende Optionen im Informations- und Werbebereich schön und gut, das bedeutet allerdings auch vielfältige Möglichkeiten, mit Mediengesetzen oder dem Presserecht in Konflikt zu geraten. Hier bot Rechtsanwalt Dr. Michael Rath-Glawatz spannende Einblicke, was an Vorschriften zu beachten ist, wenn man crossmedial werben möchte. Rath-Glawatz, der durch seine Tätigkeit als Verlagsgeschäftsführer, Leiter der Rechtsabteilung diverser Medienunternehmen und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Verlagsjustitiare weiß, welche juristischen Fallstricke drohen können, zeigte in seinem Vortrag „Rechtsfragen zu crossmedialer Werbung“ an zahlreichen Beispielen aus der Praxis auf, welche presserechtlichen Besonderheiten zu beachten sind und wo beispielsweise entscheidende Unterschiede zwischen Publikumsmedien und Fachmedien liegen. Beide Referenten betonten, dass die Qualität des redaktionellen Umfelds stimmen müsse, wenn Werbung ihr Ziel erreichen solle. Wie groß das Interesse der Gäste an diesen Themen ist, zeigten die zahlreichen Fragen, die das Publikum stellte und die sich kaum in der Kürze der Zeit beantworten ließen.

Abgerundet wurde die 1. DZW-Jahresfachtagung mit der Präsentation „Wirklich alle erreichen“ von Verlagsleiter des zfv, Dipl.-Kfm. Heinrich Bolz. In einem detaillierten Überblick zeigte Bolz, welche crossmedialen Angebote der zfv seinen Kunden schon heute zur Verfügung stellen kann und welche Medienplattformen dafür infrage kommen. Mit den bekannten Print-Titeln DZW – Die ZahnarztWoche und ihren Supplements DZW Spezial, DZW Zahntechnik und DZW Orale Implantologie sowie Chance Praxis und Prophylaxe Impuls, den Webpräsenzen DZW-online und Chance-Praxis-online sowie der neuen Web-TV-Plattform DZW-tv stellt er das umfangreiche Verlagsportfolio des zfv vor. Hinzu kommen zahlreiche Buchveröffentlichungen, umfangreiche Charts zur Patienteninformation und Patientenberatung und und und.

Print, Online und Web-TV – der Zahnärztliche Fach-Verlag decke alle für die Dentalbranche relevanten Medien ab und biete seinen Kunden, so Bolz, ausgezeichnete Voraussetzungen, crossmedial effiziente Markenkommunikation zu betreiben – sei es in Print, online oder mit bewegten Bilden im Web-TV.    

Fotos: Kathrin Hester

Hier geht´s zur Bildergalerie (nur für die Teilnehmer der Veranstaltung)  http://www.dzw.de/jahresfachtagung/

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Kommentare

bis, 14.07.10 09:28:
Ein wirklich schöner Bericht zur 1. DZW Jahresfachtagung. Liebe Grüße an die Redaktion.
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