Neue Studie zu "Motivational Interviewing"

Sofortschutz: Wenn sich alle erst dann absichern würden, wenn der Behandlungsbedarf bereits feststeht, dann wären die Beiträge deutlich höher als heute, und kaum einer würde die Tarife abschließen.
20. April 2017
Neue Studie zu "Motivational Interviewing"
Einfluss durch MI

Wenn Zahnärzte ihre Patienten motivieren, Therapieempfehlungen umzusetzen, nennt man das "Motivational Interviewing". Was das für die Erfolgsquote in der Parodontologie bedeutet.

Von entscheidender Bedeutung für Langzeiterfolge in der Parodontologie sind die Umsetzung von Therapieempfehlungen durch die Patienten sowie ihr Motivationswechsel. "Ziel der Untersuchung war der Einfluss von Motional Interviewing (MI) auf Patienten, die mit einer nicht-chirurgischen Parodontaltherapie behandelt wurden", so das Dentalunternehmen TePe in einem Newsletter. Die Behandlung wurde duch Studenten durchgeführt. Eine Studentengruppe wurde in MI ausgebildet, die andere Studentengruppe erhielt kein Training in dieser Richtung.

Keine Beeinflussung von klinisch-parodontologischen Parametern

Die Selbstwirksamkeit in Bezug auf die Interdentalreinigung erreichte bessere Werte in der Patientengruppe, die von den in MI ausgebildeten Studenten behandelt wurde. Dagegen wurden die klinisch-parodontologischen Parameter nicht durch MI beeinflusst, was sich durch großen Einfluss von Scaling und Wurzelglättung auf diese Parameter erklären lässt.

Quelle: DZW-TV

 

Die Studie erstreckte sich über einen Zeitraum von sechs Monaten, bei längerer Dauer könnten die Ergebnisse abweichen. Die Studentengruppe, die in MI ausgebildet wurde, erreichte im Vergleich zur anderen Gruppe signifikant bessere Werte bei den MI-Variablen, erreichte aber nicht die für MI-Therapeuten empfohlenen Werte, so TePe.

Der gesamte Zeitbedarf der verhaltensbezogenen Gespräche unterschied sich zwischen den Gruppen nicht, obwohl MI mehr offene Fragen erfordert, was die Vermutung eines höheren Zeitbedarfs gerechtfertigt hätte. dzw

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