Auf der Piste an den Mundschutz denken
Brandenburgische Zahnärzte raten zu Unfallvorsorge beim Wintersport –
Winter, Schnee und Alpen – zurzeit zieht es wieder viele Sportbegeisterte in die Berge. Steile Pisten und idyllische Landschaften laden zum Ski- oder Snowboardfahren ein. Mit Helm und Skiausrüstung geht es dann auf den Berg. Doch auch ein Mundschutz sollte beim Wintersport nicht fehlen, um die Zähne bei Stürzen nicht zu gefährden.
Gerade in den Winterferien nutzen viele die Gelegenheit für einen Skiurlaub. Ob rodeln oder mit dem Snowboard die Piste runterfahren: Das Risiko eines Unfalls oder Zusammenstoßes ist groß. „Damit der Ausflug in den Schnee keine unangenehmen Folgen hat, empfehle ich den Freizeitsportlern neben dem Helm einen Mundschutz. Dieser verhindert den Verlust eines Zahns oder sogar ganzer Teile des Gebisses“, sagt Dr. Eberhard Steglich, Vizepräsident der Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB). Besonders gefährdet bei einem Sturz sind die Schneidezähne. Aber auch durch Füllungen vorbelastete Zähne können schneller Schaden nehmen.
Der Mundschutz fängt die beim Sturz wirkenden Kräfte ab und senkt die Gefahr eines Körperschadens. Er schützt darüber hinaus die Mundschleimhaut und verhindert mögliche Verletzungen, wie die der Lippen, der Zunge oder der Kiefergelenke. „Ratsam ist ein Mundschutz, der vom Zahnarzt beziehungsweise Kieferorthopäden individuell angepasst wird und so jederzeit wieder verwendet werden kann. Wer sich für eine solche Schiene, die keine Kassenleistung ist, interessiert, sollte sich beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden beraten lassen“, erläutert Steglich.
Erste Informationen zu verschiedenen Mundschutztypen, die im Tragekomfort unterschiedlich sind, erhalten Interessenten auch in Sportfachgeschäften. „Der gewählte Mundschutz sollte die Zähne und das Zahnfleisch im Ober- und Unterkiefer bedecken, dabei aber die Atmung, Kieferstellung und auch Sprache nicht beeinträchtigen“, rät der Kieferorthopäde. Sei all das gegeben, stehe einem schönen Winterurlaub in den Bergen nichts mehr im Weg.
Es gibt drei verschiedene Arten des Mundschutzes: die konfektionierte, die individuell angepasste und die individuell hergestellte Schiene. Diese unterscheiden sich durch ihre Schutzwirkung, die Herstellung sowie den Tragekomfort. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich an seinen Zahnarzt oder Kieferorthopäden wenden. Näheres dazu gibt es auch im Netz unter www.zahnrat.net.
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