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01. Februar 2010 |  Panorama

Kompetenzteam Händehygiene

Hände des Personals sind Hauptüberträger von Krankheitserregern –

 

Wissenschaftliche Untersuchungen zur Händehygiene sind das Ziel des neuen Kompetenzteams Händehygiene, das mit Unterstützung des Unternehmens B. Braun am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg gegründet wurde. In den kommenden zwei Jahren werden hier systematische, praxisnahe Studien insbesondere zur Verträglichkeit von Händehygienepräparaten durchgeführt.

Foto: Andreas Morlok

Die Hände des medizinischen Personals behandeln und pflegen Patienten, sind aber auch der häufigste Überträger für Krankheitserreger. Die Lösung dieses Problems ist einfach und effektiv: die hygienische Händedesinfektion. Sie tötet wirksam und zuverlässig krankmachende Keime auf den Händen ab und ist damit ein wesentlicher Faktor für die Patientensicherheit und ein grundlegender Qualitätsmarker im Gesundheitswesen. Dennoch werden in den Praxen und Kliniken die Hände noch nicht genügend häufig desinfiziert. Mit gefährlichen Folgen: Etwa ein Drittel der jährlich schätzungsweise 500.000 Krankenhausinfektionen in Deutschland sind auf mangelnde Händehygiene zurückzuführen.

Ein wichtiger Faktor zur Verbesserung der Händehygiene sind optimal verträgliche Präparate. „Alkoholische Händedesinfektionsmittel sind generell zwar bereits gut verträglich, allerdings gibt es hier noch erhebliches Verbesserungspotenzial. Nach der Einführung von farbstoff- und parfümfreien Händedesinfektionsmitteln müssen nun weitere Optimierungen erreicht werden“, sagt Professor Markus Dettenkofer, Sektionsleiter Krankenhaushygiene und Leiter des Teams.

„Es gibt bisher wenig wissenschaftlich hochwertige Studien zur Verträglichkeit von Händehygieneprodukten. Dies möchten wir ändern“, ergänzt Professor Volker Mersch-Sundermann, Ärztlicher Direktor des Instituts. Das Kompetenzteam Händehygiene forscht nicht nur, sondern berät innerhalb des Universitätsklinikums Freiburg, aber auch außerhalb zu Fragen der angewandten Händehygiene. Um das Projekt wissenschaftlich zu begleiten, wurde ein Beirat einberufen, dem Wissenschaftler aus Berlin, Basel und Wien angehören.
Weitere Informationen sind unter www.haendehygiene-freiburg.info zu finden.  

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