Freude an der Prävention und Freude durch die Prävention
Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Zahnheilkunde in
Bayern startet in die „Dekade der Prävention“ – 30-jähriges Jubiläum und 85. Geburtstag des Gründers –
Im 31. Jahr seines Bestehens startet der Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Zahnheilkunde in Bayern (VFwZ) auf Anregung seines Gründungsvorsitzenden Prof. Dr. mult. Dieter Schlegel in die „Dekade der Prävention“. Der Verein, der im Oktober 2009 sein 30-jähriges Bestehen und den 85. Geburtstag seines Initiators Schlegel feiern konnte, stellt sich damit einem großen Thema und will mit einem neuen Ansatz die Prävention weiter befördern.
„Der VFwZ in Bayern e.V. vertritt einen neuen Präventionsansatz, der basierend auf dem Augsburger Modell der Zahngesundheitserziehung die emotionale Motivation unter dem Motto ‚Freude an der Prävention und Freude durch die Prävention‘ in den Mittelpunkt stellt. Mit einer Reihe von ansprechenden und altersgemäßen Informationsmaterialien werden inhaltliche Schwerpunkte wie die Bedeutung des Sechs-Jahr-Molaren, das Nachputzen durch die Eltern, die Vorbildfunktion, die Auswirkungen der Trinkgewohnheiten auf die Zahnoberfläche und die Zahngesundheit im Alter vermittelt“, heißt es dazu in der Presseinformation des Vereins. Man habe die Bayerische Landeszahnärztekammer, die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns, die Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ), die Landeszentrale für Gesundheit in Bayern, die Ludwig-Maximilians-Universität München, den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg gebeten, das Fundament für die vorbeugende Zahnheilkunde weiter auszubauen.
„Es ist unzweifelhaft besser, Schäden zu vermeiden als Schäden zu reparieren. In unserem Bereich funktioniert das nachweislich besonders gut. Die bisherigen Ergebnisse sind ermutigend, müssen aber weiter verbessert werden. Verbesserungsmöglichkeiten sehen wir beispielsweise in Bereichen der frühkindlichen Prävention, bei den Jugendlichen, in der Alterszahnheilkunde oder beim Trinkverhalten“, so der derzeitige Vorsitzende des Vereins, Dr. med. dent. Anton Euba, in seiner Festrede.
Damit setze man auch das Lebenswerk des Vereinsgründers Prof. Schlegel fort, der seit 30 Jahren ununterbrochen als Motor, Ideengeber und führendes Mitglied der Vorstandschaft wirke. Die von ihm formulierten und aktiv gelebten Vereinsziele des VFwZ seien die finanzielle Förderung der Fortbildung von Assistenten (Stipendiaten) und Studenten an den bayerischen Kliniken für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, die Pflege der wissenschaftlichen und fachlichen Kontakte der Mitglieder zu den bayerischen Landesuniversitäten und den Ausbau internationaler Kontakte zum Wissenschaftsaustausch im Interesse der Vereinsziele und die Förderung von zahnärztlichen Forschungsvorhaben in Bayern.
Welch hohes Ansehen der Verein und sein Gründer über Bayern hinaus genießen, machten die nationalen und internationalen Referenten auf dem Festakt am 17. Oktober 2009 deutlich, auf dem der Bayerische Staatsminister und Kollege Dr. med. dent. Wolfgang Heubisch die Festrede auf Verein und Jubilar hielt. Vielfach Unterstützung gab es dabei auch für die „Dekade der Prävention“. Dr. Herbert Michel von der LAGZ Bayern: „Prävention ist an kein Alter gebunden. Wenn sie ihre volle nachhaltige Wirkung entfalten soll, muss sie in einem Netzwerk von Fachdisziplinen angeboten werden.“
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