
DGZMK-Präsident Hoffmann staunt über Vorgänger als Internationalen Meister
Willoughby Dayton Miller war auch im Golfsport ein As –
Dass er als Wissenschaftler ein wahrer Wirbelwind gewesen sein muss, zeigt die wissenschaftliche Karriere des früheren Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Willoughby Dayton Miller, nicht nur in seinen bis heute grundlegenden Arbeiten zur chemisch-parasitären Kariesätiologie. Bemerkenswert ist dabei sicher auch, dass er sich 1884 als erster Ausländer im nationalbewussten Kaiserreich über den Ruf als Professor an der Berliner Universität erfreuen durfte.
Eine echte Überraschung für den heutigen Präsidenten der DGZMK, Prof. Dr. Thomas Hoffmann (Uni Dresden), war aber die Erkenntnis, einen absoluten Top-Sportler zum Vorgänger gehabt zu haben. Denn Miller, dessen Name den Pokal ziert, den die DGZMK ab diesem Jahr vergibt, war auch als Sportler eine echtes As. Das nicht nur, weil er sich als Gründungspräsident des Golf- und Landclubs Berlin-Wannsee hervortat, der heute als ältester Golfclub Deutschlands gilt. Er brachte es auch zu sportlichen Ehren, von denen seine Nachfolger nicht einmal zu träumen wagen. Wie sich im Zusammenhang mit einer Anfrage zum Jubiläumsturnier anlässlich des 115jährigen Bestehens des Clubs herausstellte, war Miller seinerzeit Internationaler Golf-Meister von Österreich und Deutschland. Diese bislang verborgene Facette seines Schaffensdrangs hat die DGZMK veranlasst, sich mit einer kleinen Geldspende an der Stiftung des „Miller-Cups“ zu beteiligen, den der Golf- und Landclub Berlin-Wannsee künftig als Wanderpokal für seine Jubiläumsturniere auslobt. „Allein Millers wissenschaftliche Vita verdient höchsten Respekt.
Umso erstaunlicher, dass sich der Schüler Robert Kochs mit einem Doktortitel der Allgemeinmedizin neben den Löchern in den Zähnen auch noch denen auf dem gepflegten Grün widmen konnte“, unterstrich DGZMK-Präsident Hoffmann bei der ersten Verleihung des Miller-Cups Ende Mai in Berlin seine Wertschätzung für den großen zahnmedizinischen Wissenschaftler und Sportsmann. „Das werden weder ich noch meine Nachfolger wieder erreichen“, sagte Hoffmann. Dennoch sei die Sportlerkarriere Millers ein guter Beleg dafür, wie vielseitig Wissenschaftler der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sein könnten.
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