
Kroko feiert 20. Geburtstag
Seit 1990 für die LAG Berlin im Dienst für Kindergesundheit –
Vor fast auf den Tag genau 20 Jahren ist das Kroko zu seiner besonderen Art „Leben“ erwacht und feierte vergangene Woche seinen 20. Geburtstag mit Torte und einem Geburtstagsständchen einer Vorschulkindergruppe aus der Kita „Erlebniswelt“ in Berlin-Lichtenberg. Die Identifikationsfigur für Kinderzahngesundheit hatte gleich mehrere „Geburtshelfer“: Die Landesverbände der Krankenkassen, die Zahnärztekammer Berlin sowie das Land Berlin legten am 11. Juli 1990 den Grundstein für die Gründung der Landesarbeitsgemeinschaft Berlin zur Verhütung von Zahnerkrankungen (Gruppenprophylaxe) e.V. und erfüllten so den gesetzlichen Auftrag nach Paragraf 21 SGB V.
Mit der LAG begann auch das Kroko seine Arbeit in Berlin. Als Kinder befragt wurden, welches Tier für sie am meisten „starke und gesunde Zähne“ repräsentiert, entschieden sich fast alle für das Krokodil. Es hat zudem eine weitere überzeugende Beziehung zur Mundgesundheit: Der „Krokodilwächter“ (ein Vogel aus der Großfamilie der Schwalben) hüpft im Maul des Krokodils über dessen Zähne und pickt Essensreste auf.
Insbesondere für die jüngeren Kinder ist das Kroko, das als Handpuppe bei den LAG-Maßnahmen immer dabei ist, ein lebendiger Freund und Kumpel, mit dem sie reden und gemeinsam lernen, wie man seine Zähne richtig reinigt und worauf man besonders achten muss. Es ist fester Bestandteil des Mundgesundheitsunterrichts. Neben der Großfigur, die vor allem bei Veranstaltungen wie dem Weltkindertag, dem Kinderfest „23 Nisan“, dem Tag der Offenen Tür im Bundesgesundheitsministerium und anderen Veranstaltungen das LAG-Team begleitet, gibt es noch jeweils eine kleine Kroko-Handpuppe für die 76 Gruppenprophylaxespezialistinnen der LAG, die zu den Terminen mitgenommen werden. Diese vielen Hand-Krokos werden auch gebraucht, denn pro Jahr erreicht das LAG-Team so gut wie flächendeckend mehr als 100.000 Kindergartenkinder, mehr als 160.000 Grundschulkinder, rund 13.000 Sonderschüler und Kinder mit Behinderungen und rund 45.000 Kinder und Jugendliche in weiterführenden Schulen – insgesamt also im Jahr mehr als 300.000 Kinder im Land Berlin. Von diesen Kindern werden pro Schuljahr ca. 205.000 mundgesundheitlich untersucht, und 175.000 erhalten spezielle Fluoridanwendungen zum Schutz für die Zähne. „Die Impulse, also die Anzahl der Besuche pro Einrichtung, planen wir anhand des Bedarfs, der sich aus den Untersuchungsdaten der bezirklichen Zahnärztlichen Dienste – diese machen unter anderem die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen – sowie aus dem Berliner Sozialstrukturatlas ablesen lässt“, so LAG-Geschäftsführer Rainer Grahlen.
Fast alle dieser 300.000 Kinder werden von Kroko und seinen Mundgesundheitsexpertinnen in den Folgejahren erneut erreicht, wenn sie eine Gruppe oder Klasse weitergekommen sind – so ist gesichert, dass sie nachhaltig und jeweils altersgerecht über die wichtigsten Entwicklungsphasen hinweg die richtigen Schritte zur Mundgesundheit trainieren.
„Das, was unser Kroko und unsere Teams leisten, ist deshalb mehr als nur Mundgesundheitstraining“, sagte Grahlen: „Mehr denn je ist unser Ziel, die Kinder auf ein eigenverantwortliches Handeln für ihre Gesundheit vorzubereiten. Wenn die Mittel für die Behebung von Zahn- und Mundgesundheitsschäden immer weiter reduziert werden, wird die Aufgabe, sich selbst gesund zu erhalten, immer wichtiger. Mit Druck lernen die Kinder aber nicht und sind auch nicht motiviert, das Gelernte auch selbst umzusetzen, sondern über Vorbilder und Zuwendung, ganz besonders zusammen mit den vielen Freunden in der Gruppe in Kindergarten und Schule. Hier werden auch sozial benachteiligte Kinder auf Augenhöhe mit einbezogen. Die zahnmedizinische Gruppenprophylaxe ist daher ein ganz wesentlicher Baustein für die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen. Das Kroko und wir werden jedenfalls in den nächsten Jahren nicht weniger zu tun haben.“
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