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09. Dezember 2011 |  Panorama

Eine goldene Brücke für Benachteiligte

25 erfolgreiche Jahre – „Aktion Z“ sammelt Altgold bei Zahnarztpatienten –

 

Trotz des hohen Goldpreises sind immer mehr Zahnarzt-Patienten bereit, nach einer Zahnsanierung ausgediente Brückenglieder oder Kronen aus Gold in die bereitstehenden Sammelbüchsen zu legen. Zu den bekanntesten Aktionen im Zusammenhang mit Altgold-Sammlungen im Zahnarztbereich gehört die „Aktion Z – Altgold für die dritte Welt”, die 2012 auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

Informiert durch ihren Zahnarzt, der mit Flyern, Plakaten, in seinem Internet-Auftritt und mit persönlichem Engagement  die Spenden-Aktion begleitet, entschließen sich immer mehr Patienten, mit diesem persönlichen Beitrag eine gute Sache zu unterstützen. Über den Spendenerlös von 2,34 Millionen Euro, den die letzte Sammelaktion seit 2008 bis jetzt erbrachte, werden sich die drei Hilfsorganisationen freuen, denn sie erhalten je 780.000 Euro für Projekte in der Dritten Welt.

Die „Aktion Z“ wurde 1987 von der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein auf Initiative der Zahnärztekammer Karlsruhe ins Leben gerufen. Im Laufe der Jahre sind immer mehr Zahnarztpraxen dazu gekommen, die sich  mit viel ehrenamtlichem Engagement an der Sammelaktion beteiligen. Die Patienten wissen, dass der Erlös der Aktion Z direkt an Hilfsprojekte in der Dritten Welt fließt. Außerdem wurden auch die nicht unerheblichen Scheidekosten, die bei der Trennung von edelmetallhaltigen Materialien anfallen, von der Heraeus Kulzer GmbH, Hanau, als Spende eingebracht.

Verantwortung  für benachteiligte Länder

Dr. Bernhard Jäger, Vizepräsident der LZK BW und Beauftragter der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg für die „Aktion Z“, betont in diesem Zusammenhang, dass Zahnärzte, Patienten und Kooperationspartner wissen,„dass wir eine große menschliche Verantwortung für unsere Mitmenschen  in der Dritten Welt haben“. Die Einnahmen aus der „Aktion Z“ werden direkt für den Kauf von medizinischen Instrumenten und Medikamenten, für Basisgesundheitsdienste und Armenapotheken, den Unterhalt von Armenkliniken, zahnärztliche Hilfe in unwegsamen Gebieten oder für medizinische Hilfe für Straßenkinder eingesetzt – eine oft überlebenswichtige Hilfe zur Selbsthilfe. Um diese leisten zu können, unterhält die „Aktion Z“ seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit den folgenden drei Hilfsorganisationen:

• Ärzte für die Dritte Welt – German Doctors e.V., Frankfurt a. M.,

• Don Bosco Jugend Dritte Welt e.V. – Aktion für internationale Jugendhilfe und Entwicklungsarbeit, Bonn oder Freunde und Förderer der Missionsprokur der Salesianer Don Boscos in Bonn e.V.,

• Hilfe zur Selbsthilfe – Dritte Welt e.V., Dossenheim.

 Insgesamt haben die Patienten seit Bestehen der  „Aktion Z“  mehr als acht Millionen Euro gespendet. Jäger: „Die Patienten spüren, dass sie mit einem kleinen Beitrag Menschen, die unter schwersten Bedingungen in der Dritten Welt leben, ein bisschen mehr Lebensqualität geben können. Sie haben bei allen Sorgen um unsere Krisen in Europa nicht vergessen, dass es viele Menschen auf der Welt gibt, denen es wesentlich schlechter geht als uns.“

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