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31. Mai 2011 |  Panorama

Deutsche Röntgengesellschaft kauft Geburtshaus ihres Namensgebers

Die Deutsche Röntgengesellschaft e.V. hat das Geburtshaus ihres Namensgebers, Wilhelm Conrad Röntgen, erworben. Das Haus in der Altstadt des Remscheider Stadtteils Lennep war der Fachgesellschaft zu einem symbolischen Preis von einem Euro angeboten worden.

Zur Schlüsselübergabe an Röntgens Geburtshaus trafen sich (v. l.) Prof. Gerhard Adam, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft; Dr. Henkelmann, Kulturdezernent Stadt Remscheid; Beate Wilding, OB der Stadt Remscheid; Bernhard Lewerich, Deutsche Röntgengesellschaft; Prof. Ulrich Mödder, Uniklinik Düsseldorf. – Foto: Deutsche Röntgengesellschaft

Anlässlich der Schlüsselübergabe durch die Oberbürgermeisterin der Stadt Remscheid, Frau Beate Wilding, erklärte der Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft, Prof. Dr. med. Gerhard Adam (Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf): „Der Erwerb des Hauses ist eine Herzensangelegenheit. Wir drücken damit unsere Verbundenheit mit dem großen Forscher Wilhelm Conrad Röntgen aus. Seine Entdeckung hat die Medizin und Naturwissenschaften revolutioniert.“

Die Deutsche Röntgengesellschaft wird in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz und dem Deutschen Röntgen-Museum das Geburtshaus sanieren und neu gestalten. Prof. em. Dr. med. Ulrich Mödder, (Universitätsklinikum Düsseldorf), erster Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums: „Wir wollen dieses Haus zu einer Begegnungsstätte für Forscher aus aller Welt machen und freuen uns, gemeinsam mit dem Röntgen-Museum Remscheid ein Konzept zur Nutzung des Hauses zu entwickeln.“

Wilhelm Conrad Röntgen kam am 27. März 1845 in Lennep (heute Remscheid) zur Welt. Drei Jahre nach Röntgens Geburt verließ die Familie die Stadt, um sich im niederländischen Appeldoorn niederzulassen. Röntgen studierte in der Schweiz Physik, nach Stationen in Straßburg und Gießen wurde er 1888 an der Universität Würzburg zum Professor für Experimentalphysik ernannt.

Hier entdeckte er 1895 die von ihm so genannten X-Strahlen, die entgegen der ausdrücklichen Verfügung des Entdeckers „Röntgenstrahlen“ genannt wurden. 1901 erhielt Röntgen den Physik-Nobelpreis, Röntgen war damit der erste Träger des Nobelpreises. Ab 1900 lehrte Röntgen an der Universität München, wo er am 10. Februar 1923 verstarb.

Die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG), 1905 in Berlin gegründet, ist eine der ältesten medizinischen Fachgesellschaften. Sie widmet sich der Förderung der Radiologie in allen Bereichen der medizinischen Anwendung und der Grundlagenforschung. Aktuell zählt die DRG 6.500 Mitglieder, vorrangig Radiologen und Medizinphysiker. Die DRG ist Ausrichterin des Deutschen Röntgenkongresses, des größten deutschsprachigen Fachkongresses der bildgebenden Medizin. Der 92. Deutsche Röntgenkongress findet in diesem Jahr vom 1. bis 4. Juni in Hamburg statt.

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