
Uniklinik Köln beteiligt sich an Weltrekordversuch
Mediziner schulen Fußballfans in Berlin in Wiederbelebungsmaßnahmen bei plötzlichem Herzstillstand –
Jedes Jahr erleiden in Europa rund 400.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand, nur etwa 50.000 von ihnen überleben. Dabei könnten die Überlebenschancen mit den richtigen Wiederbelebungsmaßnahmen deutlich mehr als verdoppelt werden.
An einem ganz besonderen Weltrekordversuch beteiligen sich deshalb 15 Mediziner und Pflegende um Prof. Dr. Bernd Böttiger, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln, am 1. Oktober 2011 in Berlin.
Vor dem Spiel Hertha BSC gegen den 1. FC Köln sollen insgesamt 10.000 Zuschauer gleichzeitig von 250 Experten auf Initiative der European Society of Intensive Care Medicine (ESICM), des European Resuscitation Council (ERC) und des German Resuscitation Council (GRC) etwas über Wiederbelebungsmaßnahmen bei einem plötzlichen Herzstillstand lernen. Die Veranstalter wollen damit einen neuen Weltrekord aufstellen. Die Teilnahme ist für Böttiger, derzeit ehrenamtlicher Präsident des ERC, selbstverständlich: „Mit dem richtigen Wissen ist es selbst für Laien kinderleicht, die entscheidende Hilfe zu leisten und damit die Überlebenschancen der Betroffenen deutlich zu steigern. Die Veranstaltung ist eine tolle Möglichkeit, dieses Wissen weiterzugeben.“
Hauptsache bei der Wiederbelebung ist die heftige Herzmassage. „Wenn der Ersthelfer den Rettungsdienst alarmiert, dann die Mitte des Brustkorbs mit einer Frequenz von mindestens 100 Mal pro Minute eindrückt und vielleicht sogar noch gelernt hat zu beatmen, haben die Betroffenen eine sehr gute Chance zu überleben“, erklärt der Mediziner.
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