
Widmann-Mauz: Werden jetzt in Gespräche mit den Zahnärzten eintreten
Neujahrsempfang der BZÄK und KZBV in Berlin –
„Wir wissen um ihre Wünsche hinsichtlich der Grundlohnsummenanbindung der zahnärztlichen Honorare. Wir werden hier mit den Zahnärzten in Gespräche eintreten.“ Das kündigte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Annette Widman-Mauz, MdB (CDU), auf dem Neujahrsempfang der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung am Dienstagabend in Berlin an.
Auch die Bedenken zum alten GOZ-Referentenentwurf und die Forderungen dazu kenne man, und auch hier werde man schon in den kommenden Wochen intensive Gespräche mit den Zahnärzten führen. Bewegung kündigte Widmann-Mauz auch bei der im vergangenen Jahr an den Ländern gescheiterten Einführung einer neuen Approbationsordnung für die Zahnmedizin an. „Wir werden uns diesem wichtigen Thema intensiv widmen und die Länder davon überzeugen, dass die Kapazitäten und die neue Ausrichtung gebraucht werden“, so ihre Ankündigung. „Und dabei stehen wir zum Staatsexamen“.
Unterstützung für die Zahnärzte signalisierten auf dem von Abgeordneten des Deutschen Bundestags, Vertretern der Ministerien und zahlreicher Körperschaften und Verbände sehr gut besuchten Empfang signalisierten auch Johannes Singhammer, MdB (CSU), Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Bereiche Gesundheit, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: „Ich verspreche Ihnen für die Koalition, wir werden noch einen Zahn zulegen“ sowie die gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen. Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB (SPD), lobte das Bewusstsein für und den Stand der Qualitätssicherung bei den Zahnärzten und bot die konstruktive Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion an. Die FDP-Abgeordnete Ulrike Flach erklärte, die Reform der zahnärztlichen Vergütung liege bei der Koalition – „wir haben in der Gesundheitspolitik hier ein gutes Team“ – „ganz vorne auf dem Tisch“.
„ ‚Das ganze Leben besteht in einem ständigen Neubeginn‘ haben wir unsere Einladung überschrieben, weil wir große Chancen sehen, die für unseren Berufsstand wichtigen Themen in diesem Jahr unter den neuen politischen Verhältnissen und mit zum Teil neuen Gesprächspartnern in einem neuen Geist des konstruktiven Dialogs anzugehen“, so BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel in seiner Begrüßung. „Im Sinne der Freiberuflichkeit bin ich als Zahnarzt allerdings ein freier Mensch mit einer Bringschuld, nämlich der einer angemessenen zahnmedizinischen Versorgung unserer Bevölkerung auf dem Stand der aktuellen Wissenschaft“. Um dies auf dem hohen Niveau halten zu können, bestehe in den „für unsere Profession elementaren Bereichen dringender politischer Handlungsbedarf“.
Ein ausführlicher Beitrag folgt in der DZW-Ausgabe 5/2010.
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