16. Juli 2010 |  Politik aktuell

Zahnärzte sind keine Kostentreiber

Bayerische Landeszahnärztekammer zur Kostenentwicklung –

 

„Angesichts der aktuellen Zahlen zur Finanzentwicklung der Krankenkassen im ersten Quartal 2010, die das Bundesministerium für Gesundheit jüngst vorgelegt hat, können wir Zahnärzte sicher sein, dass wir nicht zu den Kostentreibern im deutschen Gesundheitswesen gehören“, so Michael Schwarz, Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK), in einer aktuellen Presseerklärung.

Für zahnärztliche Behandlung und Zahnersatz seien die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig gestiegen. Bei der zahnärztlichen Behandlung waren es im ersten Quartal 2009 2,15 Milliarden Euro, im Jahr darauf 2,20 Milliarden Euro. Beim Zahnersatz stiegen die Ausgaben im Jahreszeitraum von 750 Millionen Euro auf 770 Millionen Euro.

Der Vergleich zwischen 1981 und 2008 zeige, dass die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung für zahnärztliche Behandlung real um 29 Prozent gesunken sind (Quelle: KZBV/BZÄK, Daten und Fakten 2009). „Vor diesem Hintergrund gesehen, ist es umso positiver zu bewerten, dass Deutschland bei der Zahngesundheit nach wie vor einen guten Platz belegt.“ Generell dürfe man heute feststellen, dass sich die Mundgesundheit der gesamten Bevölkerung in den vergangenen beiden Jahrzehnten deutlich verbessert hat, so die BLZK in einer Presseerklärung. Deutschland könne seine Position in der Spitzengruppe der europäischen Länder seit Jahren behaupten. Die enorme Verbesserung betreffe insbesondere Kinder und Jugendliche.

Diese Erfolge beruhen laut BLZK unter anderem auf der konsequenten Ausrichtung hin zu einer präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Prävention gehöre zum Leistungsspektrum der Zahnarztpraxen in Deutschland. Präsident Schwarz: „Der Zahnarzt ist heute wesentlich mehr Manager der oralen Gesundheit. Früher war er Reparateur. Wir Zahnärzte zeigen mit unserer Arbeit, dass wir in unserem Fach durch sinnvolle strukturelle Maßnahmen Veränderungen einleiten und damit Erfolge erzielen. Vor der Politik müssen wir Bürger dies auch erwarten können.“

Eine falsch verstandene Sparpolitik könne der zahnmedizinischen Versorgung Schaden zufügen: „Die Zahnmedizin arbeitet präventionsorientiert. Wer hier spart, spart vor allem an der Verhütung von Erkrankungen und steigert die Folgekosten. Das ist der Weg in die falsche Richtung“, so Schwarz.   

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