
Neuer Ärztekammerpräsident Montgomery will Anliegen der Ärzte und Patienten stärker in die Politik tragen
GOÄ und Versorgungsstrukturgesetz aktuell im Fokus –
Die Bundesärztekammer (BÄK) hat am Donnerstag einen neuen Präsidenten gewählt. Dr. Frank Ulrich Montgomery (59), Radiologe aus Hamburg und über den Berufsstand hinaus als früherer kämpferischer Vorsitzender des Marburger Bunds, der Vereinigung der Klinikärzte, bekannt, erhielt im zweiten Wahlgang eine knappe Mehrheit.
Montgomery, auch Präsident der Ärztekammer Hamburg, setzte sich damit gegen seine Konkurrenten Dr. Theodor Windhorst (Westfalen) und Dr. Günter Jonitz (Berlin) durch. Die weiteren Mitbewerber, Martin Grauduszus (Freie Ärzteschaft) und der hessische Kammerpräsident Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, waren im zweiten Wahlgang nicht mehr angetreten.
Zu Vizepräsidenten wurden mit sehr großer Mehrheit Dr. Martina Wenker (Kammerpräsidentin Niedersachsen) und Dr. Max Kaplan (Kammerpräsident Bayern) gewählt. Im Vorstandsamt bestätigt wurde der Rudolf Henke, seit 2007 Bundesvorsitzender des Marburger Bunds und seit 2009 CDU-Bundestagsabgeordneter. Neu in den Vorstand gewählt wurde Dr. Ellen Lundershausen, HNO-Fachärztin aus Thüringen. Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, der sein Amt als BÄK-Präsident aus Altersgründen abgab, wurde auf Vorschlag seines Nachfolgers Montgomery zum Ehrenpräsidenten gewählt.
Der neue BÄK-Präsident kündigte an, die Interessen der gut 400.000 Ärztinnen und Ärzte, aber auch die der Patienten, in der Politik aktiv und deutlich wahrnehmbar zu vertreten. Dazu stehen aktuell die Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und das Versorgungsstrukturgesetz ganz oben auf der Tagesordnung.
Mehr zu den Beschlüssen des Ärztetags in der nächsten Ausgabe der DZW – Die Zahnarztwoche.
DZW im Abo
Jede Woche: Die
Zahnarztwoche im
Abonnement
DZW TV
Informationen aus
der Gesundheits- und
Berufspolitik, Neues
aus der Zahnmedizin,
Hinweise auf
interessante
Veranstaltungen,
Interviews u.v.m.




Eigenen Kommentar hinzufügen