
Kommentar Archiv
Schon wieder die Ärzte
von Chefredakteurin Dr. Marion Marschall –
Die Freude der Ärzteschaft über Ulla Schmidts Negativschlagzeilen in Sachen Dienstwagen währte nur kurz. Nun finden sie sich selbst in den Schlagzeilen und Fernsehberichten wieder, und wieder einmal geht es um das schnöde Geld. Das soll zwischen Krankenhäusern und Ärzten geflossen sein, damit diese dafür sorgen, dass jene ihre Betten ausgelastet bekommen und die für die Fallpauschalen so wichtigen Liegezeiten nicht durch die Nachsorge verlängert...
mehrAlles ist offen, manches aber sicher
von DZW-Chefredakteurin Dr. Marion Marschall –
Die Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und im Saarland sowie die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen am vergangenen Wochenende haben knapp vier Wochen vor der Bundestagswahl gezeigt, dass die Wähler in Deutschland für die großen Parteien CDU und SPD immer unberechenbarer werden.
mehrAufbereitung von Übertragungsinstrumenten muss sicher, aber auch so einfach wie möglich sein
von Dr. med. dent. Karlheinz Kimmel –
Es gibt kaum ein anderes, nicht unmittelbar zur ZahnMedizin gehörendes, aber für die Patienten- und Personalsicherheit so wichtiges Thema, das mit so viel Turbulenzen in der Meinungsbildung und ebenso bei der Verfahrensentwicklung verknüpft ist, wie die hygienische Aufbereitung von Hand- und Winkelstücken sowie Turbinen.
mehrDer Schrecken der Selektivverträge
von Chefredakteurin Dr. Marion Marschall –
Die Meldung vom ersten bundesweit geltenden Selektivvertrag im Bereich der vertragszahnärztlichen Versorgung, hier der DAK mit Indento/Dent-net hat – obwohl schon seit Ende Juli entsprechende Hinweise vorlagen – die zahnärztliche Standespolitik und die berufspolitischen Gruppierungen im Sommerloch „erwischt“.
mehrDie Praxis der Zukunft: seniorengerecht mit Schwerpunkt Alterszahnmedizin
von Chefredakteurin Dr. Marion Marschall
Was ihre Leistungen in Zahnerhaltung und Prävention angeht, haben die Zahnärzte in Deutschland in den vergangenen Wochen viel Lob erfahren. Auch wenn die zahnmedizinische Versorgung im 900 Seiten starken Sondergutachten des Sachverständigenrats im Gesundheitswesen mit Blick auf die Versorgung von Kindern und Senioren vom Juni 2009 keine zehn Seiten füllt (die DZW berichtete), das dort Zusammengetragene kann den Berufsstand freuen, findet sein Engagement...
mehrWähler zwischen Ernüchterung und Hoffnung
von DZW-Chefredakteurin Dr. Marion Marschall –
Langsam laufen sie an, die Wahlkampfmaschinen der Parteien. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier präsentiert erst sein Team, dann sein Programm – gut eine Million der von ihm angepeilten vier Millionen neuen Arbeitsplätze bis 2020 will er allein in der Gesundheitswirtschaft schaffen.
mehrPech für Ulla, Pech für die Ärzte – von Chefredakteurin Dr. Marion Marschall
Das hatte sich Ulla Schmidt sicher anders vorgestellt. Die dienstälteste Ministerin der rot-schwarzen Bundesregierung, die ihr Amt ja schon unter Rot-Grün innehatte und auch in der Großen Koalition für Kontinuität in der Gesundheitspolitik – hin zur Einheitsversicherung für alle – sorgt, hatte rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf alle heißen Eisen vom Tisch, dank Steuerzuschüssen aus dem Konjunkturpaket (Gesundheitsfonds) in die nächste Legislaturperiode verschoben oder schlichtweg...
mehrFestzuschüsse sind kein Allheilmittel
von DZW-Chefredakteurin Dr. Marion Marschall –
Ende Juni hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) ihr neues Positionspapier „Perspektive Mundgesundheit“ vorgelegt. Ein Kernpunkt neben einem eigenen Vertragszahnarztrecht im Fünften Sozialgesetzbuch und natürlich der Verteidigung der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen als unbedingt notwendig ist die Ausweitung des „Erfolgsmodells Festzuschüsse“ auf weitere Bereiche der kassenzahnärztlichen Versorgung. Neben der Parodontologie –...
mehrWechsel vollzogen – Ziele geblieben
von DZW-Herausgeber Prof. Dr. med. dent. Rolf Hinz, Herne –
Mit dem 1. Juli 2009, dem Erscheinungstermin dieser Ausgabe, beginnt für die DZW – Die ZahnarztWoche mit der Chefredakteurin Dr. Marion Marschall eine neue Ära. Als bisheriger und nunmehr alleiniger Herausgeber der DZW freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit ihr ebenso wie über die Kontinuität, die wir gemeinsam mit dem bewährten Team der Redaktion in Bonn und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zahnärztlichen Fach-Verlags...
mehrIch sage Dankeschön und trete leise ab
von Chefredakteur Jürgen Pischel –
Mehr als 1.000 Kommentare habe ich an dieser Stelle in den nun 22 Jahren des Bestehens der DZW zum Zeitgeschehen in der Zahnmedizin wie in der Berufs- und Gesundheitspolitik verfasst. Dabei war es immer leicht, Zustimmung zu finden, habe ich die Gesundheitspolitik – gleich welcher Regierung, schwarz oder rot oder gar schwarz-rot – an den Pranger gestellt und zu zerpflücken gesucht.
mehrEine sinnlose und gefährliche AOK-Idee
von Chefredakteur Jürgen Pischel –
Der Wettbewerb unter den Krankenkassen, die sich unter dem Druck des Gesundheitsfonds mit gleichen Beiträgen für alle Kassenarten von den anderen unterscheiden wollen, treibt schon seltsame Blüten. Nun glauben die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen), die ja unter den Krankenkassen bei den Ärzten und Zahnärzten im Ansehen meist nicht gerade oben rangieren, etwas gefunden zu haben, womit sie Druck ausüben können.
mehrZeit, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen
von Chefredakteur Jürgen Pischel –
Schuld sei die Gesundheitspolitik, meint die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) zu der Entwicklung, dass immer mehr Zahnärzte als Angestellte arbeiten und der Trend zu Gemeinschaftspraxen weiter anwächst. Entwicklungen, so die KZBV, die es sorgfältig zu beobachten gilt und die angeblich voller Risiken stecken sollen. Die freiberuflich geprägte Praxis – damit gemeint ist in der Berufspolitik die Einzelkämpferpraxis – komme „unter die Räder“, und eine...
mehrEndodontischer Erfolg – eine zweidimensionale Fiktion?
DVT und endodontischer Fallout – von ZA Carlheinz Swaczyna, Krefeld –
Die Heidemann-Osswald-Diskussion zur Endodontie ist hoffentlich erst der Anfang einer Beschäftigung mit einem Thema, das ein munteres Gemisch von Facts and Fictions, Dogmen und Pragmatismus ist.
mehrViel heiße Luft zur Truppenberuhigung
Von Chefredakteur Jürgen Pischel – Die Spitzenmatadore von Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärzten überschlugen sich auf dem 112. Deutschen Ärztetag in Mainz vergangene Woche mit Vorschlägen zur Revolution des Gesundheitssystems. Sie alle waren – um in der Politik Aufmerksamkeit zu gewinnen – angesichts des bevorstehenden Bundestagswahlkampfs so umstürzlerisch formuliert, dass die Ablehnung – Teilzustimmung gab es nur aus der FDP – aus dem linken wie dem Unionslager prompt...
mehrDer Zahnarzt in Deutschland – Cui bono?
von Zahnarzt Franz Tilpe, Berlin –
Natürlich gilt die Zahnheilkunde der Behandlung von Patienten, unseren Mitbürgern in Deutschland. Aber wenn’s ums Geld geht? Wer hat was davon? Zu allererst dürfen wir, die wir in Deutschland Zahnheilkunde studiert haben, nicht vergessen, dass der Staat (also alle Mitbürger mit ihren Steuern) unser kostenträchtiges Studium finanziert hat.
mehrKippt der Sicherstellungsauftrag der KZVen?
von Chefredakteur Jürgen Pischel -
Bei den Zahnärzten gibt es mit der Sicherstellung der zahnmedizinischen Versorgung eigentlich keine Probleme. Wir haben eine relativ versorgungsgerechte Verteilung der Zahnärzte zwischen Stadt und Land, von wirklichen Versorgungslücken, einem Zahnarztmangel in bestimmten Regionen wird nichts öffentlich bekannt.
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Alles hängt am Gelde – neue Berufsstrategien braucht das Land
von Chefredakteur Jürgen Pischel –
Mehr als 400 Milliarden Euro neuer Schulden muss der Bund nach Berechnungen der Haushaltsexperten der Union aufgrund der Folgen der weltweiten Finanzkrise in den nächsten vier Jahren zusätzlich aufnehmen. Da sind mögliche Ausfälle einer sogenannten Bad Bank, mit deren Hilfe die Banken von Schrottpapieren im Umfang von 250 bis zu 500 Milliarden Euro befreit werden sollen, nicht eingerechnet.
mehrMan kann sich einiges schönreden
Kommentar von Chefredakteur Jürgen Pischel – Schönfärben gehört ganz einfach zum politischen Geschäft. Das gilt in besonderem Maße auch für die Berufspolitik auf allen Ebenen, bis hinein in die letzte Fachgesellschaft. Da schaffen sich Präsidenten und Vorstände, ja selbst wissenschaftliche Gesellschaften eigene Welten, um bei ihren (vielfach Zwangsmitgliedern) gut dazustehen.
mehrVorerst weiterleben mit der „GOZ-alt“
von Dr. med. dent. Peter Esser, Würselen* –
Der Referentenentwurf zur GOZ-neu liegt auf Eis! Dort wird er auch liegen bleiben bis zur nächsten Klimaerwärmung. Die kommt sicher. Aber wann, weiß man nicht. Wie stellt sich die aktuelle Situation dar? Seitdem am 22. Oktober 2008 der sogenannte Referentenentwurf zur Novellierung der GOZ 1987 vorgelegt wurde, ist Nennenswertes nicht mehr passiert.
mehrWenig Ehre, viel Amt – vom Dilemma des Engagements für den Berufsstand
von Dr. Marion Marschall, stellvertretende Chefredakteurin –
Wann immer über Ämterhäufungen, Postenschacher, Sitzungsgelder, Aufwandsentschädigungen etc. in zahnärztlichen Standesorganisationen, Berufsverbänden und Gesellschaften berichtet wird, gibt es Aufruhr – bei denen, die sich berufspolitisch oder fachlich engagieren und sich zu Recht oder zu Unrecht getroffen fühlen, und bei denen, die das Engagement der Kollegen ohnehin argwöhnisch beobachten.
mehrNach vorne schauen ist verboten
von Chefredakteur Jürgen Pischel –
Da schlägt die Reformkommission einer medizinischen Fakultät – so in Aachen mit Prof. Jerome Rotgans und Prof. Friedrich Lampert – vor, das Zahnmedizinstudium auf eine völlig neue Grundlage zu stellen, und erntet dafür von den Berufsvertretungen der Zahnärzte – und der zahnmedizinischen Hochschullehrerschaft – nur Hohn und Spott. Alle „Bemühungen“ der Zahnärztekammern und Fachgesellschaften sowie der Hochschullehrer zur „Verbesserung der Qualität der...
mehrIDS – Informieren kostet nichts
von Chefredakteur Jürgen Pischel –
Trotz der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kann die Internationale Dental-Schau (IDS), die in dieser Woche (24. bis 28. März 2009) in Köln stattfindet, mit neuen Bestmarken aufwarten. Sie konnte mit 1.800 teilnehmenden Firmen aus 57 Ländern – im Vergleich dazu hatte die Chicago-Midwinter-Dental-Schau nur 570 Aussteller – ihre Position als weltweit größter und vor allem besonders innovativer Treff noch ausbauen.
mehrZurück zur Zahn-„Heilkunde“
von Chefredakteur Jürgen Pischel –
Oft haben Krisen – dem griechischen Wortursprung „Entscheidung“ folgend –, also Zeiten, in denen es um Wandlungen für die Zukunft geht, auch etwas Gutes an sich. Die globale Finanzkrise und die entsprechende Wirtschaftskrise im Gefolge mit steigender Arbeitslosigkeit geht auch an der Profession des Zahnarztes nicht spurlos vorbei.
mehrUnsichere Prognosen für die nächsten Jahre
von Chefredakteur Jürgen Pischel –
In Deutschlands Gesundheitswesen hat die globale Finanzkrise mit dramatischen Einbrüchen in der Industrie noch nicht zu Verwerfungen geführt, die Nachfrage ist weitgehend ungebrochen. Dies ist sicher auch auf die breite medizinische Versorgung zurückzuführen, die über unsere Solidarsysteme – gesetzliche wie private Kassen – den Patienten geboten wird.
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