
Young Dentists Conference in London
Junge Zahnärzte diskutieren über ihre Perspektiven und Erfahrungen –
Anlässlich der diesjährigen Londoner Young Dentist Conference diskutierten frisch approbierte Zahnärzte über ihre Zukunft innerhalb der Zahnheilkunde. Auch eine Gruppe junger Vertreter anderer Berufsgruppen nahm an dieser Diskussion teil. Alle standen etwa in der gleichen Lebensphase, hatten aber unterschiedliche Laufbahnen eingeschlagen.
Im Expertengremium vertreten waren unter anderen Neal Raval, frisch approbierter Zahnarzt mit britischem Examen, der seinen Beruf seit kurzem in Deutschland ausübt, sowie Ali Saaqib, Gewinner des FMC Young Dentist of the Year Award, und James Hamill, Zahnarzt aus Nordirland, Inhaber einer preisgekrönten Praxis.
Hamill und Saaqib gaben den jungen Zahnärzten Hilfen an die Hand, wie man in der aktuellen wirtschaftlichen Lage und dem derzeitigen politischen Klima bei der Praxisgründung vorgeht. Beide berieten auf der Grundlage ihrer eigenen Geschäftsmodelle: Eine Praxis muss sich aus der Vielzahl der Praxen im Umfeld hervorheben; dies hat deutlichen Einfluss auf den Erfolg. Neal führte die jungen Zahnärzte in die Berechnung der angemessenen Gebühren für erbrachte Dienstleistungen ein. Mit diesem Thema traf er offensichtlich ins Schwarze. Vielen jungen Kollegen ist es unangenehm, über das eigene Honorar zu reden. Neal vermittelte, dass es einem Zahnarzt, der „konstante, vorhersagbare und gelungene Ergebnisse“ bei der Behandlung vorweisen kann und seine Kenntnisse kontinuierlich weiterentwickelt, nicht unangenehm sein muss, einen Gebührensatz zu erheben, der seinem Wissen und seiner Erfahrung entspricht.
Ein junger Anwalt und ein junge Unternehmer standen zur Seite, als es darum ging, die Fragen zur Liquidation weiter zu vertiefen. Sie bestätigten, dass es den meisten jungen Unternehmern beim Thema Finanzen ähnlich ergeht. Denn gerade am Anfang des Berufslebens ist das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit noch nicht so ausgeprägt, und es ist sehr wichtig, den Wert der eigenen Leistung genau zu kennen.
Schließlich kamen drei junge Zahnärzte aus verschiedenen Fachrichtung zu Wort: Ein Endodontologe, ein Parodontologe und ein Kieferorthopäde vertraten als Spezialisten ihr Fach in der sich anschließenden Diskussion. Es ging darum, einen der Spezialisten für die in Großbritannien recht beliebte TV-Show Chirurgie 101 auszuwählen. Die Wahl fiel nach lebhafter Debatte auf den Kieferorthopäden. Als die Teilnehmer angeben sollten, welchem Berufszweig sie den Vorzug geben, wählten sie die präventiven Eigenschaften von Endo- und Parodontologie.
Die Londoner Young Dentists Conference wird alljährlich in Zusammenarbeit mit der British Dental Association (BDA) und dem British Dental Journal (BDJ) organisiert. Über die europaweite, berufsübergreifende Organisation der European Young Professionals (EYP) steht diese Veranstaltung auch internationalen Gästen offen. In diesem Jahr fand sie in dem am Regents Park gelegenen Royal College of Physicians in London statt. Das bei der Standesvertretung angesiedelte britische Young-Dentist-Komitee gilt seit langem international als Vorbild für die Integration und Betreuung junger Kollegen durch den nationalen Zahnärzteverband. Die alljährliche Veranstaltung für junge Zahnärzte ist bislang einzigartig und hat sich dank guter Beiträge, die auf die Interessen der Berufsanfänger abgestimmt sind, einen ausgezeichneten Ruf erworben.
Linda Berndt, Galway
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