Dr. Michael Taschner gewinnt den Espertise Talent Award
Forschungsaufenthalt an einer renommierten Uni der Wahl war
entscheidender Anreiz –
Der Espertise Talent Award von 3M Espe ist seit mehr als zehn Jahren eine begehrte Auszeichnung und Fördermöglichkeit für den zahnmedizinischen Nachwuchs. Im jährlichen Wechsel findet jeweils eine Ausschreibung für deutschsprachige Nachwuchswissenschaftler sowie für internationale Talente statt. In einer Präsentation von 20 Minuten Dauer referieren die Bewerber über eine eigene zahnmedizinische Arbeit oder Studie und werden von einem Gremium aus internen und externen Experten bewertet.
Berücksichtigt werden bei der Beurteilung Thema, Inhalt und Didaktik sowie die Art der Präsentation und die Persönlichkeit des Teilnehmers. Im deutschsprachigen Espertise Talent Award erreichte Dr. Friederike Schenke aus Regensburg den dritten Platz, und Dr. Sebastian Quaas aus Ulm kam auf den zweiten Platz.
Dr. Michael Taschner, der als Wissenschaftlicher Assistent an der Zahnklinik I – Zahnerhaltung und Parodontologie in Erlangen tätig ist, überzeugte die Jury in jedem Punkt und gewann den Award. Im folgenden Interview berichtet er vom Wettbewerb und den Erfahrungen, die er in der Folge gemacht hat.
? Herr Dr. Taschner, Sie sind als Sieger aus dem Espertise Talent Award hervorgegangen. Bitte erläutern Sie uns kurz den Ablauf der Veranstaltung.
Dr. Michael Taschner: Da sich alle Teilnehmer bereits am Vorabend des Events im oberbayerischen Seefeld, dem Sitz der europäischen Zentrale von 3M Espe, einfanden, hatten wir Gelegenheit, unsere Mitstreiter in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen. Der Wettbewerb fand am folgenden Tag im hauseigenen Schulungszentrum statt. Wir trugen unsere Präsentationen einer fachkundigen Jury vor und mussten im Anschluss Fragen zu unseren Vorträgen diskutieren. Auf das Urteil des Gremiums haben wir gemeinsam gewartet und versucht, uns durch Gespräche über die jeweiligen Präsentationsthemen abzulenken. Als ich als Gewinner verkündet wurde, war ich überglücklich. Abschließend wurde gefeiert, und man hatte Gelegenheit, Kontakte für künftige wissenschaftliche Forschungsvorhaben zu knüpfen.
?Welches Thema haben Sie in Ihrer Präsentation erörtert?
Taschner: Ich habe mich der Befestigung keramischer Inlays aus dem Material IPS Empress und dem selbstadhäsiven Komposit- Befestigungszement RelyX Unicem gewidmet.
?Mittlerweile existieren eine ganze Reihe von Förderpreisen – was hat Sie dazu bewogen, mit Ihrer Arbeit speziell an dem Espertise Talent Award teilzunehmen?
Taschner: Neben der Möglichkeit, mich mit anderen Nachwuchswissenschaftlern auf hohem Niveau zu messen, war die Aussicht auf einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt an einer renommierten Universität meiner Wahl der entscheidende Anreiz.
?An welcher Universität haben Sie Ihren Forschungsaufenthalt verbracht?
Taschner: Ich erhielt die Möglichkeit, unter Prof. Lorenzo Breschi, DDS, PhD, zu arbeiten, der an den Universitäten in Triest und Bologna tätig ist. Seine Laboratorien bieten ausgezeichnete und meines Wissens nach einzigartige Voraussetzungen für den von mir angestrebten Forschungszweck, und ich sah die Chance, in dieser Umgebung neue wissenschaftliche Methoden zu erlernen, um diese in der Folge auch an der Klinik in Erlangen anzuwenden. Meine Wahl hat sich als absolut richtig erwiesen – nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern auch aufgrund der beeindruckend unbürokratischen und herzlichen Art, die mir während meines gesamten Aufenthalts entgegengebracht wurde.
?Welches Ziel haben Sie mit Ihrer Untersuchung während des Forschungsaufenthalts verfolgt?
Taschner: Ich habe Adhäsivsysteme unter Anwendung unterschiedlicher Konditionierungen von Schmelz und Dentin sowie verschiedener Alterungsmethoden untersucht. Ziel war es, mittels Lichtmikroskop und Transmissionselektronenmikroskop (Tem) festzustellen, welchen Einfluss diese auf die Aspekte Microshear, Microtensile und Nanoleakage haben. Die Ergebnisse werden in Kürze zur Publikation eingereicht.
?Werden Sie Ihre Untersuchungen auf diesem Gebiet fortsetzen?
Taschner: Das habe ich bereits: Im Oktober 2009 konnte ich in Bologna bei Prof. Breschi meine Sechsmonatsproben testen. Weitere Untersuchungen sind für das Jahr 2010 geplant.
?Wie lautet Ihr Fazit zum Espertise Talent Award von 3M Espe?
Taschner: Durch die Teilnahme am Wettbewerb habe ich wichtige Kontakte knüpfen können und die Möglichkeit erhalten, meine Forschungsarbeit voranzutreiben. Ich freue mich auf die weiteren Projekte mit dem Team um Prof. Breschi und möchte die neuen Methoden, die ich auf diesem Weg kennenlernen konnte, nach Möglichkeit auch an der Zahnklinik I in Erlangen etablieren.
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