
Betriebswirtschaft in der Zahnarztpraxis bedeutet Zukunftssicherung
Coaching für Assistenten und Praxis-Neugründer schützt vor Anfängerfehlern –
Wer heute als Zahnarzt in eigener Praxis starten möchte, kann sich nicht mehr auf eine heile Welt als Heilberufler freuen. Es weht der raue Wind des Wettbewerbs. „Zahnarzt ist gleich Unternehmer“, stellt Werner Hartwig, Steuerberater und Diplom-Betriebswirt bei NWD Consult, fest. „Betriebswirtschaft in der Zahnarztpraxis bedeutet Zukunftssicherung.“ Diese greift am nachhaltigsten bei der Gründung oder Übernahme einer Praxis. Deshalb bietet NWD Consult je ein spezielles Coaching für Assistenten vor der Existenzgründung sowie für Existenzgründer und deren Praxisteam an.
„Inzwischen hat unternehmerisches Denken und Handeln für den Erfolg einer Praxis den gleichen Stellenwert wie die Zahnmedizin selbst. Die Gewinne sind stark gesunken, viele Praxen leiden unter Liquiditätsproblemen. Deshalb muss die Praxis zu einer planvoll organisierten Wirtschaftseinheit werden“, rät Hartwig, der das entsprechende Wissen vermittelt. Seit Anfang der achtziger Jahre unterstützt der erfahrene Steuerberater Zahnarztpraxen dabei, Umsatz und Gewinn zu steigern. Er berät Existenzgründer, um sie vor schweren Anfangsfehlern zu schützen. Laufenden Praxen hilft er, die betriebswirtschaftliche Entwicklung zu optimieren und sorgt rechtzeitig mit dafür, dass eine Praxis am Ende des Berufslebens gut zu verkaufen ist.
Bei einer Praxisübernahme etwa ist eine Potenzialanalyse bares Geld wert. „Wer die Potenziale der zu übernehmenden Praxis genau analysiert, kann ihren Gewinn um erfahrungsgemäß mehr als 50.000 Euro gegenüber dem des Praxisverkäufers steigern.“ Assistenten vor der Existenzgründung empfiehlt Hartwig ein betriebswirtschaftliches Coaching, auf dass nach Übernahme oder Neugründung einer Praxis eine Schulung des gesamten Teams folgt. Hartwig: „Allen Mitarbeitern muss klar sein: ohne Betriebswirtschaft keine Zukunft.“
Die laufenden Reformen im Gesundheitswesen reißen immer tiefere Löcher in die Kassen der Ärzte und Zahnärzte. Deshalb sollte sich der Praxisinhaber konkrete wirtschaftliche Ziele setzen, die regelmäßig überprüft werden. Strategisch muss kurz- und mittelfristig geplant werden. Auf diese Weise lassen sich, so Hartwig, auf Dauer Ausgaben minimieren, Einnahmen erhöhen und Stundensätze steigern. „Ein Ansatz liegt etwa in der Anwendung von kalkulierten Checklisten und Therapieplänen im Rahmen der GOZ. Wer nach Behandlungscheckliste plant und arbeitet, kann dann auch vollständig abrechnen.“ Eine Stundensatzkontrolle nach der Behandlung hilft, für die Zukunft Verbesserungen zu generieren. Weiter empfiehlt Hartwig Blockarbeitszeiten für ungestörtes Abarbeiten größerer Behandlungsabfolgen. Auch sollten organisatorisch alle Folgepositionen erbracht und abgerechnet werden. Statistiken über Neupatienten machen das Marketing messbar. Lohnend ist auch die Suche nach Stundensatzkillern.
„Für das Praxisteam geht es dabei nicht ohne Hausaufgaben, jeder Mitarbeiter wird für die Umsetzung der unternehmerischen Aufgaben gebraucht“, verdeutlicht Hartwig. Jede Verbesserung in der Praxis steigert den reibungslosen Ablauf, von dem auch der Patient profitiert.
In seinen Coachings erstellt Hartwig mit den Praxen individuelle Maßnahmenkataloge aller Verbesserungsvorschläge und betriebswirtschaftlichen Maßnahmen für die Besprechung im Team. Der Katalog und seine Umsetzung müssen ständig kontrolliert werden. „Diesen Aufwand sollte niemand scheuen“, empfiehlt Hartwig, „denn die besseren Ergebnisse werden die Richtigkeit der Maßnahmen beweisen.“
Markus Brakel, Düsseldorf
DZW im Abo
Jede Woche: Die
Zahnarztwoche im
Abonnement
DZW TV
Informationen aus
der Gesundheits- und
Berufspolitik, Neues
aus der Zahnmedizin,
Hinweise auf
interessante
Veranstaltungen,
Interviews u.v.m.



Eigenen Kommentar hinzufügen