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11. August 2011 |  Assistenten

Young Esthetics 2011 – „Individualität ist Identität“

Das Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ), Dr. Claude Rufenacht, ließ es sich nicht nehmen, die diesjährigen Gewinner des Förderpreises „Young Esthetics“ selbst auszuzeichnen.

Zum einen, weil er den von DGÄZ-Pressesprecher Wolfgang-M. Boer (Euskirchen) vor vier Jahren gestifteten Preis zur Feier des 20-jährigen Jubiläums der DGÄZ verdoppelt hat – so gab es diesmal gleich für zwei Gewinner ein Preisgeld in Höhe von je 2.500 Euro, eine kostenfreie Jahresmitgliedschaft der DGÄZ und weitere damit verbundene Benefits. Vor allem aber wollte Rufenacht die Preise selbst übergeben, weil er von der Idee, den Nachwuchs auf diese Weise anzuspornen, so begeistert war, dass er dies auch persönlich unterstützen wollte. Deshalb überreichten drei langjährige Ästhetik-Experten die Preise – Prof. Dr. mult. Robert Sader, Präsident der wissenschaftlichen Fachgesellschaft, Ehrenmitglied Rufenacht und der längjährige DGÄZ-Generalsekretär Wolfgang Boer. Die diesjährigen Preisträger Ralf Krug (Würzburg) und Dr. Constantin Eiffler (Heidelberg) erhielten ihre Auszeichnungen im Mai 2011 auf der Interna in Westerburg.

Traditionell stellten die Preisträger den Tagungsteilnehmern ihre eingereichten Fälle – sehr anspruchsvolle Aufgaben, die eindrucksvoll mit Blick auf ein ästhetisches Gesamtergebnis gelöst wurden – vor. Eiffler präsentierte einen komplexen Fall, für den ein transdisziplinäres Vorgehen notwendig war: Kieferorthopädie, Endodontie, Zahnerhaltung und Prothetik wurden nach einem ästhetischen Leitkonzept zu einem eindrucksvollen Gesamtergebnis zusammengeführt. Krug nutzte die Gelegenheit, sich bei Rufenacht für dessen wegweisende Worte im Vorfeld der Preisverleihung zu bedanken und zeigte seinerseits eine gelungene Frontzahntrauma-Versorgung mit Komposit auf zuvor endodontisch versorgten tief frakturierten Restzähnen.

Vor der Verleihung der Young-Esthetics-Preise zum Abschluss der Interna hatte Rufenacht außerhalb des Programms um das Wort gebeten und den Tagungsteilnehmern einige wohlmeinende Ratschläge aus seinem ästhetischen Erfahrungsschatz für die Praxis gegeben. Ästhetische Zahnmedizin bedeute, den Menschen ihre eigene Persönlichkeit wiederzugeben und nicht, sie einem gleichförmigen Standard anzupassen. In der Natur gebe es keine echte, sondern nur eine Scheinsymmetrie: Einser seien so in der Regel nicht exakt identisch. Die Persönlichkeit eines Menschen rühre im Gegenteil von einer gewissen Spannung des individuellen Zahn-Lippen-Kontakts her, und diese gelte es nachzuempfinden. Symmetrie dagegen sei spannungslos und daher auch nicht das Ideal, dem ästhetisch anspruchsvolle Zahnärzte und Zahntechniker folgen sollten. DGÄZ-Präsident Sader griff diesen Appell auf und betonte: „Individualität ist Identität! Die explizite Betonung der Individualität des Patienten ist das Wichtigste, das ist es auch, was die DGÄZ und die ästhetische Zahnheilkunde so groß und erfolgreich gemacht hat.“

Bewerbungen für den Young- Esthetics-Preis 2012 nimmt die DGÄZ bis zum 28. Februar 2012 unter der E-Mail info@dgaez.de (Stichwort Young Esthetics) entgegen. Eingereicht werden sollten Fälle, die hinsichtlich Funktion und Ästhetik besonders gut gelungen sind. Da der Preis den fachlichen Nachwuchs fördert, sind Zahnärzte angespochen, deren Approbation nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Auch die Bewerbung von Zahntechnikern, deren Gesellenbrief nicht älter als fünf Jahre ist, ist gewünscht. Weitere Informationen zum Wettbewerb findet man unter www.dgaez.de.   

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