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04. Juli 2011 |  Praxismanagement und Praxismarketing

Migranten nutzen Vorsorge für gesunde Zähne zu wenig

Informationsbroschüren für gesunde Zähne und zur Kariesvorbeugung jetzt auch auf Türkisch –

 

In Deutschland lebende Migranten beanspruchen seltener Gesundheitsvorsorgeleistungen als Deutsche. Darüber informiert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in seinem aktuellen Forschungsbericht. Die Experten aus Nürnberg stellen diesen Mangel ebenfalls bei zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen fest.

Ursache seien meist Informationsdefizite. Die größte Zuwanderergruppe in Deutschland kommt aus der Türkei. Damit auch diejenigen mit nicht perfektem Deutsch erreicht werden, bietet die Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK) ihre Servicebroschüren nun auch auf Türkisch an.

Die Ratgeber Starke Zähne (Sağlam Dişler!) und Elternbrief – Fragen und Antworten zur Kariesvorbeugung (Bilgi Broşürü - Diş çürümesini önlemeyeilişkin soru ve cevaplar) informieren unter anderem über zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen und halten Tipps für die richtige Mundhygiene des Nachwuchses vom Säuglings- bis zum Grundschulalter bereit. Zudem beschreiben sie die optimale Zahnputztechnik. „Eltern sollten auf die Zähne ihrer Kinder achten, beim Zähneputzen helfen und ab dem ersten Geburtstag regelmäßig zum Zahnarzt gehen“, empfiehlt Prof. Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe.

„Gesunde Milchzähne sind nicht nur zum Essen wichtig. Sie dienen der Sprachbildung, der Kieferentwicklung, haben eine hohe soziale Bedeutung und fungieren als Platzhalter für das bleibende Gebiss.“ Die Broschüren beantworten darüber hinaus Fragen zur zahngesunden Ernährung sowie zur preiswerten und effektiven Kariesvorbeugung mit fluoridiertem Speisesalz.

Die neuen türkischsprachigen Broschüren stehen im Internet unter www.kariesvorbeugung.de zum Download bereit. Auf der Website der Informationsstelle für Kariesprophylaxe gibt es zudem weiteres Informationsmaterial in deutscher Sprache. Sämtliche Materialien können dort auch über das digitale Bestellformular angefordert werden. Die Materialien sind in begrenzter Stückzahl kostenlos.

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Kommentare

Matilde, 05.07.11 10:36:
Ich denke, dass der häufigste Grund ist, dass die Migranten nicht genügend informiert sind, welche Leistungen sie nutzen können. Die Ursache kann in den unzureichenden Deutch-Kenntnissen liegen. Oder einfach darin, dass sie nicht gewöhnt sind, Gesundheitsvorsorgeleistungen zu beanspruchen. Sie gehen zum Arzt nur dann, wenn sie Beschwerden haben.
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