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21. März 2011 |  Berichte

Implantatprothetik – Dentallabore werden immer ambitionierter

Geht es um „die Dritten“, entscheiden sich immer mehr Menschen für implantatgestützten Zahnersatz. Die Untersuchung der europäischen Zentren für dentale Implantologie (European Center für Dental Implantology, ECDI) hat ergeben, dass bereits 1 Million Implantate jährlich gesetzt werden. Tendenz: steigend.

Erfolgreiche Absolventen des 12. Curriculums Implantatprothetik des viertägigen Seminars im „Institut für Zahnärztliche Implantologie“ (IfZI) in Limburg

Dieser Entwicklung trägt der Dentagen Wirtschaftsverbund eG, Waltrop, bereits seit 2003 mit dem Curriculum Implantologie Rechnung – exklusiv für die Mitglieder der bundesweit größten Verbundgruppe der Zahntechnik. Auch im Herbst 2010 nahmen erfahrene Zahntechniker mit Ambitionen auf dem Gebiet der Implantatprothetik das viertägige Kursangebot im Institut für Zahnärztliche Implantologie (IfZI) in Limburg an. Das renommierte IfZI bietet die fachliche Basis, um den weiter wachsenden Anforderungen, mit denen sich Dentallabore in der Implantatprothetik konfrontiert sehen, gerecht zu werden.

Das jetzt abgeschlossene 12. Curriculum Implantatprothetik der Dentagen ist ein erneuter Beleg für den kontinuierlichen Informationstransfer zwischen Implantologen, die großen Wert auf hochwertige Prothetik legen, und Zahntechnikern, denen die Teamerfahrung des Limburger Instituts eine wichtige Orientierung ist. Vor diesem Hintergrund ist das Curriculum Implantatprothetik eine intensive Fortbildung mit unmittelbarem Praxisbezug. Das Curriculum-Modul „Diagnostik und Planung“ zielt darauf ab, Zahntechniker generell in die Lage zu versetzen, kompetente Unterstützer und Berater des Zahnarztes bei der Versorgung von Patienten mit Zahnimplantaten zu sein. Entsprechend zielorientiert ist die Auswahl der Referenten in jedem Curriculum.

„Von der implantologischen Steinzeit bis zur Neuzeit“

Dr. Rainer Hassenpflug, Dr. Klaus Müller und Dr. Dr. Roland Streckbein, erfahrene Implantologen und führende Repräsentanten des Dentagen-Partners Implantologische Gesellschaft für Zahnärzte eG (IGfZ), Diez, deckten auch im 12. Curriculum wichtige thematische Eckpfeiler der Implatologie ab. „Von der Steinzeit bis zur Neuzeit“, wie Müller das weite Feld von der Basis jeder diagnostischen Implantatplanung über das Lesen und Umsetzen von DVT-Röntgenbildern bis hin zu Innovationen in der Abdrucknahme nannte. Das Mega-Thema CAD/CAM bot ergänzend dazu die Möglichkeit, eine detaillierte Diskussion über die Anforderungen und Möglichkeiten einer modernen computergestützten Fertigung von Zahn- und Implantatprothetik zu führen.

„Von der anderen Seite des Mondes“

Von einer „ganz anderen Seite des Mondes“ näherte sich Prof. Matthias Flach von der Fachhochschule Koblenz der Implantologie: „Mechanische und biomechanische Aspekte in der Implantologie“. Flach erläuterte in Limburg die Ergebnisse von Studien, in der zwei Parameter untersucht wurden, die eine stabile krestale Knochensituation negativ beeinflussen können. Zum einem das Auftreten von Spannungen durch ungünstige Konuswinkel in der Innenverbindung und zum anderen die Erfassung von Mikrobewegungen. Ergebnis der Studie: Bestwerte für Implantate durch Bionik-Design, das nach Angaben von Flach die Spannungen im Knochen um 50 Prozent und im Implantat um 35 Prozent reduziert.

„Zahntechnische Intensivstation“ und die Emotionen der Patienten

Einer „zahntechnischen Intensivstation“ gleicht das fünfstündige Seminar-Modul mit Zahntechnikermeister Dirk Ahlmann, Kelkheim, im Rahmen des Curriculums. „Zahnlose Kiefer, stark reduziertes Restgebiss, Einzelzahnimplantate, Kombination von Implantaten und Zähnen, provisorische Versorgungen“ – das Feld der Implantatprothetik ist weit. Und ohne Kenntnisse der adäquaten Materialien und Techniken sowie grundlegende Systemübersicht nicht zu bestellen. Dass dabei die Wirtschaftlichkeit immer im Auge behalten wird, ist existenziell – und deshalb ein wesentliches Themen-Modul.

„Es kommt nie ein Fall, es kommt immer ein Mensch.“ Für PD Prof. Dr. Stefan Wolfart ist die Kenntnis um die emotionale Auswirkung bei Zahnverlust eine wesentliche Basis für die zahnmedizinische Behandlung und die prothetische Versorgung von Patienten.

Bernd Overwien, Recklinghausen  
 

(Artikel gekürzt)

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der DZW 12/11 auf Seite 19.

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