
Stiftungsprofessur Experimentelle Orofaziale Medizin – Interdisziplinäre Grundlagenforschung an der Zahnklinik der Marburger Philipps-Universität
Am Medizinischen Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde im Fachbereich Humanmedizin der Marburger Philipps-Universität wird eine neue Professur eingerichtet. Die Stiftungsprofessur (W3) für Experimentelle Orofaziale Medizin wird unterstützt von der hessischen Firma Heraeus Kulzer GmbH in Hanau, die der Philipps-Universität Forschungsmittel über eine Förderdauer von fünf Jahren zweckgebunden zur Verfügung stellt.
Am Medizinischen Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde im Fachbereich Humanmedizin der Marburger Philipps-Universität wird eine neue Professur eingerichtet. Die Stiftungsprofessur (W3) für Experimentelle Orofaziale Medizin wird unterstützt von der hessischen Firma Heraeus Kulzer GmbH in Hanau, die der Philipps-Universität Forschungsmittel über eine Förderdauer von fünf Jahren zweckgebunden zur Verfügung stellt.
Bei der Stiftungsprofessur handelt es sich um ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt der Abteilung für Orofaziale Prothetik und Funktionslehre (Prof. Dr. Ulrich Lotzmann) sowie der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (Prof. Dr. Dr. Andreas Neff), in welche die Stiftungsprofessur zu gleichen Teilen eingegliedert ist.
Ziel des Stiftungsvorhabens ist die Förderung der interdisziplinären Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Biomaterialien, der zahnärztlichen Implantologie und Prothetik einschließlich der Entwicklung neuer Technologien. Die Stiftungsprofessur versteht sich dabei als Motor zur Etablierung einer gemeinsamen Forschungsplattform für die zahnmedizinischen Disziplinen und soll sich eng mit den medizinischen und naturwissenschaftlichen Nachbardisziplinen der Philipps-Universität Marburg vernetzen.
„Anknüpfungspunkte innerhalb der medizinischen und naturwissenschaftlichen Fachbereiche bestehen bevorzugt zur Orthopädie, Experimentellen Chirurgie und Chemie (Knochenstoffwechsel, Biomaterialien und Beschichtungen), Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (Tumorbiologie), Anatomie (Immunhistochemie des Knochens) sowie zu den in Marburg bestehenden Forschungsschwerpunkten Immunologie und Infektionsbiologie des Fachbereichs Medizin“, führt Prof. Dr. Andreas Neff aus. „Eine besonders interessante Zukunftsperspektive bietet hierbei die Möglichkeit einer engen Kooperation zwischen der Stiftungsprofessur und den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Firma Heraeus“, ergänzt Prof. Dr. Ulrich Lotzmann.
„Unsere dentalen Produkte und Lösungen reichen von der Diagnostik und Prävention über die Erhaltung natürlicher Zähne bis zur Prothetik. Die Wissenschaft wünscht sich von der Industrie deutlich mehr zahnmedizinische und zahntechnische Produktentwicklungen. Auch wir als Hersteller sehen hier die neuen Trends weniger in der klassischen Werkstoffkunde, sondern vielmehr in neueren Entwicklungen aus den Bereichen Prothetik und Biomedizin“, so Dr. Martin Haase, Geschäftsführer der Heraeus Kulzer GmbH. Deshalb böte die Zusammenarbeit mit der Marburger Phillips-Universität für Heraeus eine ideale Plattform, um gemeinsame Forschungsaktivitäten stärker voranzutreiben sowie in Zukunft weitere, innovative Medizinprodukte oder auch Arzneimittel für die dentale Anwendung anbieten zu können.
Neben der Stiftungsprofessur umfasst die vereinbarte Zuwendung eine weitere Stelle für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter sowie eine Laborkraft. Der durch die Personalkosten nicht gebundene Stiftungsbeitrag ist für Verbrauchsmittel sowie Investitionsmaßnahmen vorgesehen. Der Fachbereich Medizin stellt die Laborflächen und die Laborausstattung zur Verfügung.
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