Auf 45 Zahnmedizinstudienplätze kamen 359 Bewerber
Run auf Medizinstudienplätze in Greifswald ungebrochen – Auswahlverfahren führt zu Qualitätssprung –
Der Ansturm auf Studienplätze in der Human- und Zahnmedizin in Greifswald ist ungebrochen. „2.600 Bewerber für ein Medizinstudium haben sich in der ersten Wahl, in der Ortspräferenz 1, für einen der insgesamt 179 Studienplätze in der Universitäts- und Hansestadt entschieden“, informierte Studiendekan Prof. Claus-Dieter Heidecke zum Semesterbeginn.
Im vergangenen Jahr waren es 2.420. Dieses Jahr konnten auch die Zahmmediziner ihre Wunschuniversität erstmals nur mit der Ortspräferenz 1 wählen. Auf 45 Studienplätze in Greifswald hätten sich 359 Abiturienten beworben, so die Universität.
Die Medizinische Fakultät hat in einem mehrstufigen Verfahren 60 Prozent der Studienplätze, also 113 der 179 Medizinplätze und 30 der 45 Zahnmedizinplätze, in Eigenregie vergeben. Seit vier Jahren werden an der Medizinischen Fakultät potenzielle Kandidaten nach Greifswald eingeladen und Auswahlgespräche geführt. In diesem Jahr entfielen schon 80 Prozent der von der Hochschule zu vergebenden Studienplätze auf persönliche Auswahlgespräche; 20 Prozent über Bewertungsbögen. Im vergangenen Jahr betrug die Auswahlquote über Einladungen 50 Prozent.
Sieben Kommissionen mit jeweils zwei Professoren haben mehr als 300 Bewerber aus ganz Deutschland in den Nordosten gebeten. Eine Woche lang wurden die künftigen Studenten für Human- und Zahnmedizin in Einzelgesprächen zu ihrer Motivation und persönlichen Vorstellungen befragt. Dabei spielten neben Kenntnissen zum Greifswalder Ausbildungsmodell die persönliche Belastbarkeit und soziale Kompetenzen eine große Rolle.
„Der Aufwand ist enorm, aber er lohnt sich“, betonte der Studiendekan. „Nach vier Jahren Auswahlverfahren nach dem Greifswalder Modell spüren wir deutlich einen Qualitätssprung in der Studentenschaft. Es hat sich in der Republik herumgesprochen, dass wir nur die engagiertesten Bewerber aufnehmen wollen. Dementsprechend gut sind die meisten eingeladenen Kandidaten auf das Gespräch vorbereitet gewesen.“ Über die Zentrale Vergabestelle (ZVS) in Dortmung werden nach wie vor 40 Prozent der Studienplätze vermittelt.
Nach der Charité Berlin ist Greifswald wie im Vorjahr der begehrteste Medizinstudienplatz. In der Zahnmedizin wurden nur noch Tübingen, Hamburg und die Charité häufiger als Greifswald als Ortswahl Nr. 1 gewählt.
Im intensiven Dialog mit den Studierenden entwickle man aber auch die Qualität der Ausbildung in Greifswald permanent weiter, so der Studiendekan. Zum Abschluss des Sommersemesters wählte auch der Fachschaftsrat Medizin die Preisträger für herausragende Leistungen in der Lehre. Einmal im Jahr vergeben die Studenten zudem Noten für ihre Lehrveranstaltungen.
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