
DGÄZ richtet Wissenschafts-Fonds ein
Brücke zwischen Hochschule und wissenschaftlich arbeitender Praxis –
„Das ist ein Projekt, das mir persönlich sehr am Herzen liegt“, sagte DGÄZ-Präsident Prof. Dr. mult. Robert Sader, als er die Mitglieder seiner Fachgesellschaft Ende September in Westerburg über die Einrichtung eines Wissenschafts-Fonds informierte. Er selbst käme aus der Hochschule, sehe aber mit großer Anerkennung, welche wichtigen Erfahrungen aus den Praxen auf das Fachgebiet Einfluss nähmen: „Hier soll der Fonds eine Brücke zwischen der Hochschule und der wissenschaftlich arbeitenden Praxis bauen.“
Als Grundkapital bringe die Deutsche Gesellschaft für ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ) 50.000 Euro ein, die aus gut erwirtschafteten Rücklagen stammten. Die Summe soll über Kooperationen mit der Industrie zur Forschungsförderung weiter etabliert werden.
Anträge auf Forschungsförderung könnten nur aus der Praxis kommen, betonte Sader, gemeinsam mit den Hochschulen soll das wissenschaftliche Projekt geleistet werden. „Der Fonds dient dazu, den Praxen eine wissenschaftliche Arbeit überhaupt erst zu ermöglichen, denn diese ist mit viel Arbeit und daher auch mit Ausfall an Praxistätigkeit verbunden.“ Der Fonds soll ausschließlich diese Finanzlücke in der Praxis abfedern und ist nicht für die Hochschulen vorgesehen. Dadurch soll Praktikern Mut gemacht werden, sich wissenschaftlich in die DGÄZ einzubringen: „Die Kolleginnen und Kollegen in den Praxen verfügen über viel Erfahrung mit den Empfehlungen, die wir von Seiten der Hochschule in den zahnärztlichen Alltag transferieren – ihre Erfahrungen sind daher ein wichtiges Feedback, das sich den gleichen wissenschaftlichen Ansprüchen stellen muss, um von einer Einzelbeobachtung zu einer für das Fach relevanten Arbeit zu werden.“ Über die Auswahl der eingereichten Förderanträge entscheidet ein akademisches Gremium, das hälftig besetzt sein wird mit Repräsentanten aus dem Bereich Hochschule und Repräsentanten aus dem Bereich Praxis, darunter erfahrene Zahnärzte und Zahntechniker wie Sader, PD Dr. Florian Beuer, Dr. Markus Schlee und ZTM Stefan Schunke. Anträge können ab sofort gestellt werden.
„Wir halten bewusst die Türen offen für Industriepartner“, so Sader, „da wir uns vorstellen können, dass auch für ein Unternehmen eine solche Studien-Konstellation mit wissenschaftlichem Anspruch bedeutsam sein kann. Das Ergebnis dieser geförderten Studienprojekte wird auf jeden Fall veröffentlicht und für die Nutzung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bereitgestellt.“ Im Fokus der Arbeiten sollen besonders solche Aufgabenstellungen stehen, die unter dem Begriff „Vorsorgungsforschung“ zusammengefasst werden können und die ästhetische Zahnheilkunde betreffen – die DGÄZ trage so mit dazu bei, dass die ästhetische Zahnmedizin ihre Rolle in der Gesellschaft noch bewusster wahrnehme und die Erwartungen, Möglichkeiten und Grenzen nachhaltig erfolgreicher Versorgungen verbessern helfe.
Weitere Informationen finden sich unter www.dgaez.de.
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